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Aufgeklärt: Sechs Richtigstellungen zur Berichterstattung über Vittel

Transparenz und Offenheit sind uns wichtig. Dazu gehört auch, Medienvertretern relevante Informationen zur Verfügung zu stellen und alle Fragen zu beantworten. Dies haben wir auch im Vorfeld der Berichterstattung zu Vittel getan. Manchmal geben kritische Beiträge allerdings Sachverhalte stark vereinfacht oder in einem falschen Kontext wieder.

Wie stehen Sie zu der in Betracht gezogenen Pipeline Lösung?

Die sogenannte "Pipeline" Ersatzlösung, über die die Commission Locale de l’Eau (CLE) abgestimmt hat, war zu keinem Zeitpunkt die von Nestlé vorgeschlagene Lösung. Nestlé Waters ist nur eines von 46 Mitgliedern des CLE.

Nestlé Waters wird seine Entnahmen aus der GTI Grundwasserschicht ("Bonne Source") im Rahmen der mit allen lokalen Interessengruppen eingegangenen Verpflichtungen weiter reduzieren, wobei die nachhaltige Bewirtschaftung des gesamten Grundwassers in der Region im Mittelpunkt der Bemühungen stehen wird.

Warum hat der Direktor des VITTEL-Werks in einem Fernsehbericht folgendes zugegeben: „Wir pumpen mehr Wasser ab, als sich auf natürliche Weise regenerieren kann, was dazu führt, dass der Grundwasserspiegel seit 30 Jahren jedes Jahr kontinuierlich sinkt.“?

Dieser Satz wurde aus dem Zusammenhang gerissen. Das „Wir“ bezog sich auf ein kollektives „Wir“, das heisst auf alle lokalen Parteien, die die Wasserressourcen in Vittel nutzen. Nestlé Waters ist einer von mehreren Beteiligten, die der gemeinsamen Quelle „Bonne Source“ (GTI Grundwasserschicht) Wasser entnehmen. Heute entnimmt Nestlé weniger als 20% des Wassers aus der GTI Grundwasserschicht. Wir werden auch zukünftig mit anderen lokalen Akteuren zusammenarbeiten, um zur Wiederherstellung des Gleichgewichts beizutragen.

Gibt es eine direkte Einflussnahme von Nestlé Waters auf die lokale Wasserkommission?

Nein. Die von der Commission Locale de l'Eau (CLE) in Betracht gezogenen Lösungen stammen von einer Arbeitsgruppe, die sich aus Gebietskörperschaften, NGOs, Industrie und Vertretern des Staates zusammensetzt. Nestlé Waters ist nur eines von 46 Mitgliedern und vertritt eine Stimme.

Wie steht Nestlé Waters zum Verein „Vigie de l'eau“?

Nestlé Waters ist seit 30 Jahren in den Vogesen präsent und unterstützt alle Aktivitäten, einschliesslich Vereinsaktivitäten, die mit der Erhaltung der Wasserressourcen oder der Dynamisierung der Vogesen verbunden sind.

Was die Vigie de l'Eau betrifft, so handelt es sich um einen Verein, der für seine Gründlichkeit und sein wissenschaftliches Fachwissen bekannt ist. Aus diesem Grund war es uns, wie anderen öffentlichen oder privaten lokalen Akteuren, wichtig, ihre Ausstellung mitzufinanzieren.

Einige unserer Mitarbeiter und ehemaligen Beschäftigten engagieren sich in Vereinen in der Region Vittel. Ihr Engagement ist rein persönlicher Natur.

Wie reagieren Sie auf die Ergebnisse der Arbeit der französischen Parlamentskommission zur Übernahme von Wasserressourcen durch private Unternehmen?

Nestlé Waters hat in vollem Umfang mit der parlamentarischen Kommission zusammengearbeitet und zu deren Untersuchungen beigetragen, indem es die Arbeitsgruppe empfangen und an der öffentlichen Befragung teilgenommen hat, um die Besonderheiten des Mineralwassergeschäfts und die Rolle des Schutzes und der Förderung von Mineralwasser und dessen Ursprungsgebieten besser verständlich zu machen.

Darf ein Schäfer in der Region Vittel keinen Brunnen bauen?

Dies ist nicht richtig: Die Bohrung dafür muss schlicht bei den lokalen Behörden beantragt und von ihnen genehmigt werden. Wir haben auf diesen Prozess keinen Einfluss. Da die kostenlos zur Verfügung gestellten Weideflächen in einem Wasserschutzgebiet liegen, ist der Bau eines Brunnens relativ aufwändig und wird von den Behörden auch eng überwacht – das ist für einen Schäfer teuer. Die meisten Schäfer in dieser oder anderen Regionen haben übrigens keine eigenen Grundwasserbrunnen auf ihren Weiden, sondern versorgen ihre Tiere mit Tankwagen. Dies ist allgemein üblich.