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Milchprodukte

Milchprodukte sind volumenmässig unser wichtigster Rohstoff. Milch und aus Milch gewonnene Zutaten werden in vielen unserer Produkte verwendet, einschliesslich Milch- und Säuglingsnahrungsprodukten sowie in Eiscreme, Getränken und Süsswaren. Milch ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, da sie grosse Mengen an erstklassigem Protein enthält und auch eine wichtige Quelle von Energie, Kalzium, Magnesium und Phosphor ist sowie viele wichtige Vitamine und Spurenelemente enthält.

91%
2019: 91% der Milchprodukte rückverfolgbar*
86%
2019: 86% der Milchprodukte verantwortlich produziert
99%
2019: 99% der Frischmilch rückverfolgbar*
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2019: 85% der Frischmilch verantwortungsbewusst beschafft

Unsere Milchprodukt-Lieferkette

Unsere Milch kommt aus vielen Ländern der Welt und wird von Kleinbauern, aber auch von professionellen Milchviehbetrieben gekauft. Jedes landwirtschaftliche Umfeld weist unterschiedliche individuelle, regionale oder nationale Merkmale und Herausforderungen auf. Es kann nicht alles über einen Kamm geschert werden.

Die Herausforderungen, mit denen sich jeder Betrieb konfrontiert sieht, können sich auf die Qualität der Milchversorgung sowie auf die verantwortungsbewusste Beschaffung und die ökologische Nachhaltigkeit auswirken. Unser Ansatz stellt jedoch sicher, dass jeder Liter Milch, den wir kaufen, unseren strengen Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie unserem Responsible Sourcing Standard (PDFf, 2,4 MB) entspricht, unabhängig davon, ob der Erzeuger ein Kleinstfarmer mit einer einzigen Kuh oder ein professioneller Familienbetrieb ist.

Um die Herausforderungen zu identifizieren und zu verstehen, mit denen Farmer zu kämpfen haben, und um Lösungen umzusetzen, bewerten wir Praktiken auf Betriebsebene und treiben Massnahmen mithilfe unseres Theory of Change-Modells voran.

Finden Sie heraus, wie die Theory of Change in der Praxis funktioniert..

Unser Ansatz zur nachhaltigen Beschaffung von Milchprodukten

Wir verfolgen zwei komplementäre Ansätze zur nachhaltigen Beschaffung von Milchprodukten: die Initiative Dairy for You und das Kooperationsmodell Sustainable Dairy Partnership.

Unsere Initiative «Dairy for You»

Unsere Initiative «Dairy for You» verfolgt zwei vorrangige Ziele:

  • Unsere Beschaffungsaktivitäten, insbesondere in Bezug auf Milchqualität, Rückverfolgbarkeit, Tierschutz, ökologischen Fussabdruck, Frauen und Jugendliche in der Landwirtschaft kontinuierlich zu verbessern
  • Unsere Erfolge und Fortschritte transparent mit wichtigen Stakeholdern, einschliesslich den Verbrauchern, zu teilen

Diese Initiative umfasst drei Bereiche:

  • Qualität – Rückverfolgbarkeit der Milch und Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit.
  • Landwirtschaft – Unterstützung der Milchbauern, Anwendung bewährter Verfahren und Standards und Verbesserung der Nutztierhaltung.
  • Umwelt – Wassermanagement, Anstreben einer Netto-Null-Zukunft in unserer Wertschöpfungskette für Milchprodukte und Verwendung von recycelbaren oder wiederverwendbaren Verpackungen.

Im Rahmen unserer direkten Milchbeschaffung schulen wir jedes Jahr zahlreiche Farmer und unterstützen sie dabei, mithilfe besserer Praktiken ihre Produktivität und damit auch ihr Einkommen zu steigern. Im Jahr 2019 bezogen mehr als 84 000 unserer Produzenten technische Unterstützung von uns, darunter 8400 Frauen und 1500, die jünger als 30-jährig waren.

Fast 3000 Milchbauern in 12 Ländern nahmen 2019 an unserem Agripreneurship-Programm teil. Agripreneurship zielt darauf ab, die nächste Generation von Landwirten heranzuziehen, dynamische Menschen mit der richtigen Einstellung, die ihre Farmen zu erfolgreichen Unternehmen entwickeln wollen. Mehr als 400 der Milchbauern, die 2019 an unseren Agripreneurship-Aktivitäten teilnahmen, waren jünger als 30.

Partnerschaft für nachhaltige Milchprodukte

Im Jahr 2019 unterstützte Nestlé weiterhin die Entwicklung der Sustainable Dairy Partnership (SDP), einer gemeinsamen Initiative, die eine Änderung beim Nachhaltigkeitsmanagement in der Wertschöpfungskette von Milchprodukten herbeiführen will. Die SDP bietet Kunden und Zulieferern einen optimierten Nachhaltigkeitsansatz, mit dem Milchverarbeiter ihre Fortschritte auf standardmässige Weise melden können. Die SDP basiert auf den 11 Nachhaltigkeitsindikatoren, die im globalen Dairy Sustainability Framework definiert sind. Das Modell enthält auch Tools zur Überprüfung und Berichterstellung.

Die Reife eines Unternehmens bezüglich Nachhaltigkeit umfasst fünf Phasen:

  1. Verpflichtung zur Nachhaltigkeit.
  2. Identifizierung relevanter Themen, Benchmarking und Erarbeitung von Plänen.
  3. Berichterstattung über die Fortschritte.
  4. Überprüfung der Verbesserungen und schrittweise Ausweitung der Nachhaltigkeit.
  5. Übernahme einer Leadership-Rolle im Sektor.

Transparenz

Damit unsere Zulieferer und wir selbst Verantwortung übernehmen und um die branchenweite Transparenz zu fördern, veröffentlichen wir die Listen unserer wichtigsten Zulieferer von Milchprodukten («Tier-1») (PDF, 1 MB) sowie die Liste unserer Frischmilcherzeuger in unserer Lieferkette mit Vermerk des Herkunftslandes.

Einsatz von Technologie zur Unterstützung der Farmer und Transparenz

Die digitale Technologie hat die Kapazität, eine Transformation der Milchindustrie zu bewirken Wir haben die Rückverfolgbarkeit unserer Milch von der Farm bis zur Fabrik mithilfe eines neuen Tools namens Global Milk Solution digitalisiert. Dieses umfasst Gehaltsabrechnung, GPS-Tracking und Routenoptimierung, um Transparenz und Transporteffizienz zu gewährleisten. Wir testen derzeit weitere Funktionen für diese Lösung, einschliesslich der Berechnung der Treibhausgasemissionen pro Betrieb bzw. pro Liter Milch, um den Fortschritt unserer kontinuierlichen Bemühungen zu überwachen.

Parallel dazu testen wir den Einsatz der Blockchain-Technologie, um mehr Transparenz über Herkunfts- und Nachhaltigkeitsdaten zu gewährleisten. 2019 begannen wir unsere Zusammenarbeit mit OpenSC (einer Plattform, die vom WWF Australia und der Boston Consulting Group Digital Ventures gegründet wurde) und einem unserer wichtigsten Milchlieferanten. Es geht darum, die Nutzung von Blockchain zu testen, um Informationen über die Umweltauswirkungen unserer Milchlieferkette in Neuseeland zu quantifizieren, zu verifizieren und die gewonnenen Informationen auszutauschen.

Überwachungspraktiken auf Ebene der Farmen

Basierend auf den Anforderungen führen wir Risikobewertungen der an unserer Lieferkette beteiligten Milchbauern anhand unseres Standards für verantwortungsbewusste Beschaffung (PDF, 2,4 MB) durch. Dabei konzentrieren wir uns auf Tierwohl, Arbeitspraktiken und Umweltauswirkungen. Unsere Farmer werden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern wie SGS bewertet. Seit Beginn unseres Bewertungsprogramms im Jahr 2013 haben wir mehr als 1349 Betriebsbewertungen in 30 Ländern durchgeführt, um Verbesserungsbedarf und -bereiche zu ermitteln. Dank der Beiträge unserer externen Stakeholder können wir anhand der Bewertungen auch Massnahmen zur Sanierung und zum Kapazitätsaufbau identifizieren.

Natürliches Kapital

Verbesserungen bei der Bewässerung

Lesen Sie, wie Nestlé bei der Entwicklung eines kostengünstigen Geräts zur Verbesserung der Bewässerung von Farmland hilft..

In Richtung Netto-Null-Emissionen

Unser jüngstes Klimaschutzversprechen für Netto-Null-Emissionen bis 2050 zwingt uns, nach neuen Innovationen zu suchen, um unsere Emissionen zu kompensieren und zu reduzieren. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, sind Aktivitäten an der Quelle und unter Mitwirkung unserer Zulieferer.

2019 starteten wir ein Pilotprojekt zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz und in Pakistan. Das Projekt umfasste 46 landwirtschaftliche Betriebe in der Schweiz und etablierte Emissionsbenchmarks, anhand derer Reduzierungspläne für die jeweiligen Märkte erstellt wurden. Der Ansatz wird 2020 auf die verbleibenden Märkte ausgeweitet.

Emissionsreduzierung für niederländische und deutsche Milchbauern

2019 lancierten Nestlé und FrieslandCampina, ein Milchingredienzen-Zulieferer, in den Niederlanden und in Deutschland ein zweijähriges Projekt zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen. Ziel des Projekts war es, besser zu verstehen, wie Milchviehbetriebe ihre Ausstossmengen reduzieren können, indem in einem ersten Schritt die von allen gemeinsam genutzten Emissionsquellen ermittelt werden. Dies wurde mithilfe des Carbon Footprint-Monitors von FrieslandCampina erreicht, der die aktuellen Emissionen von der Aufzucht bis zum Verlassen des Milchviehbetriebs ermittelt. Dies umfasst Emissionen aus der Verwendung von eingekauften Waren (wie Futter- und Düngemitteln), aus der Futtermittelproduktion auf dem Bauernhof (einschliesslich aus dem Einsatz von Düngemitteln), von der Kuh (die Methan-Emissionen beim Verdauungsprozess der Kuh), aus der Güllebewirtschaftung und aus der Energienutzung. Das Projekt fordert die Landwirte auf, die Emissionen dort zu reduzieren, wo dies sofort möglich ist, indem sie beispielsweise die Effizienz bei der Verwendung von Gülle als Dünger verbessern und dadurch die Emissionen von Distickstoffoxid zu reduzieren. Die Landwirte werden von Experten unterstützt, damit die Massnahmen die beste Chance auf Erfolg haben.

Nach und nach wurde für alle Betriebe ein Verbesserungsplan ausgearbeitet, in dem die Bereiche aufgezeigt wurden, die die einzelnen Farmer gezielt angehen konnten. In Workshops und individuellen Beratungsgesprächen konnten die Landwirte ihre Pläne in die Praxis umsetzen. Sowohl Nestlé als auch FrieslandCampina erwarten, dass das Projekt im Jahr 2020 weitere Erkenntnisse liefern wird, insbesondere dazu, wie sich einzelne Betriebsmerkmale auf eine effektive Emissionsreduktion auswirken können.

Messung der Kohlenstoffbindung im Boden in europäischen Milchviehbetrieben

Der Internationale Ausschuss für Klimawandel hat eine Methode zur CO2-Abscheidung entwickelt, mit der die Länder über ihre Fortschritte bei der Erreichung der im Pariser Abkommen festgelegten Ziele berichten können. Allerdings ist die Abschätzung der CO2-Abscheidung im Boden auf Ebene lokaler oder individueller Farmen äusserst schwierig. Im Jahr 2018 schlossen sich sieben fortschrittliche Organisationen der Milch- und Rindfleischindustrie in Europa mit wissenschaftlichen Experten für Boden- und Lebenszyklusbewertungen zusammen.

Die Partnerschaft konzentrierte sich speziell auf zwei Aspekte:

  • Entwicklung einer Methodik und Wegleitung auf Farm-Ebene auf der Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.
  • Vermittlung der Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten zum Einsatz effektiver Praktiken für eine Maximierung der CO2-Abscheidung in Abhängigkeit vom Boden, der Landschaft und dem Klima.

Die Partnerschaft zielt darauf ab, Ende 2020 einen Entwurf für eine Methodik zur Bewertung des Lebenszyklus von Milchprodukten und Rindfleisch zu veröffentlichen, bevor der endgültige Ansatz 2021 abgeschlossen und veröffentlicht wird. Im Rahmen dieses Projekts arbeitet Nestlé mit Arla Foods, FrieslandCampina, Fonterra, Danone, Mars und McDonald's zusammen.

Tierwohl

Einhaltung strenger Tierwohlstandards

Wir sind uns der Bedenken bezüglich des Wohls der Tiere bewusst, die für unsere Nahrung gezüchtet werden und anerkennen die Notwendigkeit für nachhaltige Tierproduktionssysteme. Mit unserem Responsible Sourcing Standard (PDF, 2,4 MB) und unserem Nestlé Engagement für das Wohlergehen landwirtschaftlicher Nutztiere (Commitment on Farm Animal Welfare) (PDF, 1,4 MB), tragen wir dazu bei, positive Veränderungen in unseren Lieferketten herbeizuführen.

Wir sind bestrebt, spezifische Praktiken aus unserer globalen Lieferkette zu eliminieren, die nicht mit den international anerkannten Fünf Freiheiten vereinbar sind.

Bei den Milchprodukten setzen wir uns vor allem dafür ein, die folgenden Missbräuche zu beseitigen:

  • Schmerzhafte Praktiken wie Schwanzkupierung, Enthornung und Kastration ohne Anästhesie und Analgesie.
  • Bewegungseinschränkung wie permanente Anbindehaltung.
  • Verantwortungsloser Einsatz von Antibiotika (gemäss Leitlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE).

In den letzten Jahren haben wir beim Konsultationsprozess der Stakeholder zum Business Benchmark on Farm Animal Welfare mitgewirkt, einem globalen Massstab für Tierschutzstandards in Nahrungsmittelunternehmen, das von den gemeinnützigen Organisationen World Animal Protection und Compassion in World Farming. unterstützt wird. Im Bericht des Jahres 2019 (veröffentlicht im Februar 2020) wurde Nestlé für seine Bemühungen zur Verbesserung des Tierwohls anerkannt und zum ersten Mal in der Tier-2-Kategorie eingestuft. Diese setzt voraus, dass das Tierwohl ‹einen integralen Bestandteil der Geschäftsstrategie› ausmacht. Dies ist ein echter Fortschritt gegenüber früheren Jahren, als wir unter Tier-3 eingestuft wurden (‹etabliert, aber noch ausbaufähig›), und ist primär auf die grössere Transparenz zurückzuführen. Erfahren Sie mehr darüber was Nestlé unternimmt, um das Tierwohl in landwirtschaftlichen Betrieben zu verbessern, und lesen Sie unsere dem Thema gewidmeten Fragen und Antworten zum Tierwohl (Nestlé Farm Animal Welfare Questions and Answers) (PDF, 0,3 MB)..

Monitoring des Wohlbefindens der Kühe in Brasilien

Ein Pilotprojekt, das 2019 in Brasilien gestartet wurde, bietet neue Informationen über die Gesundheit und das Wohlbefinden von Milchkühen. Sensoren – das Rinderäquivalent eines Fitbits – werden am Hals der Kühe angebracht und liefern den Landwirten rund um die Uhr Daten über den Zustand und das Verhalten ihrer Tiere: wie viel Zeit sie damit verbringen, sich zu bewegen oder zu ruhen, wann und wie oft sie fressen oder wiederkäuen, ihr Energieniveau, wann sie paarungsbereit sind und mehr. Die Sensoren können sogar potenzielle Gesundheitsprobleme 24 Stunden vor dem Auftreten in der Milch anzeigen (dies ist der Zeitpunkt, in dem der Tierarzt seine Diagnose stellen kann).

Die Sensoren wurden erfolgreich an 1250 Kühen getestet. Diese Technologie reduziert die Stressbelastung der Kühe, was zu grösseren Milchmengen führt und den Farmern mehr Einkommen bringt. Und nicht nur die Bauern können den Fortschritt ihrer Tiere verfolgen. Ein QR-Code auf Milchkartons ermöglicht es den Verbrauchern, die Herden, aus denen die Milch stammt, zu scannen und zu verfolgen und sich zu vergewissern, dass die Kühe gesund und nicht gestresst sind und freien Weidegang haben. Das sind gute Nachrichten für Kühe und Konsumenten.


Offenlegung der Lieferketten-Dokumentation


Damit verbundene Richtlinien