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Wie wir die verantwortungsbewusste Beschaffung umsetzen

Unsere Verpflichtung

Umsetzung der verantwortungsbewussten Beschaffung in unserer Lieferkette und Förderung des Tierwohls

Warum es wichtig ist

Eine sichere Versorgung mit hochwertigen landwirtschaftlichen Zutaten ist für die Nachhaltigkeit unseres Geschäfts von entscheidender Bedeutung. Unser Programm für eine verantwortungsbewusste Beschaffung spielt dabei eine Schlüsselrolle. Es hilft uns zu wissen, woher unsere Zutaten stammen und wie diese hergestellt werden. Es ermöglicht uns, Umwelt- und gesellschaftliche Probleme wie Abholzung, Menschenrechte und Tierschutz anzugehen. Durch verantwortungsvolle Beschaffungspraktiken können wir auf jene Gemeinschaften, mit denen wir zusammenarbeiten, in sozialer und ökologischer Hinsicht eine positive Wirkung ausüben.

NestleandPeople
Was wir tun

Auch 2019 haben wir beim Reporting im Zusammenhang mit dem Einkauf unserer 15 wichtigsten Rohstoffe Transparenz walten lassen. Ebenso haben wir unsere Bemühungen zur Bekämpfung der Entwaldung, zur Förderung der Menschenrechte und zur Gewährleistung des Tierschutzes in unseren Lieferketten weitergeführt. Lesen Sie mehr darüber in unserem Fortschrittsbericht 2019.

2020

Bei unseren Hauptlieferanten stammen über 80% der Gesamtausgaben und des Gesamtvolumens aus geprüften und konformen Quellen

 
In Arbeit
2020

Im vorgelagerten Bereich müssen 80% der Ausgaben und des Volumens unserer priorisierten Kategorien rückverfolgbar sein und 70% aus verantwortungsbewusster Beschaffung stammen

In Arbeit


Was verantwortungsbewusste Beschaffung für Nestlé bedeutet
Unsere Strategie für verantwortungsbewusste Beschaffung

Unsere Strategie für verantwortungsbewusste Beschaffung orientiert sich an unserem Responsible Sourcing Standard (RSS) (PDF, 2,5 MB). Dieser umfasst die gesamte Beschaffung, sei es direkt über unser Farmer Connect Programm oder über unsere Einkaufsabteilung.

Herkunft unserer Rohmaterialien

Über Farmer Connect beziehen wir direkt Lieferungen von Kaffee, Kakao und Milch von mehr als 500 000 Landwirten. Wir bieten Schulungen und Unterstützung für die Farmer, die meistens ländliche Kleinbauern in Entwicklungsländern sind. Unsere Einkaufsmitarbeiter führen vor Ort regelmässig Besuche und Bewertungen anhand unserer RSS-Anforderungen durch.

Die übrigen Lieferungen und alle anderen Rohstoffe werden über unsere Einkaufsabteilung bezogen. Unsere Beschaffungsaktivitäten umfassen die regelmässige Prüfung aller unserer direkten Lieferanten anhand des RSS. Darüber hinaus haben wir 15 Rohstoffe identifiziert, die ein höheres Risiko für Umwelt- und/oder Sozialprobleme mit sich bringen. Diese Risiken werden im Rahmen unseres verantwortungsbewussten Beschaffungsprogramms erfasst. Als erstes nehmen wir eine Kartierung unserer vorgelagerten Lieferketten mit unseren direkten Lieferanten vor und veranlassen eine Bewertung durch Partnerorganisationen wie ProForest und Earthworm Foundation (vormals The Forest Trust).

Verantwortungsbewusste Beschaffung - Definition

Wir messen unsere Fortschritte anhand von zwei zentralen Kennziffern:

Verantwortungsbewusste Beschaffung: Gemäss dem Responsible Sourcing Standard werden unsere Rohstoffe als «verantwortungsbewusst beschafft» eingestuft.

Rückverfolgbarkeit: Abbildung unserer Lieferkette für eine exakte Bestimmung der Herkunft unserer Rohstoffe bis zurück zur einzelnen Farm, Plantage, Fischerei oder einem anderen Ursprungsort.

 

Lieferanten-Einbindung

Verantwortungsbewusste Beschaffung erfordert eine intensive Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Wir erwarten von allen unseren Rohstofflieferanten die Einhaltung der Anforderungen des RSS. Kontrolliert wird dies im Rahmen unseres detaillierten Prüfungsprogramms, das von unabhängigen Partnern durchgeführt wird. Wenn Defizite festgestellt werden, arbeiten wir mit den Lieferanten zusammen, um Aktionspläne zur Schliessung dieser Lücken zu entwickeln und umzusetzen.

Gezielte Interventionen

In vielen Fällen werden Probleme festgestellt, die langfristige, sorgfältig abgestimmte Massnahmen erfordern, wie etwa unser Child Labor Monitoring and Remediation System (CLMRS), das in unserer Kakao-Lieferkette in Côte d'Ivoire und Ghana eingesetzt wird, und unsere Zusammenarbeit mit Verité zur Behebung von Arbeitsrechtsverletzungen in der Fischereiindustrie. Analog dazu nutzen wir das Starling-Satellitensystem zur Bekämpfung der Entwaldung in unseren Lieferketten für Palmöl, Zellstoff und Papier. Solche Interventionen lösen Probleme vor Ort, indem sie die Grundursachen angehen, um eine grössere Wirkung zu erzielen.

Partnerschaften für Erfolg

Um den Wandel voranzutreiben, müssen branchenweit und von allen Stakeholdern Anstrengungen unternommen werden, um Fachwissen und Erfahrungen auszutauschen und bewährte Praktiken in grösserem Umfang einzusetzen. Wir engagieren uns in mehreren Branchenverbänden, darunter das Consumer Goods Forum, das Institute for Human Rights, die Business Leadership Group for Responsible Recruitment und die Responsible Labor-Initiative der Business Alliance. Wir sind beteiligt an Kooperationen mit Interessengruppen wie der Fair Labour Association (FLA) ), der Lenkungsgruppe High Carbon Stock Approach (HCSA), dem Cerrado-Manifest und der Global Coalition for Animal Welfare. Nestlé tritt auch im Dialog mit nationalen und lokalen Regierungen für Veränderungen ein und vertritt diese bei Branchenverbänden und anderen Unternehmen unseres Sektors, um eine echte Transformation herbeizuführen.

Unsere Schwerpunkte

Warum es wichtig ist

Um eine verantwortungsbewusste Beschaffung zu gewährleisten, müssen wir wissen, woher unsere Rohstoffe stammen, damit Lieferanten bewertet und mögliche Probleme identifiziert werden können. Verantwortungsbewusste Beschaffung muss auch transparent sein. Um echten Fortschritt zu ermöglichen, ist auch eine branchenweite Rechenschaftspflicht erforderlich.

Was wir tun

Transparenz der Lieferkette für unsere Zutaten

Wir sind überzeugt, dass die Deklarierung von Zulieferern und anderen Informationen über die Beschaffung von sensiblen Zutaten unerlässlich ist, um Fortschritte zu demonstrieren. Aus diesem Grund haben wir die Liste der Lieferanten und der Liefermengen für unsere 15 wichtigsten Rohmaterialien veröffentlicht.

Erhöhung der Transparenz durch innovative Technologie

Nestlé ist eine bahnbrechende Partnerschaft eingegangen mit OpenSC, einer vom WWF Australia und der Boston Consulting Group Digital Ventures gegründeten innovativen Blockchain-Plattform. Diese Technologie erlaubt es Konsumenten, ihre Lebensmittel bis zur ursprünglichen Farm zurückzuverfolgen. Die Plattform bietet jedermann von überall her Zugriff auf Nachhaltigkeits- und Lieferkettendaten. Das Pilotprojekt aus dem Jahr 2019 verfolgte Milch von Produzenten in Neuseeland bis in die Nestlé-Fabriken und -Lager im Nahen Osten. Nestlé ist das erste grosse Nahrungsmittel- und Getränkeunternehmen, das die Open Blockchain-Technologie auf diese Weise pilotiert.

Warum es wichtig ist

Land, Boden, Bäume und Wasser sind essentielle Ressourcen in allen Lebensräumen, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen. Wir verpflichten uns, diese natürlichen Ressourcen für alle Menschen zu schützen, deren Existenz davon abhängt. Wir arbeiten in Kooperation mit anderen Akteuren daran, diese Lebensräume zu bewahren, die Wasserressourcen zu teilen, die Abholzung in unserer Lieferkette zu eliminieren, die Bodenbewirtschaftung zu verbessern, die Ozeane zu schützen und die biologische Vielfalt zu erhalten.

Was wir tun

Bekämpfung der Abholzung

Zusammen mit unseren Partnern Airbus und der Earthworm Foundation haben wir 2019 begonnen, das Starling-Satellitensystem zur Überwachung von 100% unserer globalen Palmöl-Lieferketten einzusetzen. Diese Technologie hat die Art und Weise, wie wir mit Abholzungsrisiken in unserer Palmöl-Lieferkette umgehen, insofern verändert, als wir uns jetzt einen präzisen Einblick in die komplexen Entwaldungsmuster in den Palmöl produzierenden Gebieten verschaffen können. Wir sehen heute, wo Abholzung stattfindet, was die Auslöser und wer die möglichen Beteiligten sind. Wir verwenden diese Informationen, um Abholzungsfälle und -risiken zu identifizieren und die notwendigen Massnahmen innerhalb unserer Lieferkette zu priorisieren.

In unserer Zellstoff- und Papierlieferkette nutzen wir Starling, um festzustellen, wo Waldverluste zur Abholzung und Degradierung von Wäldern mit hohem Naturschutzwert führen. Im Verlauf des ganzen Jahres 2019 haben wir diese Technologie in vier priorisierten Landschaften an unseren bevorzugten Beschaffungsstandorten - Nordwestrussland, Südosten der USA, Britisch-Kolumbien in Kanada und Sumatra - getestet, um Basiskarten der Arten von Waldbedeckung zu entwickeln. Die anschliessende Überwachung von Veränderungen der Waldbedeckung beginnt 2020.

Unsere Lieferanten arbeiten jetzt mit den Mühlen zusammen, die möglicherweise mit der Abholzung in Verbindung gebracht werden können, und wir erhöhen die Ressourcen für eine genaue Überprüfung und das Engagement vor Ort.

Wir gehen davon aus, dass bis Ende 2020 90% unserer Rohstoffe «abholzungsfrei» sind, im Vergleich zu 77% im April 2018. Wir werden weiterhin mit Kleinbauern und Grosslieferanten zusammenarbeiten, um die verbleibende Lücke bis zur 100%-Marke im Verlauf der nächsten drei Jahre zu schliessen.

Lesen Sie mehr über unsere Arbeit zur Bekämpfung der Abholzung.

Zusammenarbeit für den Erhalt naturnaher Landschaften

Beim Erhalt naturnaher Landschaften geht es darum, konkurrierende Anforderungen an die Landnutzung so miteinander in Einklang zu bringen, dass das Wohlergehen und der Lebensunterhalt der Menschen, das Management der natürlichen Ressourcen und andere Umweltaspekte berücksichtigt werden. Dieses Ziel beinhaltet komplexe und vielfältige Faktoren, die zahlreiche Themen miteinbeziehen - nicht nur den Schutz von Bäumen, sondern auch Gewässerschutz, Lebensmittelproduktion, Beweidung durch Tiere, Klimawandel und Vieles mehr.

Die Lösung derart komplexer Probleme kann nicht im Alleingang erfolgen. Es sind auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene gemeinsame Massnahmen erforderlich. Aus diesem Grund beteiligt sich Nestlé an öffentlichen Kooperationen zwischen privaten Unternehmen, Produzenten und Abnehmern sowie Nichtregierungsorganisationen, um die Landschafts- und Abholzungsprobleme gemeinsam anzugehen. Beispielsweise steht die Abholzung im Zusammenhang mit der Sojaproduktion bei vielen Nichtregierungsorganisationen und auch in den Medien immer mehr im Vordergrund. Besonders prekär ist das Problem in der brasilianischen Cerrado-Region, einem der wichtigsten Ökosysteme der Welt. Nestlé hat eine Unterstützungserklärung für das Cerrado-Manifest unterzeichnet, mit dem die Abholzung in dieser Region gestoppt werden soll.

In ähnlicher Weise arbeiten wir in Sumatra, Indonesien, mit anderen Marken und Zulieferern an zwei Initiativen für eine nachhaltige Landnutzungsplanung in den Herkunftsgebieten unseres Palmöls, während wir in Côte d'Ivoire und Ghana mit der Cocoa and Forests Initiative zusammenarbeiten.

Warum es wichtig ist

Nestlé lehnt alle Formen von Menschenrechtsverletzungen ab, einschliesslich Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche andere Formen von Menschenrechtsverletzungen. Indem wir Massnahmen zur Achtung und Förderung der Menschenrechte in unseren Lieferketten ergreifen, können wir dazu beitragen, das Leben der am stärksten gefährdeten Menschen der Welt zu verändern und zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung beizutragen.

Was wir tun

Bekämpfung der Kinderarbeit

Zur Bekämpfung der Kinderarbeit in unserer Kakao-Lieferkette in Côte d'Ivoire und Ghana haben wir unser CLMRS entwickelt. Auf diese Weise können wir die Ursachen und Vorfälle von Kinderarbeit identifizieren und Abhilfemassnahmen in der gesamten Gemeinschaft sowie auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen einführen. 2019 haben wir unseren zweiten Bericht (PDF, 5,7 MB) über Kinderarbeit in unserer Lieferkette veröffentlicht. Erfahren Sie mehr über unsere Engagements in Bezug auf die Ausmerzung von Kinderarbeit.

In unserer Haselnuss-Lieferkette führte unser Partner, die Fair Labour Association, eine soziale Folgenabschätzung (Social Impact Assessment, SIA) durch. Sie stützte sich auf unsere früheren Audits, die zwar die Probleme identifizierten, nicht jedoch die eigentlichen Ursachen. Die SIA lieferte wertvolle Informationen darüber, was für Verbesserungen notwendig waren. In der Folge arbeiten wir jetzt mit drei Lieferanten zusammen, um gezielte Massnahmen umzusetzen, z. B. für Kinder Zugang zu Bildung und sichere Aufenthaltsorte, wenn die Eltern arbeiten. Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Bezug auf die Haselnuss-Lieferkette.

Verantwortungsbewusste Rekrutierung

Zwangsarbeit ist in vielen landwirtschaftlichen Lieferketten nach wie vor ein inhärentes Problem, wobei die Bindung am einen Arbeitsvermittler in folge Verschuldung am weitesten verbreitet ist. In vielen Teilen der Welt tragen Arbeiter - insbesondere Migranten - häufig die Kosten, die mit einer Arbeit einhergehen, etwa Reisekosten, Visa und Krankheitskosten. Die Arbeiter verschulden sich, um diese Kosten zu bezahlen, und stellen dann fest, dass sie aus ihrem Lohn gerade einmal die Zinsen für die Schulden zahlen können, während der Schuldenbetrag sie permanent in einer Situation gefangen hält, über die sie keine Kontrolle haben. In vielen Fällen werden ihnen die Pässe abgenommen, bis die Schulden beglichen sind.

Wir haben 12 Prüfer gesponsert, um an Verités viertägigem Ethical Recruitment Auditor-Workshop in Malaysia teilzunehmen. Ziel dieser Schulung war es, die Kompetenzen des Bewertungsteams bei der Ermittlung des Risikos von Zwangsarbeit auf den Reisewegen von Wanderarbeitern auszubauen. Der Schwerpunkt lag auf dem Rekrutierungsprozess, da die Risiko-Indikatoren bei der Bewertung von Arbeitsplätzen leicht übersehen werden. Unter den Schulungsteilnehmern waren fünf interne Gutachter unserer direkten Palmöllieferanten, die Nachhaltigkeitsbewertungen der Praktiken ihrer Zulieferer (Nestlés vorgelagerte Lieferkette) durchführen; fünf externe Prüfer unserer NGO-Partner, die unabhängige Bewertungen in unseren Lieferketten vornehmen; und zwei Prüfer, die Ethical Trade Audits für Sedex-Mitglieder und Roundtable-Audits zu nachhaltigem Palmöl bei unseren Lieferanten durchführen.

Verbesserung des Zugangs zu Beschwerdeverfahren

In Zusammenarbeit mit der Sime Darby Plantation (SDP) in Malaysia haben wir ein Projekt zur Beseitigung von Menschenrechts- und Arbeitsrechtsverletzungen in unserer gemeinsamen Lieferkette für Palmöl erprobt. Eine von ELEVATE und der Responsible Business Alliance gemeinsam entwickelte, stark verbesserte Hotline ermöglicht es den Arbeitnehmern, über Arbeitsbedingungen, Einstellungen, Sicherheit und andere Arbeitsprobleme zu berichten.

Diese robuste Hotline ist die erste ihrer Art im Palmölsektor und nutzt die hochmoderne Laborlink-Umfrageplattform für mobile Arbeitnehmer von ELEVATE, mit der das tatsächliche und potenzielle Menschenrechtsrisiko bewertet, Risikominderungspläne vorgelegt und die Wirksamkeit der ergriffenen Massnahmen verfolgt werden sollen. Dank technologiebasierter Kommunikationskanäle können Mitarbeiter ihre Anliegen über ihre bevorzugten Kanäle äussern, darunter SMS, Facebook Messenger und eine gebührenfreie Nummer, die während der Hauptanrufzeiten sieben Tage die Woche verfügbar ist. Die angesprochenen Probleme werden anhand von klaren Protokollen behandelt, wobei auf eine Nachverfolgung und Lösung von Problemen geachtet wird. Ziel ist es, das Risiko von Menschenrechts- und Arbeitsrechtsverletzungen signifikant zu verringern, indem den Arbeitnehmern die Möglichkeit gegeben wird, Probleme speziell geschulten Helpline-Mitarbeitern zu melden.

Das einjährige Pilotprojekt im Jahr 2019 umfasste 24 Ölmühlen und Plantagen sowie 5909 Mitarbeiter in der Lieferkette der SDP. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen soll die Hotline gestärkt und schrittweise in der SDP eingeführt werden. Wir beabsichtigen, den Zugang zum System auf die malaysische Palmölindustrie allgemein ausweiten.

Anwendung neuer Technologien zur Unterstützung von Fischereiarbeitern

Zusammen mit unseren Partnern, dem Issara-Institut, setzen wir neue Technologien und Innovationen ein, um Menschenhandel und Zwangsarbeit in der thailändischen Fischereiindustrie zu bekämpfen. Mitarbeiter in unserer Lieferkette haben Zugriff auf die Golden Dreams-Smartphone-App von Issara, mit der sie ihre Meinung zu Arbeitgebern und Arbeitsvermittlern äussern und ihre Erfahrungen mit anderen Mitarbeitern austauschen können. Eine Bewertungsfunktion hilft den Arbeitern, fundiertere Entscheidungen zu treffen und Unternehmen in der Lieferkette auf potenzielle Missbräuche sowohl in der Rekrutierungsphase als auch am Arbeitsplatz aufmerksam zu machen. Benutzer der App können auch auf die neuesten Informationen zu ihren gesetzlich verbrieften Rechten sowie auf Krankenhäuser und Unterstützungsorganisationen wie NGOs zugreifen.

Golden Dreams sensibilisiert die Arbeitnehmer nicht nur in Bezug auf ihre Rechte, sondern trägt auch dazu bei, die Transparenz in der gesamten Lieferkette zu erhöhen und das Verständnis unserer Lieferanten für die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Verbesserung der Lebensgrundlagen und Lebensbedingungen der Arbeiter

Unser Partner Earthworm Foundation hat mit den Einrichtungen eines unseres Lieferanten (eine Mühle und eine Farm) in Indonesien zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass Löhne und Arbeitszeiten den Vorschriften entsprechen und die Lebensbedingungen der Arbeiter verbessern. Infolge des Projekts wurden die Arbeiterwohnungen renoviert und verbessert. In Häusern mit 60 Familien wurden Klärgruben installiert und Brunnen bereitgestellt, die 62 Familien mit sauberem Wasser versorgen. Darüber hinaus wurden 411 Plantagenarbeiter mit einer persönlichnr Schutzausrüstung ausgestattet und für 90 Schüler der Transport in die Schule sichergestellt. Den Arbeitern wurde das Recht zugestanden, sich der Gewerkschaft anzuschliessen.

Warum es wichtig ist

Wir glauben, dass die besten Erzeugnisse von solchen Tieren stammen, die mit hohen Tierschutzstandards und -praktiken aufgezogen werden. Nestlé ist der Überzeugung, dass sich solide Normen für den Schutz von Tieren sowohl direkt als auch indirekt auf die Lebensmittelsicherheit und -qualität auswirken.

Was wir tun

Eier aus Bodenhaltung

Wir haben 2019 gute Fortschritte bei unserer Verpflichtung gemacht, in Europa nur «käfigfreie» Eier zu beziehen, und sind auf Kurs, unser Ziel von 100% bis Ende 2020 zu erreichen. Wir arbeiten mit der Global Coalition for Animal Welfare zusammen, um zu ermitteln, wie sich dieses Engagement auf den Rest der Welt ausweiten lässt.

Tierwohl

In Brasilien haben wir eine Studie namens CowSense gestartet, in der fortschrittliche Sensoren verwendet werden, um die Gesundheit, Aktivitäten und das Wohlbefinden von Kühen rund um die Uhr zu überwachen. Die Daten werden dazu beitragen, die Landwirte über das Verhalten und die Gesundheit ihrer Tiere zu informieren. Mehr dazu online

Im November haben wir mit unseren wichtigen Zulieferern einen «Supplier-Tag» veranstaltet, um die Änderungen zu besprechen, die zur Verbesserung der Normen für das Wohlbefinden von Masthühnern erforderlich sind. Für 2020 ist eine Zusammenarbeit mit Einzelhändlern geplant, um zu sehen, wie der Übergang zu strikteren Haltungsstandards bis 2026 beschleunigt werden kann.