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Nestlé bekämpft das Abholzen von Wäldern

Wenn Bäume und Felder Synergien schaffen
Das Pflanzen von Bäumen inmitten von Feldern liegt im Trend. Das organische Material der Blätter und Wurzeln reichert den Boden an und nährt die Pflanzen. Es ist kein systematisches Düngen mehr nötig, da die Natur dies selbst tut. Bäume bringen zudem Insekten auf die Felder zurück, die die Schädlinge fressen, gegen die der Landwirt gewöhnlich mit Pestiziden vorgeht. Der Anbau von Nutzpflanzen mit Bäumen verbessert offensichtlich die Biodiversität.

Diese landwirtschaftliche Praxis erlebt derzeit ein grosses Comeback. Obwohl die Koexistenz von Bäumen und Bodenbewirtschaftung keine neue Erfindung ist, stösst sie neu auf Begeisterung, seit der Klimawandel weltweit zu einem kritischen Thema wurde. Studien zeigen, dass der Boden in Feldern mit Bäumen mehr Kohlendioxid speichert, was deren Emissionen in die Atmosphäre verringert. Und die Reduzierung der Netto-CO2-Emissionen ist letztlich bei der Bekämpfung des Klimawandels zentral. Daher ist die Agroforstwirtschaft, d. h. die Kombination von Bäumen und manchmal auch Vieh auf bewirtschafteten Feldern, über die Erlaubnis zur Wiederaufforstung hinaus, ein sehr wirksames Mittel zum Schutz der Umwelt. Die Kakaobauern in Côte d'Ivoire haben dies verstanden. In den letzten Jahren begannen sie, wieder Bäume auf Kakaofeldern zu pflanzen, um Schatten zu spenden, wenn es immer heisser wird, und um die Qualität des Bodens zu verbessern. Sie sind überzeugt, dass sich diese Strategie langfristig auszahlen wird, indem sie dazu beiträgt, den Ertrag ihrer Plantagen auf umweltfreundliche Weise zu steigern. Auf diese Weise hoffen sie, künftig weniger für die Abholzung kritisiert zu werden. Sie wollen vielmehr zeigen, dass Kakao und Wald Hand in Hand gehen können. Mehr dazu in diesem Video.

Wenn Kochen tötet!
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr 3 Millionen Menschen an den giftigen Dämpfen, die beim traditionellen Kochen entweichen. So kocht man in einigen Regionen der Welt Lebensmittel auf Holzästen, die zwischen drei Steine gelegt werden, und bei deren Verbrennung viel Wärme und schädliche Dämpfe entstehen. Der WHO zufolge entspricht eine längere tägliche Exposition gegenüber diesen Dämpfen dem Rauchen von zwei Schachteln Zigaretten pro Tag!

In Côte d'Ivoire nutzen rund 93 % der Landbevölkerung Holz als Brennstoff im Haushalt. Das Kochen von Lebensmitteln über offenem Feuer, das stark umweltbelastend ist, gehört jedoch auch zu den Gewohnheiten vieler Familien, die in städtischen Gebieten leben.

Diese Praktiken haben schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Frauen und ihrer Kinder (im Alter von 0 bis 5 Jahren), die beim Kochen an ihrer Seite sind. Eine WHO-Studie aus dem Jahr 2009 zeigt auf, dass in Côte d'Ivoire 22 000 Todesfälle pro Jahr auf das Einatmen von Rauch aus traditionellen Haushalten zurückzuführen sind. Darüber hinaus leiden viele Menschen an Lungenentzündung und anderen Atemwegserkrankungen.

Die traditionellen Kochstellen stellen ein echtes Problem für die öffentliche Gesundheit, aber auch eine grosse Herausforderung für die Umwelt dar. Tatsächlich verbrauchen sie sehr viel Brennholz, während die Nutzung von Brennholz – neben der Landwirtschaft – eine der Hauptursachen für die Entwaldung darstellt.

Um all diese Probleme anzugehen, gibt es sauberere und effizientere Kochgeräte, die eine bessere Verbrennung fördern und die Wärme beim Kochen länger speichern. Dabei handelt es sich um verbesserte Öfen, deren Hauptvorteil ein geringerer Brennholzverbrauch ist, und die zu weniger Rauch, weniger Gesundheitsproblemen und weniger Zeitaufwand beim Holzsammeln führen.

Diese neueren, schnelleren und wirtschaftlicheren Kochlösungen werden in der Regel aus lokal verfügbaren Materialien und unter Berücksichtigung der lokalen Kochgewohnheiten hergestellt. So werden Arbeitsplätze geschaffen, und Frauen stehen an vorderster Front, um möglichst viele Menschen über den Nutzen nachhaltiger Kochmethoden für Gesundheit und Umwelt zu informieren.

Überall auf der Welt hat es sich gezeigt, dass ein verbesserter Ofen, der jeden Tag richtig eingesetzt wird, es jedem Haushalt ermöglicht, mindestens einen Hektar Wald pro Jahr einzusparen und die Emission von 2 bis 4 Tonnen C02 in die Atmosphäre zu vermeiden. Mehr dazu in diesem Video.