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Soziale und ökologische Verantwortung

Aus Überzeugung stellen wir uns der sozialen und ökologischen Verantwortung, die sich mit der Herstellung unserer Produkte für Nestlé ergeben:

  • Wasser ist ein Menschenrecht.
  • Wir fördern den Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung dort, wo sie nicht selbstverständlich sind.
  • Wir engagieren uns für einen nachhaltigen, verantwortungsvollen Umgang mit den Wasserressourcen und arbeiten dabei mit allen lokalen Akteuren zusammen.
  • Wir betreiben mit vielfältigen Initiativen einen wirksamen Quellschutz für die Ressource Wasser.
  • Wir verbessern unsere Ökobilanz im Umgang mit Wasser und entwickeln innovative Modelle für mehr Wassereffizienz.

Das Wasser auf der Welt und seine Nutzung

71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Doch 97% der weltweiten Wassermenge sind für den Menschen ungeniessbar, weil es sich um Salzwasser handelt. Süsswasser ist zu grossen Teilen nicht verfügbar, weil es im Eis der Arktis und Antarktis gespeichert ist.

Für die Trinkwasserversorgung können Oberflächengewässer aufbereitet werden, die wichtigste Süsswasserquelle ist allerdings das Grundwasser. Doch auch Grundwasser ist nicht überall in grossem Ausmass vorhanden: Die Verfügbarkeit ist lokal unterschiedlich, in manchen Teilen der Welt besteht kein ausreichender Zugang.

Ausserdem: Die globale Nachfrage nach Wasser steigt. Das Bevölkerungswachstum, die wirtschaftliche Entwicklung und ein verändertes Konsumverhalten sind einige der Gründe dafür, dass in vielen Regionen der Erde die Grundwasservorkommen mittlerweile bedroht sind. Verschärft wird die Lage durch Wasserverschmutzung infolge von Landwirtschafts-, Industrie- und Haushaltsabwässern.

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Nur 0,0009 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs entfallen auf Nestlé – zur Herstellung von Nahrungsmitteln und zur Abfüllung von Trinkwasser in Flaschen. Lokale Anspruchsgruppen tragen einen grossen Teil zum Wasserverbrauch bei, deshalb müssen sie bei der Suche nach Lösungen systematisch einbezogen werden.

Als weltgrösster Lebensmittelhersteller sehen wir uns aber ohne Frage in der Verpflichtung, den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser zu fördern und aktiv mitzugestalten. Dabei orientieren wir uns an den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und prüfen, wo immer wir Wasser nutzen wollen, ökologische und soziale Wasserrisiken und handeln entsprechend.

Unser Engagement zur Förderung des Zugangs zu Trinkwasser und Sanitärversorgung (WASH)

Wasser ist ein Menschenrecht. In diesem Sinne unterstützen wir unsere Mitarbeiter, die Menschen an den Standorten unserer Werke und die Gemeinschaften, zu denen wir über unsere Lieferkette indirekt in Kontakt sind. Nestlé engagiert sich weltweit für den Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH = Access to safe Water, Sanitation and Hygiene).
Dies umfasst entsprechende Verpflichtungen am Arbeitsplatz oder auch unsere Zusammenarbeit mit der internationalen Föderation der Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften.

Erst das Zusammenspiel aus der Einhaltung strenger Richtlinien im Umgang mit Wasser, einer multilateralen globalen Zusammenarbeit sowie lokalen Kooperationen mit den Menschen vor Ort und regionalen Stakeholdern kann den vielfältigen Herausforderungen angesichts der Wasserproblematik gerecht werden. Nestlé geht diesen Weg mit Tatendrang und Einsatz – und voller Verantwortung.

Hier erfahren Sie mehr

Zertifizierung nach Alliance for Water Stewardship Standard (AWS) und andere Wasserinitiativen und –partnerschaften

Die Zertifizierung nach dem Standard der Alliance for Water Stewardship (AWS) ist ein wichtiger Schritt, um konkrete Massnahmen zum nachhaltigen Wassermanagement mit den relevanten Akteuren in einem Wassereinzugsgebiet anzugehen.

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Die Alliance for Water Stewardship (AWS) wurde im Jahr 2014 von führenden Industrieunternehmen, staatlichen Einrichtungen, wissenschaftlichen Institutionen und renommierten Umweltschutzorganisationen wie dem „World Wildlife Fund“ ins Leben gerufen. Zusammen wurde der weltweit erste internationale Standard entwickelt, der den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser anhand sozialer, umweltbezogener und ökonomischer Kriterien misst.

Der Standard stellt einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser nach bestem Wissen und Gewissen sicher. Er geht bewusst über die Fabrik hinaus und fördert im gesamten Wassereinzugsbereich Transparenz und Zusammenarbeit zum Schutz des Wassers.

Dabei geht es, neben der effizienten Wassernutzung, auch um eine nachhaltige Wasserbalance der Quellen und um die Funktionsfähigkeit angrenzender Biotope. Unser Werk in Sheikhpura, Pakistan war das erste, das zertifiziert wurde. Dank dem Standard konnte es im Jahr 2016 rund 28 Millionen Liter Wasser einsparen.

Bisher sind rund 30 unserer Werke zertifiziert (Stand: Sommer 2020), bis 2025 wollen wir alle Abfüllstandorte nach diesem globalen Standard zertifizieren.

Hier erfahren Sie mehr über die AWS-Zertifizierung sowie unsere wichtigsten Wasserinitiativen und –partnerschaften.

Schutz von Quellen und Wassereinzugsgebieten

Wir bei Nestlé engagieren uns darüber hinaus schon aus eigenem Interesse seit Jahren für langfristige und gemeinschaftliche Lösungen auf lokaler Ebene.

In der Region um Henniez im Westschweizer Broye-Tal stimulieren wir im Programm ECO-Broye seit über zehn Jahren verschiedene Projekte mit den lokalen Partnern, um Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang zu bringen. Der Grund ist einfach: Gutes Wasser beginnt mit einer gesunden Natur.

Mineralwasser entsteht aus Regen, der durch Gesteinsschichten sickert, dabei natürlich gefiltert und mit Mineralien angereichert wird. Am Ende dieser jahrelangen Reise sammelt sich das Mineralwasser in unter irdischen Quellen. Es muss unbehandelt direkt am Quellort abgefüllt werden und eine konstante Mineralisierung aufweisen. Jedes natürliche Mineralwasser hat deshalb einen einzigartigen Geschmack und eine eigene Identität.

Für den Schutz des Wassers ist der Boden zentral. Wiederum gilt: Niemand kann das Wasser allein bewirtschaften oder schützen. Deshalb arbeiten wir in Henniez mit Landwirten, Förstern, Experten sowie den lokalen Behörden und Unternehmen zusammen, um das Wasser und damit die Natur zu schützen.

Hier erfahren Sie mehr über unser Programm ECO-Broye:

Die Ökobilanz im Umgang mit Wasser verbessern

Langfristig wollen wir die Umweltauswirkungen unserer Betriebe auf null reduzieren. Das setzt auch voraus, dass wir mit Wasser so sparsam wie möglich umgehen.

Wasser ist für unser Unternehmen unentbehrlich. Wir brauchen es für den Anbau unserer Rohstoffe und den Betrieb unserer Werke. Und natürlich benötigen es unsere Konsumenten für die Zubereitung von Nahrungsmitteln und Getränken.

In den vergangenen 10 Jahren (2010-2019) konnten wir die Wasserentnahme weltweit pro Tonne Produkt um 31 Prozent reduzieren, in der Schweiz sogar noch etwas mehr, um über 32 Prozent.

Hier erfahren Sie mehr darüber.