Die Ernährungspreise von Nestlé Schweiz gehen 2017 an drei junge Forscherinnen

Die hoffnungsvollen Wissenschaftlerinnen wurden am Freitag 11. August in Bern anlässlich der nationalen Fachtagung der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung mit dem Ernährungspreis der Nestlé Schweiz 2017 ausgezeichnet. Nestlé Schweiz unterstützt damit Forschungsprojekte in den Bereichen Ernährung und Prävention.

Für ihre Crossover-Studie zur Bestimmung des durchschnittlichen täglichen Jodbedarfs im Säuglingsalter erhielt Susanne Dold, Forscherin am Labor für Humanernährung der ETH Zürich, den mit 15'000 CHF dotierten Wissenschaftspreis. Die in dieser Arbeit präsentierten Daten zeigen, dass der Jodbedarf von 2 bis 5 Monate alten Säuglingen 70 μg/Tag beträgt. Mit einer Zugabe zum Aufbau des Jodspeichers der Schilddrüse können zum ersten Mal ein durchschnittlicher Tagesbedarf von 72 μg und eine empfohlene Tagesdosis von 80 μg vorgeschlagen werden.

Der mit 7'500 CHF dotierte Preis für junge Forscherinnen und Forscher ging dieses Jahr an Alicia Marti und Elisabeth Guadagnolo. In ihrer Bachelor-Arbeit an der Haute école de santé in Genf haben die beiden untersucht, welche Kriterien besser geeignet sind, um die an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel einzuschränken – jene der Weltgesundheitsorganisation WHO oder jene von Swiss Pledge, der freiwilligen Selbstverpflichtung der Industrie. Swiss Pledge erwies sich als weniger streng als das WHO-Modell; deshalb ist das WHO-Modell aus Sicht der Forscherinnen besser geeignet, um die gewünschte präventive Wirkung zu entfalten.