Eine neue Biogasanlage beim Werk Konolfingen hilft Nestlé Suisse, die CO2-Emissionen bis 2020 um 50% zu senken

Dez 6, 2016

Konolfingen/Henniez/Saxon, 5. Dezember 2016 – Nestlé Suisse hat sich im Umweltbe-reich ambitionierte Ziele gesetzt. So sind die CO2-Emissionen von 2010 bis 2020 um 50% zu reduzieren und die Werke wo möglich mit erneuerbaren Energien zu betreiben. In Konolfingen wurde unlängst die Baubewilligung für eine Biogasanlage erteilt. Nach der grössten landwirtschaftlichen Biogasanlage der Schweiz bei den Abfüllanlagen von Henniez und der Plus-Energie-Fabrik der Mineralwasserquelle Cristalp in Saxon ist dies ein weiterer Meilenstein in der Umweltstrategie von Nestlé Suisse.

Nestlé will die CO2-Emissionen in den Arbeitsprozessen in der Schweiz bis Ende 2020 um 50% reduzieren und seine Produktionsstandorte wo möglich mit erneuerbaren Energien be-treiben. Um dieser Vision einen weiteren Schritt näher zu kommen, wird beim Nestlé-Werk in Konolfingen eine Biogasanlage gebaut. Das Biogas wird aus einer Nährlösung produziert, die bei der probiotischen Bakterienproduktion für Babynahrung entsteht und die das Werk heute als Abfall abführen muss. Durch die Vergasung in der Fabrik entfallen die Transporte, was die CO2-Emissionen ein erstes Mal senkt. Das produzierte Biogas wird in Wärme umgewandelt, in der Fabrik als Prozesswärme verwendet und ersetzt fossiles Erdgas, was die CO2-Emissionen weiter senkt. Nestlé rechnet mit einer Energiemenge von 2 Mio. kWh/Jahr, was etwa dem Heizbedarf von 200 Haushalten entspricht. Bei dieser Biogasanlage handelt es sich um eine Pionieranlage mit zukunftsweisender Bauweise: Dank neuartiger Prozessführung erreicht sie einen um 20% höheren Energieertrag als herkömmliche Biogasanlagen, und durch die Nutzung des Biogases vor Ort steigt der Wirkungsgrad noch einmal. «Wir erwarten einen reduzierten CO2-Ausstoss von 400 Tonnen pro Jahr, was dem Durchschnittsausstoss von 180 Autos entspricht», sagt Guido Sutter, Chefingenieur von Nestlé Suisse. «Damit ma-chen wir einen weiteren Schritt in Richtung unserer Vision einer Reduktion der CO2-Emissionen um 50%.»

Der Kanton Bern hat den Bau der Biogasanlage am 31. Oktober bewilligt. Die Realisierung wird noch dieses Jahr in Angriff genommen.

Grösste landwirtschaftliche Biogasanlage der Schweiz bei Henniez

Bereits im Juni dieses Jahres hat Nestlé direkt neben den Abfüllanlagen von Henniez in Trei-ze-Cantons VD die grösste landwirtschaftliche Biogasanlage der Schweiz eröffnet. Die vom Stromversorger Groupe E Greenwatt finanzierte, erbaute und betriebene Anlage nutzt jährlich 23 000 Tonnen Hofdünger aus 27 Landwirtschaftsbetrieben der Region. Zusätzlich werden 3800 Tonnen organische Abfälle aus den Produktionsprozessen von Nespresso und Nescafé zu Biogas verarbeitet. Das Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk in 4 Mio. kWh Strom und 4,5 Mio. kWh Wärme pro Jahr umgewandelt. Nestlé verwendet einen Teil der Wärme in ihren Abfüllanlagen, damit steigt der Anteil erneuerbarer Energie des Werks bei der Wärme auf über 40%. Weil die Biogasanlage bei Nestlé und bei Dritten Energie aus fossilen Quellen er-setzt, verhindert sie insgesamt den jährlichen Ausstoss von 1750 Tonnen CO2 in die Atmo-sphäre. Aus dem Prozess geht ein hochwertiges Düngemittel hervor, das die Partnerlandwirte erhalten. Dank der Methangas-Extraktion während der Biogaserzeugung ist das Düngemittel beim Ausbringen geruchlos, es hat einen sehr hohen Nährwert und wird von den Pflanzen besser aufgenommen als Mineraldünger. Ausserdem entspricht es den Kriterien sämtlicher gängiger Bio-Label.

Nach der Umsetzung mehrerer Projekte zugunsten der Biodiversität setzt die Biogasanlage den Schlusspunkt unter die Aktivitäten des Programms ECO-Broye im Bereich erneuerbare Energien. Nestlé hatte das Programm im Jahr 2009 lanciert, um den Schutz der natürlichen Ressourcen von Henniez sowie der Region zu fördern und zu koordinieren, indem Landwirte, Behörden und weitere zentrale Akteure in gemeinsame Projekte eingebunden werden.

Zu 100% mit erneuerbaren Energien betriebene Anlage bei Cristalp

Seit Oktober 2014 verzichtet Nestlé bei der Produktion von Mineralwasser der Marke Cristalp in Saxon VS vollkommen auf fossile Energien. Das Wasser der Quelle tritt mit einer Tempe-ratur von knapp 25°C zutage und wird über ein Wärmepumpensystem als zu 100% erneuer-bare Energiequelle genutzt. Zweite Wärmequelle ist eine Pellet-Heizanlage. Über ein Fern-wärmenetz werden mehrere Gebäude der Gemeinde, die Abfüllanlage für Cristalp sowie der Komplex «Des Sources», der ein Hotel sowie ein Alters- und Pflegeheim umfasst, mit Wärme versorgt. In diesem Bereich wurde der CO2-Ausstoss um 130 Tonnen jährlich reduziert. Der Strombedarf wird zu 100% durch Wasserkraft abgedeckt. Das ermöglicht eine zusätzliche jährliche Einsparung von 25 Tonnen CO2 mit sich, insgesamt beträgt die CO2-Reduktion da-mit allein für das Werk 155 Tonnen pro Jahr.

Dank Solarpanels mit einer Gesamtfläche von 7600 m2, die Ende 2013 auf dem Dach des Werks installiert wurden, ist Saxon sogar ein Plus-Energie-Standort: Das Werk produziert mehr Energie aus erneuerbaren Quellen, als es selber verbraucht. Die Photovoltaik-Anlage, die von Dritten betrieben wird, produziert 1,15 Mio. kWh Energie pro Jahr, was dem jährlichen Strombedarf von rund 300 Durchschnittshaushalten mit Elektroherd entspricht.

Das Engagement von Nestlé – global und national

Nestlé verfolgt eine sehr ambitionierte Strategie, um ihre Leistung auf dem Gebiet der nach-haltigen Entwicklung bis 2020 zu beschleunigen. Dazu hat das Unternehmen mehrere gross-angelegte Initiativen lanciert und messbare Ziele auf der Ebene des Konzerns (www.nestle.com), aber auch auf jener der verschiedenen Märkte festgelegt.

Für Nestlé Suisse steht das Wohlergehen der Konsumentinnen und Konsumenten im Mittel-punkt. Dafür steht der Slogan: «Was Sie bewegt, bewegt auch uns!». In der Schweiz hat Nestlé drei Bereiche definiert, in denen das Unternehmen die Vision umsetzen will, nach-haltiges Wachstum mit sozialer Verantwortung zu verbinden:

      A. Ernährung und Gesundheit
      B. Umwelt und Nachhaltigkeit
      C. Gesellschaft und Wirtschaft

Im Umweltbereich will Nestlé die CO2-Emissionen in ihren Produktionsanlagen in der Schweiz von 2010 bis 2020 um 50% senken. Im selben Zeitraum soll der Wasserverbrauch an den Schweizer Standorten um 50% reduziert und bis 2020 eine zu 100% verantwortungs-volle Versorgung sichergestellt werden.


Medienmitteilung

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