Ist Wasser ein Menschenrecht für Nestlé?

Die UN-Vollversammlung hat das Menschenrecht auf Zugang zu sauberem Wasser 2010 anerkannt. Nestlé und Peter Brabeck-Letmathe unterstützen ausdrücklich das Menschenrecht auf Wasser. Jeder Mensch auf der Welt hat das Recht auf Zugang zu sauberem, gesundheitlich unbedenklichem Trinkwasser, aus dem die Menschen ihre persönlichen Bedürfnisse decken können, sowie auch Sanitärversorgung. Das haben wir auch in unseren weltweit geltenden Unternehmensgrundsätzen übernommen.

Aber was meint Peter Brabeck-Letmathe damit, wenn er sagt, „Wasser müsse einen Wert haben“?

Peter Brabeck-Letmathe unterstützt die Position der Vereinten Nationen, dass „es auf unserem Planeten genügend Frischwasser für 7 Milliarden Menschen gibt, aber dass dieses Wasser auf ungleichmässige Art und Weise verteilt ist. Zu viel davon wird leider verschwendet, verunreinigt und nicht nachhaltig genug eingesetzt“. Nach Angaben von UN Water, bei den Vereinten Nationen für Wasserfragen zuständig, ist jeder Kontinent von Wasserknappheit betroffen. Ungefähr 1,2 Milliarden Menschen, knapp ein Fünftel der Weltbevölkerung, leben in Gebieten, in denen eine physische Wasserknappheit herrscht. 500 Millionen Menschen sind hiervon bedroht. Peter Brabeck-Letmathe war schon immer der Meinung, dass jeder Mensch weltweit freien Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung haben sollte. Jedoch hält er es nicht für fair, dass mehr als 2 Milliarden Menschen weltweit nicht einmal über eine einfache Toilette verfügen und mehr als 1 Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, während gleichzeitig Menschen in anderen Teilen der Welt diesen kostbaren und zunehmend knappen Rohstoff im Übermass für nicht lebenswichtige Zwecke verwenden, ohne an den Kosten für dessen Infrastruktur beteiligt zu sein. Er ist daher der Überzeugung, dass Wasser einen Wert im Sinne von Wertschätzung haben sollte, damit alle zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser angehalten werden. In einem aktuellen Video-Statement erklärt Peter Brabeck-Letmathe seinen Standpunkt.

Sagt Herr Brabeck-Letmathe das nicht nur, weil er im Internet kritisiert wird?

Nein, Peter Brabeck-Letmathe bemüht sich seit Jahren an vorderster Front in der Branche, Aufmerksamkeit auf das Problem der Wasserknappheit zu lenken. Daher ist es umso bedauerlicher, dass seine Position so verfälscht wiedergegeben wird.

Er hat seine Meinungen zu diesem Thema in Dutzenden von Interviews, Podiumsdiskussionen und Fernsehprogrammen zum Ausdruck gebracht. Eine Auswahl finden Sie hier:

Seit 2012 führt er einen Blog zum Thema Wasser mit dem Ziel, eine weltweite Debatte über die Verfügbarkeit von Wasser anzuregen. Er schreibt regelmässig über die Bemühungen, das Thema Wasserknappheit in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz für einen universellen Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem Trinkwasser bis spätestens 2025.

Warum haben dann einige Organisationen eine Petition gegen Nestlé gestartet?

Die Menschen beziehen sich auf ein Videointerview mit Peter Brabeck-Letmathe aus dem Jahr 2005, um zu verbreiten, dass er der Ansicht ist, dass alle Wasserressourcen privatisiert werden sollten. Das ist schlicht und einfach nicht wahr. Die entsprechenden, im Internet populären Sequenzen sind aus dem Kontext gerissen und zudem auch oft falsch zitiert. Herr Brabeck-Letmathe tritt für einen effizienteren Umgang mit Wasser bei Verbrauchern, Industrie, in der Landwirtschaft und seitens der Regierungen ein, und hat dies auch immer getan.

Lesen Sie mehr darüber, wie Nestlé das Menschenrecht in Bezug auf den Zugang zum Wasser unterstützt.

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