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Fast jeder Schweizer und jede Schweizerin kennen unser Henniez Mineralwasser aus der waadtländischen Broye Region nördlich von Lausanne. Kaum jemand weiss dagegen, dass Nestlé Waters sich in Henniez für eine nachhaltige Wassernutzung engagiert. Das Projekt ECO-Broye hat das Unternehmen 2009 gemeinsam mit allen relevanten Partnern vor Ort ins Leben gerufen.

 

Nestlé Waters knüpfte damit an das Engagement der früheren Besitzer der Mineralwasserquellen von Henniez an: 1991 wurde im Umkreis der sieben Quellen die Domäne von Henniez geschaffen: ein Naturschutzgebiet auf 120 Hektaren Fläche. In der Schutzzone gilt für die Landwirtschaft Nulltoleranz bei Pestiziden, Pflanzenschutzmitteln und Dünger.

Das ECO-Broye Projekt

2008 übernahm Nestlé Waters die Mineralquellen von Henniez und lancierte kurz darauf das Programm ECO-Broye. Das erklärte Ziel: Gemeinsam mit den lokalen Partnern die bereits eingeleiteten Initiativen zum Schutz der Quellen und der natürlichen Ressourcen weiter zu stärken und auf die gesamte Broye-Region auszudehnen.

 

Bild: Francesco Davila Alotto, verantwortlich für Wasserressourcen bei Nestlé Waters, im Gespräch mit Landwirt Olivier Mayor und Michel Marcuard, Wasserressourcenspezialist bei Nestlé Waters.

«Für den Schutz des Wassers ist der Boden zentral», sagt Francesco Davila Alotto, verantwortlich für Wasserressourcen und Umwelt bei Nestlé Waters Schweiz. Denn das Regenwasser sickert sieben bis zehn Jahre durch den Boden, verschiedene Gesteinsschichten und Sedimente;
dabei wird es ganz natürlich gereinigt und mit Mineralien angereichert. Es brauchte zwei Jahre, um die Zusammenarbeit mit rund 70 Bauern, kommunalen und kantonalen Behörden sowie anderen wichtigen Akteuren der Region aufzugleisen.

Olivier Mayor ist Mitglied des örtlichen Komitees der Landwirte und arbeitet mit Nestlé Waters im Projekt ECO-Broye zusammen. Er betrieb lange Zeit intensive Landwirtschaft, bevor er zu einem natürlicheren Ansatz wechselte, einer extensiven Landwirtschaft. Damit ist ein landwirtschaftliches Produktionssystem gemeint, das die natürlichen Ressourcen und keine chemischen Düngemittel oder Pestizide nutzt.

Olivier Mayor schätzt die Zusammenarbeit mit Nestlé Waters, da sie eine umweltfreundlichere Landwirtschaft begünstigt: « Die Erträge sind natürlich geringer, der Preis für natürliche Produkte ist aber im Gegenzug höher. Insgesamt hat der Bauer mehr davon, selbst wenn seine Ernte potenziell mehr Krankheits- und Wetterrisiken ausgesetzt ist. »

Nestlé Waters und seine Partner haben bereits mehrere Ziele schon erreicht:

1. Der Verzicht auf Pestizide und die Verkleinerung der landwirtschaftlichen Nutzfläche fördern neue und grössere Biotope, steigern die Biodiversität und schützen die gemeinsame Ressource Wasser.

2. Eine zu 100% biologische Wasserfiltrationszone schützt einen Zufluss des lokalen Flusses Broye vor potenziellen Verunreinigungen und schafft ein Biotop für Amphibien und Fische.

 

Bild: Michel Marcuard, Wasseressourcenspezialist bei Nestlé Waters, in der Wasserfiltrationszone

3. Ein offengelegter und renaturierter Bach beugt Überschwemmungen vor und fördert die Biodiversität.

4. In einer Biogasanlage neben der Henniez-Fabrik werden jährlich rund 23 000 Tonnen Hofdünger aus 25 Landwirtschaftsbetrieben der Region gemeinsam mit Kaffeeabfällen aus dem nahen Nespresso-Kapselrecycling zu Biogas umgewandelt und danach in Strom und Wärme umgewandelt. Weil die Landwirte den Hofdünger nicht auf den Feldern ausbringen, schützt auch diese Massnahme die Ressource Wasser.

 

Bild: Marc Menoud vom Energieversorger Groupe E Greenwatt, der die Biogasanlage in Henniez betreibt, zeigt die dort mitverarbeiteten Nespresso-Kaffeeabfälle

Ergebnis

Das ECO-Broye Projet ermöglicht also die Förderung der Biodiversität auf einer Fläche von 2’400 Hektaren und den Schutz der natürlichen Ressourcen der Region. «Unsere Initiative geht somit weit über das eigentliche Einzugsgebiet der Quelle hinaus», sagt Francesco Davila Alotto. «Sie ist ein gutes Beispiel, wie Nestlé Waters Schweiz gemeinsam mit seinen lokalen Partnern ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Wassermanagement betreibt. »

 

Bild: Francesco Davila Alotto, verantwortlich für Wasserressourcen bei Nestlé Waters, an einem Bach im Quellgebiet

Diese hat einen langfristig positiven Effekt auf die gesamte Umwelt der Broye Region meint auch Yannick Escher, Gemeindepräsident von Henniez: «Die Initiative von Nestlé Waters zeigt, dass Industrie und Umweltschutz keine Gegensätze mehr sind. Und sie motiviert die Gemeinden und jeden einzelnen von uns, sich für eine realistische nachhaltige Entwicklung einzusetzen. »