Klimafreundliche Milch

Nestlé setzt auf Milch, die das Klima schont

Jun 28, 2018

Vevey, 28. Juni 2018 – Kühe, die länger leben und länger Milch produzieren, stossen pro Kilo Milch rund 5% weniger Treibhausgase aus. Kommen weitere Massnahmen hinzu, sinken die Emissionen gar um 10 bis 20% – ein signifikanter Beitrag gegen die globale Klimaerwärmung. Mit dem Pilotprojekt Klimafreundliche Milch setzt sich Nestlé Schweiz zusammen mit 46 Landwirtschaftsbetrieben und der aaremilch AG für eine nachhaltige Schweizer Milchwirtschaft ein. Das Projekt wird von Nestlé Schweiz und dem Bundesamt für Landwirtschaft in einer Public-private-Partnership finanziert.

 

Die Landwirtschaft ist bei weitem nicht der grösste Verursacher von Treibhausgas-Emissionen in der Schweiz. Aber insbesondere die Milchwirtschaft ist mitverantwortlich dafür, dass sich das globale Klima durch die Erderwärmung verändert. Denn die Kühe auf Wiesen und Weiden produzieren nicht nur Milch, als Abbauprodukt bei ihrer Verdauung wird auch das Treibhausgas Methan freigesetzt.

Vor diesem Hintergrund haben Nestlé Schweiz und die aaremilch AG eine Projekt-partnerschaft gestartet, um eine klimaschonende und ressourceneffiziente Milchproduktion zu fördern. Ihre Vision: eine Schweizer Milch mit starkem Mehrwert und eine nachhaltige Schweizer Milchwirtschaft mit globaler Vorbildfunktion! «Mit unseren Milcheinkäufen leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zu den CO2-Einsparungszielen des Bundes für die Landwirtschaft», sagt Daniel Imhof, Head Agricultural Affairs von Nestlé Schweiz. «Das passt auch gut zum Ziel von Nestlé Schweiz, die CO2-Emissionen in unseren Produktionsstätten bis 2020 gegenüber 2010 zu halbieren.»

In einem Jahr den CO2-Ausstoss von 20 Erdumrundungen mit dem Auto eingespart
Den ersten Tatbeweis hat das Projekt «Klimafreundliche Milch» bereits erbracht: Im ersten Jahr gelang es den 46 landwirtschaftlichen Pilotbetrieben in der Region Konolfingen, ihren CO2-Ausstoss im Vergleich zu der Ausgangslage (Zeitraum 2014 – 2016) um 123 Tonnen zu senken. Das entspricht den Emissionen, die auf 20 Erdumrundungen mit dem Auto entstünden. Eine endgültige Aussage über die eingesparten CO2-Emissionen kann nach Abschluss des 4-jährigen Projekts gemacht werden. Würden alle Kühe in der Schweiz gemäss den Standards dieses Programms gehalten, entspräche die damit erzielte Senkung der CO2-Emissionen insgesamt sogar 8500 Auto-Fahrten rund um die Erde.

Bis 2020 will das Projekt «Klimafreundliche Milch» pro Kilo produzierte Milch rund 50 Gramm CO2-Äquivalente einsparen, welche beim Verdauungsprozess der Kühe entstehen. Das entspricht einer Reduktion von 10% pro Kilo Milch. Erreicht wird dies durch verschiedene Ansätze, unter anderem dadurch, dass die Kühe länger leben dürfen. Ihr Treibhausgas-Ausstoss in der Aufzuchtphase als Kalb, in der sie keine Milch, aber Methan produzieren, verteilt sich so auf eine längere Zeit und eine grössere Milchmenge. Auch damit verbundene Optimierungen der Kälberzucht tragen zur besseren CO2-Bilanz der Milchproduktion bei.

Zusammen mit der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) der Berner Fachhochschule BFH prüft das Programm zudem Futtermittel und Futterzusätze, die dazu beitragen, den Methanausstoss zu reduzieren. Mit diesen Massnahmen will «Klimafreundliche Milch» bis 2030 die CO2-Emissionen pro Kilo Milch um insgesamt 20% verringern. Das Pilotprojekt wird von Nestlé und dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in einer Public-private-Partnership finanziert.

Infografik Wasser 

Schweizer Milchwirtschaft als globales Vorbild für eine klimaschonende Produktion
«Das Projekt Klimafreundliche Milch ist ein wichtiges Element unserer Mehrwertstrategie Landwirtschaft», sagt BLW-Vizedirektor Adrian Aebi. «Wir sind zuversichtlich, dass die Erkenntnisse aus dem Projekt ab 2020 ermöglichen, die gesamte Schweizer Milchwirtschaft als globales Vorbild für eine nachhaltige und klimaschonende Schweizer Produktion zu positionieren und damit Mehrwerte für Konsumenten und Gesellschaft zu schaffen.»

Für die Umsetzung des Pilotprojekts ist die aaremilch AG verantwortlich. «Um der Komplexität der Thematik gerecht zu werden, braucht es mehr als Schnellschüsse zur kurzfristigen Marktprofilierung», sagt Geschäftsführer Donat Schneider. «Gefragt sind eine kontinuierliche Aufarbeitung von fundierten Grundlagen und die fortlaufende Weiterentwicklung der langfristigen Vision einer nachhaltigen Schweizer Milchwirtschaft mit globaler Vorbildfunktion.» Dazu werden den teilnehmenden Betrieben auch praxisnahe Workshops angeboten.

Wissenschaftlich begleitet wird das Pilotprojekt von der Hochschule für Agrar-, Forst und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) der Berner Fachhochschule BFH. Jan Grenz, Dozent für Nachhaltigkeit an der HAFL, unterstützt die kontinuierliche Weiterentwicklung des Pilotprojekts mit einer Begleitgruppe und sagt: «Der Treibhausgasausstoss der Milchkühe, besonders der Methanausstoss aus der Verdauung, hängt von zahlreichen Faktoren und Wechselwirkungen ab. Ihn zu beziffern und zu vermindern, und das noch ohne steigenden Ressourcenverbrauch, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.»


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