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Beschaffung von Getreide und Körnern

Getreidekörner

Getreide und Körner, insbesondere Weizen und Mais, sind wichtige Rohstoffe für viele unserer Lebensmittel- und Getränkeprodukte, darunter z. B. Frühstückscerealien, Pasta und Pizza.

Unsere Getreidelieferketten sind komplex und weitreichend, was es oft schwer macht, den Weg unserer Cerealien vollständig zu überblicken. Wie bei unseren anderen Hauptrohstoffen setzen wir auf Programme, um bessere, regenerative landwirtschaftliche Praktiken zu entwickeln und die Lebensbedingungen der Bauern und Bäuerinnen zu optimieren.

Die wichtigsten Begriffe erklärt 

Regenerative Landwirtschaft 
In Übereinstimmung mit der Sustainable Agriculture Initiative Platform definiert Nestlé regenerative Landwirtschaft als einen landwirtschaftlichen Ansatz, der darauf abzielt, natürliche Ressourcen zu erhalten und wiederherzustellen. In erster Linie geht es dabei um den Boden, das Wasser und die Biodiversität. Gleichzeitig soll Kohlenstoff im Boden und in der pflanzlichen Biomasse gebunden und die Lebensgrundlagen der Landwirt:innen gestärkt werden. Beispiele für Praktiken der regenerativen Landwirtschaft sind reduzierte Bodenbearbeitung und Agroforstwirtschaft. Weitere Informationen finden sich in unserem Nestlé Agriculture Framework (PDF in englischer Sprache, 19 MB). Hier erfahren Sie mehr über das Thema regenerative Landwirtschaft.  

Korn für Korn mehr Transparenz in unserer Getreidelieferkette

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Wir beziehen Getreide aus aller Welt, wobei der grösste Teil unserer Lieferungen aus Ländern wie Argentinien, Australien, Brasilien, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten stammt. Wir kaufen Getreide sowohl von Rohstoffhändlern als auch von Genossenschaften.

Wir verpflichten unsere Lieferanten, die geltenden lokalen Gesetze und Vorschriften sowie unsere Responsible Sourcing Core Requirements (PDF in englischer Sprache, 2 MB) einzuhalten. Um die Transparenz in der Branche zu erhöhen, veröffentlichen wir eine Liste unserer Getreidelieferanten (PDF in englischer Sprache, 91 KB) inklusive ihrer Herkunftsländer.

Wir haben bereits Fortschritte gemacht und wollen unsere Lieferant:innen und uns selbst weiterhin in die Pflicht nehmen sowie die Transparenz in der Branche fördern. Deshalb haben wir die Liste unserer Tier-1-Getreidelieferant:innen und die Liste der Mühlen in unserer Lieferkette zusammen mit ihren Herkunftsländern veröffentlicht.

Mit mehr Transparenz wollen wir dazu beitragen, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen in der Getreidebeschaffung zu bewältigen und Umweltprobleme wie Bodenerosion, eine schlechter werdende Wasserqualität und den Verlust der Biodiversität zu verringern.

Die wichtigsten Begriffe erklärt    

Verantwortungsvolle Beschaffung 
Für Nestlé bedeutet verantwortungsvolle Beschaffung, die Rückverfolgbarkeit unserer Zutaten zu verbessern und zu überwachen, wie sie produziert werden. Dazu gehört, unsere Umwelt- und Menschenrechtsanforderungen anzuwenden, die in unseren Responsible Sourcing Core Requirements (PDF in englischer Sprache, 2 MB) festgehalten sind, und zwar entlang aller Stufen unserer Lieferkette. Beispiele für diese Anforderungen sind, dass die Land- und Ressourcenrechte indigener Völker und lokaler Gemeinschaften respektiert werden und dass es in unserer Lieferkette weder zu Abholzung noch zur Umwandlung von Wäldern oder anderen Ökosystemen kommt. Mehr zu unseren Rohstoffen lesen Sie hier.   

Bodengesundheit und Eindämmung des Klimawandels 

Böden sind von entscheidender Bedeutung für unseren Planeten. Diese dünne Schicht, oft weniger als einen Meter tief, ernährt rund 95 % der Weltbevölkerung, obwohl sie nur etwa 7 % der Erdoberfläche ausmacht. 

Wenn Böden geschädigt werden, hat das spürbare Folgen für die Biodiversität und das Klima. Gesunde Böden können mehr Kohlenstoff speichern und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig fördern sie die Artenvielfalt, erhöhen die Biomasse und verbessern die Fähigkeit, Wasser zu speichern und zu reinigen. 

Seit 2018 arbeitet Nestlé mit Landwirt:innen im Norden Frankreichs zusammen, um neue, praxisnahe Wege zur Regeneration von Böden beim Anbau von Gemüse, Weizen und Zuckerrüben zu fördern. 

Die Initiative «Sols Vivants» (lebendige Böden), die gemeinsam mit unserem Partner Earthworm Foundation entstanden ist, setzt genau hier an: Sie soll die Bodenfruchtbarkeit stärken, die Biodiversität fördern, Erosion verhindern und gleichzeitig die Fähigkeit der Böden verbessern, Kohlenstoff zu speichern. 

In Chile ersetzt Nestlé Nido schrittweise synthetische Düngemittel durch Biodünger im Anbau von Mais, auf Weiden und bei weiteren Ergänzungskulturen. Biodünger enthalten frei lebende Bakterien, die das Pflanzenwachstum fördern, die Produktivität durch stärkere Wurzelsysteme verbessern und zudem Produktionskosten sowie Treibhausgasemissionen senken. 

Im Jahr 2024 bewirtschafteten teilnehmende Betriebe rund 382 Hektar Reis in Arkansas und Missouri nach Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft. Dazu zählen Massnahmen wie das Ausbringen von Schwefel, ein gezieltes Stickstoffmanagement sowie Furchenbewässerung mit Endstau. Diese Ansätze tragen nachweislich dazu bei, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Wasser zu sparen. 

Wir arbeiten mit The Nature Conservancy zusammen, um Bodengesundheit neu zu denken und bessere Ernten zu ermöglichen