Regenerative Landwirtschaft
Unser Dokument Roots of Net Zero (PDF auf Englisch, 14 MB) zeigt, dass fast zwei Drittel unserer Treibhausgasemissionen mit unseren landwirtschaftlichen Lieferketten zusammenhängen. Regenerative Landwirtschaft ist daher ein wesentlicher Hebel für unser Netto-Null-Ziel und die Widerstandsfähigkeit unserer Lieferketten.
Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, regenerative Landwirtschaft als Referenzansatz in der Lebensmittelindustrie zu etablieren und dabei Umwelt-, Klima- und soziale Aspekte gemeinsam zu berücksichtigen. Die nachhaltige Transformation landwirtschaftlicher Systeme braucht Zeit. Deshalb arbeiten wir langfristig mit Lieferanten und Landwirt:innen zusammen, um die Einführung und kontinuierliche Verbesserung dieser Praktiken zu fördern.
Wir arbeiten eng mit Lieferanten und Landwirt:innen zusammen, um die Einführung regenerativer Landwirtschaftspraktiken zu unterstützen, die an die lokalen agronomischen, klimatischen und sozioökonomischen Gegebenheiten angepasst sind. Diese Praktiken tragen dazu bei, Emissionen zu reduzieren, Kohlenstoff zu speichern, die Bodengesundheit, die Biodiversität und das Wassermanagement zu verbessern und gleichzeitig die Lebensgrundlagen der Landwirt:innen zu stärken.
Netto-Null-Emissionen
2019 haben wir unsere Ambition bekannt gegeben, spätestens bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen (THG) zu erreichen. 2026 haben wir unseren zeitgebundenen Plan Nestlé Roots of Net Zero (PDF auf Englisch, 14 MB) aktualisiert. Dieser Plan bildet die Grundlage der Klima- und Naturstrategie des Konzerns und dient als Transformationsplan, der auf einen von der Science Based Targets initiative (SBTi) validierten 1,5-°C-Pfad ausgerichtet ist. Nach einer tiefgreifenden Dekarbonisierung in allen Scopes werden verbleibende Emissionen durch naturbasierte Lösungen wie Agroforstwirtschaft, silvopastorale Systeme sowie die Wiederherstellung von Wäldern und Mooren ausgeglichen.
Was ist regenerative Landwirtschaft?
In Übereinstimmung mit der Sustainable Agriculture Initiative Platform definiert Nestlé regenerative Landwirtschaft als einen landwirtschaftlichen Ansatz, der natürliche Ressourcen – vor allem Böden, aber auch Wasser und Biodiversität – schützt und wiederherstellt, gleichzeitig Kohlenstoff in Böden und pflanzlicher Biomasse bindet und die Lebensgrundlagen von Landwirt:innen unterstützt. Eine reduzierte Bodenbearbeitung und Agroforstwirtschaft sind Beispiele für regenerative Landwirtschaftspraktiken.
Unser Nestlé Agriculture Framework (PDF, 19 MB) beschreibt unseren Ansatz für regenerative Landwirtschaft anhand von fünf Säulen: vielfältige Anbausysteme und Integration von Nutztieren; kollektive und landschaftsbezogene Massnahmen; Bodengesundheit; Biodiversität; Wassersicherheit und -qualität.
Wir messen die Fortschritte anhand des Anteils der Volumen wichtiger Zutaten, die von Landwirt:innen stammen, welche regenerative Landwirtschaftspraktiken anwenden, gemäss den Kriterien unserer kulturspezifischen Bewertungsinstrumente.
Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um Landwirt:innen die notwendigen Instrumente und Kenntnisse zur Umsetzung regenerativer Landwirtschaftspraktiken in den Lieferketten unserer wichtigsten Zutaten zu vermitteln.
Die Einführung regenerativer Landwirtschaftspraktiken beschleunigen
* Ab 2026 umfasst der Geltungsbereich folgende Kategorien: Getreide und Körner; Kakao; Kokosnuss; Milchprodukte (Derivate und Frischmilch); Rohkaffee; Haselnüsse; Fleisch, Geflügel und Eier; Soja; Gewürze; Zucker; Gemüse; sowie pflanzliche Fette und Öle, einschliesslich Palmöl.
** Diese Zahl weicht aufgrund einer Änderung der Methodik im ersten Halbjahr 2026 von der in unserem Non-Financial Statement 2025 ausgewiesenen Zahl ab. Wir berücksichtigen nun Zutatenvolumen, die auf ihren ursprünglichen Frischzustand zurückgerechnet werden, statt auf die verarbeitete Form.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Environmental Disclosures unseres Non-Financial Statement 2025 (PDF, 12 MB).
Wie wir Fortschritte messen
Um die Fortschritte im Hinblick auf unser Ziel zu messen, wenden wir folgende Ansätze an:
- Bei Projekten zur regenerativen Landwirtschaft sollte, soweit möglich, jeder landwirtschaftliche Betrieb bewertet werden. Bei Betrieben, die nicht mit solchen Projekten verbunden sind, wird eine Stichprobe bewertet, wenn aufgrund der grossen Anzahl nicht jeder einzelne Betrieb beurteilt werden kann.
- Bei indirekter Beschaffung über Lieferanten muss der Lieferant, wenn nicht jeder Betrieb bewertet werden kann, mindestens eine Anzahl von Betrieben abdecken, die den an Nestlé verkauften Mengen entspricht, oder eine repräsentative Stichprobe. Wenn eine vollständige Rückverfolgbarkeit nicht möglich ist, insbesondere bei von Lieferanten geleiteten Projekten, müssen die Bewertungen innerhalb des landwirtschaftlichen Beschaffungsgebiets des Primärverarbeiters oder ersten Aggregators erfolgen, der Nestlé direkt oder indirekt beliefert.
Ein Beschaffungsgebiet («supply shed») ist eine Gruppe von landwirtschaftlichen Betrieben oder Lieferanten innerhalb eines genau definierten geografischen Gebiets – zum Beispiel innerhalb einer landwirtschaftlichen Genossenschaft –, von denen Nestlé eine oder mehrere Zutaten bezieht. Dieser Ansatz wird beispielsweise bei einem Projekt zur regenerativen Landwirtschaft mit einem Getreidebetrieb angewendet, der ein Silo beliefert, aus dem Nestlé bezieht, bei dem wir jedoch keine Rückverfolgbarkeit bis zum einzelnen Betrieb haben.
Unsere fünf Säulen der regenerativen Landwirtschaft
Das in unserem Nestlé Agriculture Framework (PDF, 19 MB) beschriebene Modell setzt regenerative Landwirtschaft anhand von fünf Säulen in die Praxis um: vielfältige Anbausysteme und Integration von Nutztieren; kollektive und landschaftsbezogene Massnahmen; Bodengesundheit; Biodiversität; Wassersicherheit und -qualität.
-
Biodiversität Regenerative Landwirtschaftspraktiken können der Biodiversität sowohl oberhalb als auch unterhalb des Bodens zugutekommen. Die Pflanzenvielfalt kann durch eine grössere Vielfalt an Kulturen, Mischkulturen oder den Anbau von Zwischenfrüchten zwischen den Ernten gefördert werden. Eine grössere Vielfalt an Mikroben, Pilzen und Tieren – darunter Wirbellose, Insekten und Vögel – kann dazu beitragen, Nährstoffkreisläufe im Boden, Bestäubung, Fruchtbarkeit und Produktivität zu verbessern.
Ausgewogene Ökosysteme können Landwirt:innen auch helfen, widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel zu werden. Auf landwirtschaftlichen Betrieben und in Landschaften unterstützt Nestlé sie dabei, natürliche Lebensräume auf ihren Flächen durch Agroforstwirtschaft, Hecken, Uferpufferzonen und andere Landschaftselemente zu fördern. Diese unterstützen Ökosysteme, darunter Bestäuber, sowie die ökologische Vernetzung innerhalb von Produktionslandschaften.
-
Wasser Mit unseren Massnahmen zur Wasserbewirtschaftung wollen wir dazu beitragen, die Wasserverfügbarkeit und -qualität in ausgewählten Bereichen unserer landwirtschaftlichen Lieferkette zu verbessern.
Ein strategischerer Ansatz bei der Bewässerung – von Beregnung bis hin zu Tropf- und Unterflurbewässerung – ermöglicht ein besseres Management der Wasserverdunstung als Oberflächenbewässerung. Digitale Technologien helfen landwirtschaftlichen Betrieben zudem zu erkennen, wann Flächen Wasser benötigen, und können so eine übermässige Nutzung vermeiden.
Wir fördern ausserdem regenerative Landwirtschaftspraktiken, die den Einsatz chemischer landwirtschaftlicher Betriebsmittel reduzieren und organische Düngung sowie biologische Schädlingsbekämpfung optimieren. Diese Praktiken können den Oberflächenabfluss und mögliche negative Auswirkungen auf die Wasserqualität verringern.
Ökologische Vernetzung
Ökologische Vernetzung kann als das Ausmass definiert werden, in dem verschiedene natürliche Lebensräume innerhalb einer Landschaft hinsichtlich ihrer Bestandteile, räumlichen Verteilung und ökologischen Funktionen miteinander verbunden sind.
-
Bodengesundheit Um die Lebensmittel zu produzieren, die wir essen und die unsere Haustiere fressen, benötigen wir Ackerland und gesunde Böden.
Gesunde Böden können als Böden definiert werden, die die Produktivität, Vielfalt und Umweltleistungen terrestrischer Ökosysteme aufrechterhalten können.
Gesunde Böden können mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern, da sie mehr organische Substanz enthalten als degradierte Böden. Sie können das Wassermanagement auf zwei entscheidende Arten verbessern: Sie haben eine höhere Wasserspeicherkapazität, was die Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit erhöht, und sie ermöglichen eine bessere Wasserinfiltration, wodurch bei starken Regenfällen Abfluss, Erosion und Überschwemmungen verringert werden.
Wir unterstützen die grossflächige Einführung von Praktiken, die die Bodengesundheit erhalten oder verbessern, darunter dauerhafte und vielfältige Bodenbedeckung, reduzierte Bodenbearbeitung, vielfältige Fruchtfolgen und Mischkulturen. Heute beziehen wir Rohstoffe direkt von rund 600 000 Landwirt:innen, die von mehr als 500 Nestlé Mitarbeitenden und Tausenden von Feldtechniker:innen begleitet werden.
Zu diesen Praktiken gehören unter anderem Fruchtfolge, Mulchen, der Einsatz organischer Düngemittel und eine reduzierte Bodenbearbeitung.
-
Vielfältige Anbausysteme und Integration von Nutztieren Ein Teil unseres Engagements für regenerative Landwirtschaft besteht darin, Nutztiere dort, wo dies möglich und relevant ist, zu integrieren und die Beweidung in landwirtschaftlichen Systemen zu optimieren.
Dazu gehört, Landwirt:innen bei der Einführung silvopastoraler Systeme – also der Integration von Bäumen in Weideflächen – sowie gemischter landwirtschaftlicher Systeme mit Nutztieren und Ackerbau zu unterstützen.
Diese Systeme können zusätzliche Vorteile bieten, darunter zusätzliche Einkommensquellen für landwirtschaftliche Betriebe, die Bindung von Kohlenstoff in Bäumen und organischer Bodensubstanz, Schutz vor Winderosion, ein verbessertes Wassermanagement sowie Lebensräume für Nützlinge, Bestäuber, Vögel und andere Arten. Wir bauen unsere Systeme für Monitoring, Reporting und Verifizierung schrittweise aus, um diese Ergebnisse zu messen.
-
Kollektive und landschaftsbezogene Massnahmen Regenerative Landwirtschaftspraktiken können über einzelne Betriebe hinausgehen und sich auf ganze Landschaften erstrecken. Sie können zum Schutz natürlicher Ressourcen beitragen, beispielsweise durch regionale Wiederaufforstungsprojekte, den Schutz gemeinsam genutzter Wasserressourcen und die Schaffung grüner Korridore zur Förderung der Biodiversität.MEHR ERFAHREN
Die Vorteile können über die Landwirt:innen hinausgehen und Gemeinschaften hinsichtlich Wohlbefinden, Rentabilität und Emissionen zugutekommen. Nestlé ist beispielsweise langjähriger Partner der Landscape Enterprise Network (LENS)-Initiative in Ostengland, die mehrere Unternehmen der Konsumgüterindustrie, lokale Behörden und andere Interessengruppen zusammenbringt, um lokale Landwirt:innen für die von ihnen erbrachten Ökosystemleistungen zu vergüten.
Gesunde Böden
Bodengesundheit bezeichnet die anhaltende Fähigkeit des Bodens, als lebenswichtiges lebendiges Ökosystem zu funktionieren, das Pflanzen, Tiere und Menschen erhält. Gesunde Böden tragen zu sauberer Luft und sauberem Wasser, reichhaltigen Kulturen und Wäldern, produktivem Weideland, vielfältiger Tierwelt und hochwertigen Landschaften bei.
Einführung regenerativer Landwirtschaftspraktiken messen
Um den Reifegrad bei der Umsetzung regenerativer Landwirtschaft zu bewerten, haben wir die Farm Assessment Tools (FAT) entwickelt. Diese Instrumente bündeln Praktiken und Ergebnisse in den Bereichen Bodengesundheit, Biodiversität, Wasser, Nutztierhaltung und Betriebsführung. Sie sind an die Besonderheiten jeder Kultur angepasst.
Mit jedem Instrument lässt sich der Reifegrad der Umsetzung regenerativer Landwirtschaft in den bewerteten Betrieben wie folgt einstufen:
- Auf dem Weg zur regenerativen Landwirtschaft (Stufe 1)
- Fortgeschritten (Stufe 2)
- Führend (Stufe 3)
Ergänzend zu unserem eigenen Tool gleichen wir bestimmte Bewertungsinstrumente unserer Lieferanten mit unseren Anforderungen ab, um Gleichwertigkeiten festzustellen und die Ergebnisse dieser Instrumente zur Messung der Fortschritte bei der regenerativen Landwirtschaft zu nutzen.
Landwirt:innen im Zentrum unseres Modells
Regenerative Landwirtschaft stellt Landwirt:innen in den Mittelpunkt des Modells und unterstützt Lösungen, die auf ihre Regionen und Kulturen zugeschnitten sind. Der Wechsel von traditionellen Praktiken zu neuen landwirtschaftlichen Methoden kann eine Herausforderung sein. Wir entwickeln Praktiken gemeinsam mit den Landwirt:innen, damit sie den lokalen agronomischen, klimatischen und sozioökonomischen Gegebenheiten entsprechen. Dies ist Teil eines ganzheitlichen Ansatzes, der Finanzierung und Anreize, Schulungen sowie die Schaffung einer Marktnachfrage nach Zutaten umfasst, die auf Betrieben erzeugt werden, welche regenerative Landwirtschaftspraktiken anwenden. Dies ist besonders für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wichtig, denen möglicherweise die finanziellen Mittel für solche Investitionen fehlen.
Kaffee-Lieferketten liefern gute Beispiele. Um Farmer:innen dabei zu unterstützen, die Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen und den Kaffeeanbau für kommende Generationen zu erhalten, nutzt Nestlé seine Kompetenzen in den Agrarwissenschaften. Unsere Pflanzenwissenschaftler und Agronomen haben mit traditionellen Züchtungsmethoden die neue Arabica-Kaffeesorte «Star 4» entwickelt, die widerstandsfähig gegen Herausforderungen wie Kaffeerost ist und gleichzeitig die traditionellen Merkmale brasilianischen Kaffees bewahrt, die von Käufern geschätzt werden. Zudem unterstützen wir die schnelle Einführung regenerativer Landwirtschaftspraktiken: Mehr als 1 600 Nestlé Mitarbeitende im Feld haben über 100 000 Schulungen durchgeführt.
Parallel zu diesen Massnahmen testen wir in Indonesien ein Wetterversicherungsprogramm für mehr als 800 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die Kaffee an die Marke Nescafé liefern. Das gemeinsam mit dem Klimaversicherungsspezialisten Blue Marble durchgeführte Programm bietet finanziellen Schutz, um Landwirt:innen dabei zu helfen, mit unvorhersehbaren Wetterverhältnissen umzugehen, darunter Niederschlagsschwankungen und schwere Dürren.
In unserer Kakao-Lieferkette unterstützt unser Income Accelerator Program in Côte d’Ivoire Kakaobauernfamilien dabei, ihr Einkommen zu steigern, und fördert gleichzeitig den Schulbesuch ihrer Kinder sowie die lokale Umwelt. Durch die Zusammenarbeit mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zur Stärkung ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse wenden diese Techniken an, die zur Verbesserung der Bodenqualität beitragen, pflanzen Schattenbäume und erschliessen neue Einkommensquellen durch eine grössere Vielfalt an Kulturen. Zudem ermöglichen wir Landwirt:innen den Zugang zu innovativen Techniken, um mehr Ertrag aus der Kakaofrucht zu erzielen, beispielsweise indem bislang wenig genutzte Bestandteile der Kakaoschote – Fruchtfleisch und Plazenta – zu Schokoladenflocken verarbeitet werden. So können sie aus ihren Kakaoernten mehr Ertrag und Wert erzielen.
Diese Massnahmen sollen einen gerechten Übergang unterstützen, bei dem der Wandel hin zu einer widerstandsfähigen Produktion die Lebensgrundlagen von Gemeinschaften stärken und negative Auswirkungen begrenzen kann. Das können wir nicht allein erreichen. Politische Entscheidungsträger müssen mit dem privaten Sektor zusammenarbeiten, um starke Ökosysteme zu schaffen, die die Einführung regenerativer Landwirtschaft fördern und einen gerechten Übergang ermöglichen.
Gerechter Übergang
Ein gerechter Übergang ist ein Rahmen, der den gross angelegten Wandel hin zu regenerativen Ernährungssystemen so fair und inklusiv wie möglich gestalten soll, indem Möglichkeiten für menschenwürdige Arbeit geschaffen und negative Auswirkungen auf Landwirt:innen, Beschäftigte und Gemeinschaften begrenzt werden. Er umfasst Massnahmen, die darauf abzielen, negative soziale und wirtschaftliche Folgen von Klima- und Landwirtschaftsmassnahmen zu mindern und gleichzeitig die Vorteile für alle Beteiligten zu maximieren – insbesondere für besonders gefährdete Gruppen wie Landwirt:innen, Frauen und Arbeitsmigrantinnen und -migranten. Dazu gehören beispielsweise die Stärkung der Resilienz, die Verbesserung der Lebensgrundlagen und die Förderung der Menschenrechte. Ein gerechter Übergang bedeutet, soziale und wirtschaftliche Risiken im Zusammenhang mit Klima- und Landwirtschaftstransformationen frühzeitig zu erkennen, zu vermeiden und anzugehen und gleichzeitig eine faire Verteilung der Vorteile zu fördern – etwa eine höhere Resilienz, bessere Produktivität und neue Einkommensmöglichkeiten –, insbesondere für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Beschäftigte, Frauen und Arbeitsmigrantinnen und -migranten, die unverhältnismässig stark betroffen sein können.
Ein harmonisierter Ansatz
Auf dem Weg zu einem harmonisierten Ansatz
2026 schloss sich Nestlé mehr als 40 Lebensmittel- und Agrarunternehmen an, um das Regenerating Together Programme der SAI Platform zu unterstützen. Diese gemeinsame Initiative der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) Platform soll die Einführung regenerativer Landwirtschaft durch praktische Leitlinien, Unterstützung bei der Umstellung und robuste Verifizierungsprotokolle beschleunigen. Das Programm wurde von Nestlé und anderen Unternehmen gemeinsam entwickelt – unter Einbezug von Landwirt:innen, NGOs, Wissenschaft und Branchenpartnern – und soll Konsistenz, Glaubwürdigkeit und Transparenz in den Lieferketten verbessern.
Das Regenerating Together Programme verfolgt einen ganzheitlichen landwirtschaftlichen Ansatz, der auf agroökologischen Prinzipien basiert. Es unterstützt drei wesentliche landwirtschaftliche Ressourcen – Boden, Wasser und Biodiversität – und soll landwirtschaftlichen Gemeinschaften zugutekommen.
Regenerative Landwirtschaft in der Praxis
Gemeinsam regenerative Landwirtschaftspraktiken umsetzen
Nestlé France arbeitet mit verschiedenen Interessengruppen zusammen, um die Beschaffung wichtiger Zutaten von Betrieben zu beschleunigen, die auf regenerative Landwirtschaft umstellen. Das Konsortium – darunter Earthworm Foundation, Kermap, Inrae und Agro-Transfer sowie lokale Lieferanten und Genossenschaften – unterstützt die Umsetzung regenerativer Landwirtschaftspraktiken wie Zwischenfrüchte, Fruchtfolge und reduzierte Bodenbearbeitung. Das Projekt zielt darauf ab, den Gehalt an organischer Substanz im Boden zu erhöhen und dadurch Bodenfruchtbarkeit und Erträge zu steigern.
Nestlé hat zwei Projekte mit Cargill und ETG | Beyond Beans gestartet, um die Kohlenstoffemissionen in unserer Kakao-Lieferkette zu reduzieren. Die Initiativen fördern Agroforstwirtschaft, regenerative Landwirtschaft und Wiederaufforstung und sollen mehr als zwei Millionen Schattenbäume in Ghana und Côte d’Ivoire verteilen. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften sollen diese Massnahmen die THG-Emissionen senken, die Biodiversität stärken und Landwirt:innen unterstützen.
AgroImpact: das umfassendste und zukunftsweisendste Klimaschutzprojekt in der schweizerischen Landwirtschaft.
Als Mitinitiantin und Vorstandsmitglied von AgroImpact setzt sich Nestlé Schweiz zusammen mit verschiedenen Partnern, wie den Landwirtschaftskammern, dem WWF und der EPFL für einen agrarökologischen Wandel in der Schweiz ein.
Nestlé hat einen wichtigen Beitrag zum Start des Projekts geleistet, indem sie die Teilnahme für die Landwirtschaftsbetriebe entlang ihrer Wertschöpfungskette ermöglicht. Das Unternehmen zahlt den jeweiligen Landwirt:innen eine Klimaprämie, deren Höhe sich nach der erreichten CO2-Reduktion und der Art der gelieferten Produkte bemisst. Mittelfristig möchten wir in der Schweiz Schritt für Schritt alle landwirtschaftlichen Lieferant:innen von Nestlé in das Projekt integrieren und werden ihnen jährlich 2.3 Millionen Franken als Kompensation für ihre Anstrengungen zur CO2-Reduktion zahlen.
Das Projekt trifft auf fruchtbaren Boden, denn unser Ansatz sich schnell herumgespricht: Schon mehrere Hundert landwirtschaftliche Betriebe haben sich angeschlossen, und immer mehr Unternehmen und Organisationen wollen mitmachen.
Für weitere Informationen : CO2-Fussabdruck mit Unterstützung von Nestlé | Nestlé

Der Schwerpunkt liegt darauf, Lieferanten sowie Landwirt:innen mit Beratung, Schulungen und finanzieller Unterstützung zu begleiten und Initiativen weiter auszubauen. All dies ist Teil unseres Engagements, regenerative Landwirtschaft voranzubringen.


