Unser Nachhaltigkeitsansatz
Unsere Ambition ist es, regenerative Lebensmittelsysteme im grossen Massstab voranzubringen.
Vorantreiben:
Indem wir die einflussreiche Stimme von Nestlé einbringen, um gemeinsam mit anderen Akteuren Fortschritte zu fördern.
Regenerative Lebensmittelsysteme:
Sie gehen über die Verringerung negativer Auswirkungen hinaus, indem sie ökologische Systeme aktiv wiederherstellen und zugleich die sozialen, wirtschaftlichen und menschenrechtlichen Grundlagen stärken, von denen die Lebensmittelproduktion abhängt, damit Lebensmittelsysteme Natur, Menschen und ihre Lebensgrundlagen dauerhaft unterstützen können.
Im grossen Massstab:
Denn der Planet, die Gemeinschaften und die Menschen brauchen einen umfassenden Wandel auf Systemebene.
Das globale Lebensmittelsystem steht an einem kritischen Wendepunkt. Klimawandel, Verlust der Biodiversität, Wasserknappheit und Bodendegradation bedrohen die Lebensmittelproduktion und die Lebensgrundlagen der Bäuerinnen und Bauern, die unsere Zutaten erzeugen. Klima und Natur in einem gemeinsamen Ansatz zu berücksichtigen, ist entscheidend, um die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten zu stärken und den Übergang zu regenerativen Lebensmittelsystemen zu unterstützen.
Wir tragen durch zentrale Initiativen zur Bewältigung dieser Herausforderungen bei: unseren integrierten Klima- und Natur-Übergangsplan Roots of Net Zero (PDF in englischer Sprache, 14 MB), das Nestlé Agriculture Framework (PDF in englischer Sprache, 19 MB) und unsere Human Rights Framework and Roadmap (PDF in englischer Sprache, 11 MB). Sie unterstützen unser kontinuierliches Wachstum und unsere Fähigkeit, dass auch kommende Generationen gut versorgt sind.
Unser Ziel ist es, regenerative Landwirtschaft als Standardansatz in der gesamten Lebensmittelindustrie zu etablieren und dabei ökologische, klimatische und soziale Aspekte gemeinsam zu berücksichtigen. Dieser Wandel geht über die Einführung einzelner landwirtschaftlicher Praktiken hinaus. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Systeme hin zu Modellen, die langfristig zu positiven Ergebnissen für Menschen, Natur und Klima beitragen sollen.
Uns ist bewusst, dass die Umstellung der Lebensmittelproduktion Zeit braucht und an unterschiedliche landwirtschaftliche, klimatische und sozioökonomische Bedingungen angepasst werden muss. Dafür braucht es Verständnis und Unterstützung von allen Beteiligten – von Regierungen, Wissenschaft und NGOs über andere Unternehmen und Wettbewerber bis hin zu Finanzinstituten und Rohstoffhändlern. Wir alle können dazu beitragen, regenerative Ernährungssysteme Wirklichkeit werden zu lassen.
Unser „Regeneration Wheel“ – wie wir Shared Value schaffen
Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind eng miteinander verknüpft: Das Klima erwärmt sich, Natur und Artenvielfalt gehen verloren, extreme Wetterereignisse nehmen zu, Rohstoffe werden knapper und die wirtschaftliche Ungleichheit wächst. Darum setzen wir auf einen ganzheitlichen Ansatz.
Mit unserem sogenannten Regeneration Wheel zeigen wir, wie die verschiedenen Bereiche, in denen wir Shared Value schaffen, zusammenhängen. Es macht deutlich, dass wir Werte für Menschen und Tiere, für Gemeinschaften und den Planeten schaffen wollen und damit auch die Zukunft unseres Unternehmens sichern.

Landwirtschaft neu denken. Zukunft stärken.
Regenerative Landwirtschaft stärkt von Grund auf: Sie verbessert die Böden, fördert die Artenvielfalt und schützt das Wasser. Sie setzt auf Methoden wie eine geringere Nutzung synthetischer Hilfsmittel sowie Agroforstwirtschaft, Zwischenfruchtanbau, reduzierte Bodenbearbeitung, Schutzstreifen an Gewässern, integrierten Pflanzenschutz und ein integriertes Nährstoffmanagement im Boden.
Wir wissen, dass es nicht leicht ist, von vertrauten Methoden auf neue landwirtschaftliche Wege umzusteigen. Darum begleiten wir Landwirt:innen ganzheitlich – mit finanzieller Unterstützung und Anreizen, mit Trainings und indem wir die Nachfrage nach Zutaten erhöhen, die unter regenerativen Bedingungen angebaut werden.
Bis 2030 wollen wir 50 % der Mengen wichtiger Zutaten von Bäuerinnen und Bauern beziehen, die regenerative Landwirtschaftspraktiken anwenden. Dieser KPI umfasst die folgenden Zutatenkategorien: Getreide und Körner; Kakao; Kokosnuss; Milchprodukte (Milchderivate und Frischmilch); Haselnüsse; Rohkaffee; Fleisch, Geflügel und Eier; Soja; Gewürze; Zucker; Gemüse sowie pflanzliche Fette und Öle (einschliesslich Palmöl).
Erfahren Sie mehr über unsere Pläne für dieses Ziel.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt ”Environmental Disclosures” unseres Non-Financial Statements 2025 (PDF in englischer Sprache, 16 MB). Bitte beachten Sie, dass sich der Umfang der berücksichtigten Zutaten ab dem Geschäftsjahr 2026 geändert hat.
Unsere Unterstützung für einen gerechten Übergang
Die Umstellung auf regenerative landwirtschaftliche Praktiken sowie die nachhaltige Bewirtschaftung und Wiederherstellung produktiver landwirtschaftlicher Flächen und Landschaften muss mit einem gerechten Übergang einhergehen
Deshalb unterstützen wir Landwirt:innen mit finanzieller Hilfe, honorieren gute Praktiken und bieten technische sowie wissenschaftliche Beratung, etwa durch Programme wie das Nespresso AAA Sustainable QualityTMProgramm oder das Income Accelerator Program (PDF in englischer Sprache, 800 KB). Dieser Ansatz, verbunden mit der Achtung und Förderung der Menschenrechte, soll zu einem gerechten Übergang zu neuen Methoden in unseren gesamten Lieferketten beitragen.
Gerechter Übergang
Ein gerechter Übergang bezeichnet einen Rahmen, der den Wandel hin zu regenerativen Lebensmittelsystemen im grossen Massstab so fair und inklusiv wie möglich gestalten soll, indem Möglichkeiten für menschenwürdige Arbeit geschaffen und negative Auswirkungen auf Bäuerinnen und Bauern, Arbeitnehmende und Gemeinschaften minimiert werden.
Dies erfordert, soziale und wirtschaftliche Risiken im Zusammenhang mit Klima- und Landwirtschaftstransitionen vorauszusehen, zu verhindern und anzugehen und zugleich eine gerechte Verteilung der Vorteile sicherzustellen, insbesondere hinsichtlich Widerstandsfähigkeit, Produktivität und Einkommensmöglichkeiten. Dies gilt besonders für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Arbeitnehmende, Frauen und Wanderarbeitnehmende, die unverhältnismässig stark betroffen sein können. Erfahren Sie mehr über den gerechten Übergang.
Ein regeneratives Lebensmittelsystem geht über die Verringerung negativer Auswirkungen hinaus, indem es ökologische Systeme aktiv wiederherstellt und zugleich die sozialen, wirtschaftlichen und menschenrechtlichen Grundlagen stärkt, von denen die Lebensmittelproduktion abhängt, damit Lebensmittelsysteme Natur, Menschen und ihre Lebensgrundlagen dauerhaft unterstützen können.
Natur und Artenvielfalt
Der Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen sind entscheidend, um die langfristige Widerstandsfähigkeit von Ernährungssystemen zu sichern und den Klimawandel zu bekämpfen.
Wie in unserem integrierten Klima- und Natur-Übergangsplan Roots of Net Zero (PDF, 14 MB) ausführlicher beschrieben, arbeiten wir daran, natürliche Ressourcen zu schützen – insbesondere Wälder und natürliche Ökosysteme. Sie bieten Lebensräume für viele Arten, speichern Wasser, binden Kohlendioxid und tragen direkt zur Lebensgrundlage indigener Völker und lokaler Gemeinschaften bei. Dazu setzen wir auf Landschaftsinitiativen und Aufforstungsprojekte und beziehen Zutaten, die als entwaldungsfrei eingestuft wurden.
So führt unser Global Restoration Program gross angelegte Aufforstungsprojekte in unseren Lieferketten und Beschaffungsregionen durch. Derzeit gibt es 15 Projekte in Ländern wie Brasilien, Kolumbien, Honduras, Nicaragua, Frankreich, Thailand, Côte d’Ivoire, Australien, Vietnam und China. Im Jahr 2025 wurden 96,9 % unserer primären Lieferketten für Fleisch, Palmöl, Zellstoff und Papier, Soja, Zucker, Kakao und Kaffee als entwaldungsfrei eingestuft.* Mehr Informationen erhalten Sie im „Environmental Disclosures”-Abschnitt unseres Non-Financial Statements 2025 (PDF in englischer Sprache, 18 MB).
* Diese Leistungszahl weicht von derjenigen in unserer Nichtfinanziellen Erklärung 2025 ab, da wir unsere Methodik in der ersten Hälfte des Jahres 2026 geändert haben. Neu berücksichtigen wir die Mengen der Zutaten, umgerechnet auf ihren ursprünglichen Frischzustand, statt auf ihre verarbeitete Form.
Entwaldungsfrei
Entwaldungsfrei bedeutet, dass die betreffenden Rohstoffe nachweislich auf Flächen produziert wurden, auf denen nach einem für den jeweiligen Rohstoff festgelegten Stichtag keine Entwaldung oder Umwandlung von Ökosystemen stattgefunden hat. Dieser Stichtag unterscheidet sich je nach Rohstoff, liegt aber spätestens am 31. Dezember 2020. Zu den als entwaldungsfrei eingestuften Rohstoffen gehören teilweise auch Rohstoffe, die unter die Anforderungen der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Produkte fallen. Der Umfang der veröffentlichten Kennzahl geht jedoch über diese länderspezifischen gesetzlichen Anforderungen hinaus und ist Teil des globalen Ansatzes von Nestlé zur Bekämpfung der Entwaldung. Erfahren Sie mehr über Entwaldung.
Landschaftsinitiativen sind Programme vor Ort, an denen verschiedene Interessengruppen beteiligt sind. Sie verfolgen gemeinsame Ziele, setzen gemeinsam Massnahmen um und berücksichtigen dabei unterschiedliche Interessen. Gleichzeitig wird der Fortschritt bei der Verbesserung sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Bedingungen auf Landschaftsebene überwacht. Die Programme beziehen sich auf grössere geografische Gebiete rund um landwirtschaftliche Flächen, auf denen unsere landwirtschaftlichen Rohstoffe produziert werden.
So gehen wir den Klimawandel an
Der aktualisierte Klima-Übergangsplan von Nestlé berücksichtigt die grundlegende Tatsache, dass unser Unternehmen von der Natur abhängig und eng mit landwirtschaftlichen Gemeinschaften verbunden ist. Unser langfristiger Erfolg hängt von der Widerstandsfähigkeit der Menschen, der Natur und des Klimas ab – diese Bereiche müssen gemeinsam betrachtet werden.
Durch die Stärkung der Versorgungssicherheit, die Verringerung unserer Abhängigkeit von den Preisschwankungen fossiler Brennstoffe, die Vermeidung von Kosten und eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels wollen wir einen Weg zur Dekarbonisierung einschlagen, der Ökosystemleistungen schützt und verbessert und gleichzeitig langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Wert entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette schafft.
Wir sind überzeugt, dass die Bekämpfung des Klimawandels eine zentrale Aufgabe für unser Unternehmen ist. Auf Grundlage unseres integrierten Klima- und Natur-Übergangsplans Roots of Net Zero (PDF, 14 MB) wollen wir unsere Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber dem Ausgangswert von 2018 um 50 % reduzieren und spätestens bis 2050 Netto-Null erreichen.* Erfahren Sie mehr über unsere Pläne.
Wir sind stolz auf die Fortschritte, die wir bisher erzielt haben.
So wollen wir beispielsweise unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren, indem wir an allen unseren Produktionsstandorten, eigenen Forschungs- und Entwicklungszentren sowie eigenen Vertriebszentren zum Jahresende 98–100 % erneuerbaren Strom einsetzen.
Ausserdem integrieren wir naturbasierte Lösungen. So wollen wir beispielsweise bis 2030 50 % der Mengen wichtiger Zutaten von Bäuerinnen und Bauern beziehen, die regenerative Landwirtschaftspraktiken anwenden.**
* Die Netto-Reduktion (%) der Treibhausgasemissionen gegenüber dem Ausgangswert von 2018 umfasst auch Entnahmen innerhalb der Wertschöpfungsketten und Beschaffungsregionen von Nestlé. Dies gilt vorbehaltlich der Veröffentlichung der SBTi-Leitlinien zur Neutralisierung. Bestimmte Emissionskategorien sind von unserem Netto-Null-Ziel gemäss SBTi ausgenommen. Trotz dieser Ausnahmen sind 90 % unserer gesamten Scope-3-Emissionen vom Geltungsbereich und Ziel unseres Netto-Null-Ziels abgedeckt.
** Der Umfang der wichtigen Zutaten wurde ab 2026 geändert. Der neue Umfang umfasst: Getreide und Körner; Kakao; Kokosnuss; Milchprodukte (Milchderivate und Frischmilch); Haselnüsse; Rohkaffee; Fleisch, Geflügel und Eier; Soja; Gewürze; Zucker; Gemüse sowie pflanzliche Fette und Öle (einschliesslich Palmöl).
2019 haben wir uns das Ziel gesetzt, spätestens bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. 2026 haben wir unseren zeitgebundenen Plan, die Nestlé Roots of Net Zero, aktualisiert. Er bildet die Grundlage für die Klimastrategie der Nestlé Gruppe und dient als unser Übergangsplan für einen mit dem 1,5-°C-Pfad vereinbaren Weg, der von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurde. Verbleibende Emissionen werden wir durch hochwertige naturbasierte Lösungen ausgleichen, beispielsweise durch Agroforstwirtschaft, die Kombination von Bäumen mit Viehhaltung sowie die Wiederherstellung von Wäldern und Mooren. Erfahren Sie mehr über Netto-Null.
Naturbasierte Lösungen sind Strategien, die natürliche Prozesse und Ökosysteme nutzen, um gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen und zugleich Menschen, Klima und Natur zugutekommen. Dazu zählen Massnahmen zum Erhalt, zur Bewirtschaftung und zur Wiederherstellung natürlicher und veränderter Ökosysteme, etwa Agroforstwirtschaft, Bodenmanagement sowie die Wiederherstellung von Mooren und Wäldern.
Ökosystemleistungen sind die Vorteile, die Menschen aus Ökosystemen ziehen, darunter Versorgungs-, Regulierungs-, Unterstützungs- und kulturelle Leistungen, beispielsweise die Bereitstellung von Lebensmitteln und Süsswasser, die Klimaregulierung, die Reinigung von Luft und Wasser sowie die Bestäubung.
Regenerative Lebensmittelsysteme sind nicht erstrebenswert, sondern pragmatisch. Sie kommen der gesamten Lieferkette, dem gesamten Unternehmen und der gesamten globalen Gesellschaft zugute.


