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Unsere Absicht ist klar definiert: Unser globales Leitmotiv lautet „to advance regenerative food systems at scale“ – also regenerative Lebensmittelsysteme im grossen Massstab voranzubringen. Jedes Wort darin ist bewusst gewählt und zeigt, wie wir unsere Aktivitäten gezielt beschleunigen:

Advance
Wir treiben Fortschritt voran, indem wir die Stimme von Nestlé stärken und unseren Einfluss nutzen, um gemeinsam mit Partnern Veränderungen zu bewirken.

Regenerative
Wir setzen uns dafür ein, landwirtschaftliche Flächen und Landschaften zu erhalten und aktiv zu regenerieren.

Food systems
Darunter verstehen wir alle Akteure, Aktivitäten, Prozesse und Produkte entlang der gesamten Lieferkette. Vom Anbau über die Verarbeitung und Verpackung bis hin zur Lieferung, zum Konsum und zum Umgang mit Lebensmitteln und entsprechenden Abfällen.

At scale
Denn unser Planet, die Gesellschaft und jeder Einzelne sind auf Veränderungen angewiesen, die global wirken und ganze Systeme nachhaltig transformieren.

Das weltweite Lebensmittelsystem steht an einem Wendepunkt. Die Folgen der Erderwärmung zeigen sich immer deutlicher: Natur und Artenvielfalt gehen verloren, extreme Wetterereignisse nehmen zu. Der Klimawandel lässt unsere natürlichen Ressourcen immer schneller schwinden und schädigt die Ökosysteme, auf die wir für unsere Nahrungsproduktion angewiesen sind.

Wir gehen diese Herausforderungen mit wichtigen Initiativen an: unserer Net Zero Roadmap (PDF in englischer Sprache, 16 MB), dem Nestlé Agriculture Framework (PDF in englischer Sprache, 19 MB) sowie unserem Human Rights Framework and Roadmap (PDF in englischer Sprache, 5 MB). Diese Programme helfen uns, weiterhin zu wachsen und gleichzeitig sicherzustellen, dass auch kommende Generationen gut versorgt sind.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Landwirt:innen, Lieferanten und Partnern schaffen wir eine Lebensmittelversorgung, die widerstandsfähiger ist, alle Beteiligten in unserer Lieferkette stärkt und zeitgleich unser Geschäft fördert.

Damit dieser Wandel gelingt, braucht es das Verständnis und die Unterstützung aller Akteure. Von Regierungen, Wissenschaft und NGOs über Unternehmen und Wettbewerber bis hin zu Finanzinstitutionen und Rohstoffhändlern.

Denn nur gemeinsam können wir dazu beitragen, regenerative Lebensmittelsysteme Wirklichkeit werden zu lassen.


Unser „Regeneration Wheel“ – wie wir Shared Value schaffen

Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind eng miteinander verknüpft: Das Klima erwärmt sich, Natur und Artenvielfalt gehen verloren, extreme Wetterereignisse nehmen zu, Rohstoffe werden knapper und die wirtschaftliche Ungleichheit wächst. Darum setzen wir auf einen ganzheitlichen Ansatz.

Mit unserem sogenannten Regeneration Wheel zeigen wir, wie die verschiedenen Bereiche, in denen wir Shared Value schaffen, zusammenhängen. Es macht deutlich, dass wir Werte für Menschen und Tiere, für Gemeinschaften und den Planeten schaffen wollen und damit auch die Zukunft unseres Unternehmens sichern.

Sustainability


Landwirtschaft neu denken. Zukunft stärken.

Regenerative Landwirtschaft stärkt von Grund auf: Sie verbessert die Böden, fördert die Artenvielfalt und schützt das Wasser. Sie setzt auf Methoden wie eine geringere Nutzung synthetischer Hilfsmittel sowie Agroforstwirtschaft, Zwischenfruchtanbau, reduzierte Bodenbearbeitung, Schutzstreifen an Gewässern, integrierten Pflanzenschutz und ein integriertes Nährstoffmanagement im Boden.

Wir wissen, dass es nicht leicht ist, von vertrauten Methoden auf neue landwirtschaftliche Wege umzusteigen. Darum begleiten wir Landwirt:innen ganzheitlich – mit finanzieller Unterstützung und Anreizen, mit Trainings und indem wir die Nachfrage nach Zutaten erhöhen, die unter regenerativen Bedingungen angebaut werden.

Der Umfang dieser Kennzahl umfasst folgende Rohstoffkategorien: Milchprodukte (also Frischmilch und Milchderivate), Kaffee, Getreide und Körner, Soja, Gemüse, Kakao, Palmöl, Zucker, Fisch und Meeresfrüchte sowie Fleisch, Geflügel und Eier. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt ”Environmental Disclosures” unseres Non-Financial Statements 2025 (PDF in englischer Sprache, 16 MB).

Bis 2030 wollen wir fünfzig Prozent unserer wichtigsten Rohstoffe von Landwirt:innen beziehen, die regenerative Landwirtschaft betreiben.

Unsere Unterstützung für einen gerechten Übergang

Unser Ziel ist es, die Lebensgrundlagen von landwirtschaftlichen Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu verbessern, damit sie sich und ihre Familien zuverlässig versorgen können. Der Weg hin zur regenerativen Landwirtschaft braucht Zeit. Deshalb unterstützen wir Landwirt:innen mit finanzieller Hilfe, honorieren gute Praktiken und bieten technische sowie wissenschaftliche Beratung, etwa durch Programme wie das Nespresso AAA Sustainable QualityTMProgramm oder das Income Accelerator Program (PDF in englischer Sprache, 800 KB). Dieser Ansatz, verbunden mit der Achtung und Förderung der Menschenrechte, soll zu einem gerechten Übergang zu neuen Methoden in unseren gesamten Lieferketten beitragen.

Die wichtigsten Begriffe erklärt 

Definition eines gerechten Übergangs 
Ein gerechter Übergang beschreibt einen Ansatz, der den Wandel hin zu einem regenerativen Ernährungssystem so fair und inklusiv wie möglich gestalten soll. Ziel ist es, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen und negative Auswirkungen auf Landwirt:innen, Arbeitskräfte und Gemeinschaften möglichst gering zu halten. 
Er umfasst verschiedene Massnahmen, die soziale und wirtschaftliche Auswirkungen von Klima- und Landwirtschaftsinitiativen abfedern und gleichzeitig möglichst vielen zugutekommen – insbesondere vulnerablen Gruppen wie Landwirt:innen, Frauen oder migrantischen Arbeitskräften. Im Fokus stehen dabei unter anderem stabilere Lebensgrundlagen, bessere Einkommensperspektiven und die Stärkung von Menschenrechten. Hier lesen Sie mehr darüber.

Natur und Artenvielfalt

Wir setzen uns dafür ein, die natürlichen Ressourcen zu schützen, insbesondere Wälder und Ökosysteme. Sie bieten Lebensräume für unzählige Arten, speichern Wasser, binden Kohlendioxid und sichern direkt die Lebensgrundlagen indigener Völker und lokaler Gemeinschaften. Dafür treiben wir Landschaftsinitiativen und Wiederaufforstungsprojekte voran und beziehen gezielt Rohstoffe, die nachweislich entwaldungsfrei sind.

Zum Beispiel setzt unser Global Reforestation Program (PDF in englischer Sprache, 500 KB) gross angelegte Aufforstungsprojekte in unseren Lieferketten und Anbaugebieten um, mit Projekten in Brasilien, Kolumbien, Côte d’Ivoire, Mexiko, Vietnam, Australien, China, Honduras, Nicaragua und Thailand.

Im Jahr 2025 wurden 96,7 % unserer wichtigsten Lieferketten für Fleisch, Palmöl, Zellstoff und Papier, Soja, Zucker, Kakao und Kaffee als entwaldungsfrei bewertet. Mehr Informationen erhalten Sie im „Environmental Disclosures”-Abschnitt unseres Non-Financial Statements 2025 (PDF in englischer Sprache, 16 MB).

Die wichtigsten Begriffe erklärt 

Entwaldungsfrei 
Entwaldungsfrei bedeutet, dass die betroffenen Rohstoffe auf Flächen produziert bewertet wurden, die nach einem bestimmten Stichtag weder entwaldet noch umgewandelt wurden. Dieser Stichtag variiert je nach Rohstoff, liegt jedoch spätestens am 31. Dezember 2020. Mehr über entwaldungsfreie Lieferketten erfahren. 

So gehen wir den Klimawandel an

Unsere Arbeit hängt von der Natur ab, denn sie liefert die Rohstoffe für unsere Produkte. Deshalb müssen unsere Lieferketten widerstandsfähig sein – gegen die Folgen des Klimawandels für die Produktivität von Lebensmittelsystemen und für das Wohlergehen von Landwirt:innen, Produzenten und ihren Gemeinschaften.

Für uns ist es entscheidend, den Klimawandel aktiv anzugehen. Mit unserer Net Zero Roadmap (PDF in englischer Sprache, 16 MB) verfolgen wir das Ziel, unsere Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2018 um 50 % zu senken und bis spätestens 2050 Netto Null zu erreichen. 1 Wir sind stolz auf die Fortschritte, die wir bisher gemacht haben.

Wir reduzieren unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, stellen unsere Produktionsstätten Schritt für Schritt auf erneuerbaren Strom um und setzen auf naturbasierte Lösungen, zum Beispiel indem wir bis 2030 fünfzig Prozent unserer wichtigsten Rohstoffe von Landwirt:innen beziehen wollen, die regenerative Methoden einsetzen.

Wir sind stolz auf die Fortschritte, die wir bisher gemacht haben. Gleichzeitig arbeiten wir weiter daran, unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, indem wir in allen Produktionsstandorten auf 100 % Strom aus erneuerbaren Quellen umstellen und naturbasierte Lösungen stärker integrieren. Dazu gehört zum Beispiel das Ziel, bis 2030 50 % der Mengen wichtiger Rohstoffe von Landwirt:innen zu beziehen, die regenerative Anbaumethoden anwenden.2

1 Die Netto-Reduktionen (in Prozent) der Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr 2018 umfassen Entnahmen innerhalb der Lieferketten von Nestlé sowie in den Beschaffungsregionen (vorbehaltlich der Veröffentlichung der SBTi-Leitlinien zur Neutralisierung von Emissionen). 

2 Der Umfang dieses KPI umfasst die folgenden Zutatenkategorien: Milchprodukte (z. B. Frischmilch und Milchderivate), Kaffee, Getreide und Körner, Soja, Gemüse, Kakao, Palmöl, Zucker, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Geflügel und Eier.

Die wichtigsten Begriffe erklärt 

Netto-Null 
Nestlé hat sich verpflichtet, spätestens bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Bereits 2020 haben wir mit der Net Zero Roadmap (PDF in englischer Sprache, 16 MB) einen zeitlich klar definierten Fahrplan veröffentlicht. Sie bildet die Grundlage unserer Klimastrategie und zeigt, wie wir unseren Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel leisten. Dieser Ansatz wurde von der Science Based Targets initiative (SBTi) bestätigt. Verbleibende Emissionen gleichen wir durch hochwertige naturbasierte Klimaschutzlösungen aus. Mehr zum Thema Netto-Null lesen Sie hier.