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Unsere Strategie zum Schutz von Menschenrechten

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Faire Lebensgrundlagen und menschenwürdige Arbeit entlang der Lieferkette sind entscheidend, um erfolgreich auf regenerative Lebensmittelsysteme umzustellen. Unser Human Rights Framework und unsere Roadmap bieten die Grundlage dafür.

Unsere Verantwortung ist klar: Wir achten und stärken die Menschenrechte entlang unserer Lieferkette. Unsere Grösse hilft uns dabei, Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema zu schaffen, Kompetenzen bei unseren Kolleg:innen und Geschäftspartnern aufzubauen und Gemeinschaften sowie Einzelpersonen zu stärken.

Menschenrechte sind fest in unseren Unternehmensstrukturen und Richtlinien verankert. So stellen wir sicher, dass sie bei Entscheidungen berücksichtigt werden und wir internationale Standards sowie gesetzliche Vorgaben einhalten.

Die wichtigsten Begriffe erklärt

Regenerative Lebensmittelsysteme im grossen Massstab voranbringen

  • Die Absicht von Nestlé, regenerative Lebensmittelsysteme im grossen Massstab voranzubringen, bedeutet: Fortschritte zu fördern, indem wir unsere Stimme erheben und unseren Einfluss in Zusammenarbeit mit anderen nutzen. 
  • Regenerativ bedeutet, landwirtschaftliche Flächen und Landschaften zu erhalten und wiederherzustellen. 
  • Lebensmittelsysteme umfassen alle Akteure, Aktivitäten, Prozesse und Produkte entlang der gesamten Lieferkette – vom Anbau über die Verarbeitung und Verpackung bis hin zur Lieferung, zum Konsum und zum Umgang mit Lebensmitteln und entsprechenden Abfällen.  
  • Im grossen Massstab, denn unser Planet, die Gesellschaft und jeder Einzelne sind auf Veränderungen angewiesen, die global wirken und ganze Systeme nachhaltig transformieren.  

Mehr über das Thema lesen Sie im Beitrag über unseren Nachhaltigkeitsansatz.

Mögliche Menschenrechtsverletzungen aktiv identifizieren

3753
1209
96.2 %
86.8 %

1 Gilt nur für Côte d’Ivoire und Ghana. Einschliesslich Massenbilanz
2 Bitte beachten Sie, dass sich der Berichtsumfang dieses KPI von dem der übrigen hier ausgewiesenen ESG-KPIs (ohne Treibhausgase) unterscheidet, da Nestlé Waters & Premium Beverages darin nicht berücksichtigt sind. Den genauen Umfang entnehmen Sie bitte Anhang 1 unseres Non-Financial Statements 2025 (PDF in englischer Sprache, 16 MB).

Weitere Informationen erhalten Sie im «Social Disclosures»-Abschnitt des Non-Financial Statements 2025 (PDF in englischer Sprache, 16 MB).

Unser Human Rights Framework und Roadmap

Unser Human Rights Framework und Roadmap zielt darauf ab, unsere Sorgfaltspflicht in der gesamten Lieferkette zu erhöhen und gleichzeitig unsere positiven Auswirkungen auf einen gerechten Übergang zu einem regenerativen Lebensmittelsystem vor Ort zu verstärken.

Dabei knüpfen wir an unsere langjährige Erfahrung an, Menschenrechte in unserer Organisation zu verankern und Risiken vor Ort zu bewerten. Unser Framework schafft die Grundlage für einen strategischeren Ansatz: Wir bauen unsere Massnahmen gezielt aus, stärken die Kompetenzen unserer Kolleg:innen und Geschäftspartner, verfolgen unsere Fortschritte und gehen offen mit den Herausforderungen um, denen wir begegnen.

 

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Nestlé Human Rights Chart Due Diligence Salient Issue Action Plans Enabler 4 Strategic partnerships
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Unsere wichtigsten Menschenrechtsthemen verstehen

Unsere wichtigsten Menschenrechtsthemen sind die Bereiche, in denen unsere Geschäftstätigkeit oder Geschäftsbeziehungen die schwerwiegendsten negativen Auswirkungen auf Menschen haben können.

Grundlage dafür sind Menschenrechts-Folgenabschätzungen (Human Rights Impact Assessments, HRIAs), die wir zwischen 2009 und 2017 durchgeführt haben, sowie unsere Methode zur Bewertung von Menschenrechtsrisiken (Human Rights Risk Assessment, HRRA), die wir 2020 und 2021 entwickelt haben. Ergänzt wird dies durch unsere Audit-, Monitoring- und Beschwerdemechanismen. Unser neuer Lenkungsausschuss für Menschenrechte steuert die strategische Ausrichtung und Umsetzung unserer Aktionspläne zu diesen Schwerpunktthemen.

Unsere 10 wichtigsten Herausforderungen

  • Kinderarbeit verhindern und Zugang zu Bildung ermöglichen
  • Schutz vor Zwangsarbeit und verantwortungsvolle Rekrutierung
  • Existenzsichernde Einkommen und Löhne
  • Gleichstellung der Geschlechter, Nicht-Diskriminierung und Nicht-Belästigung
  • Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen
  • Recht auf Wasser und sanitäre Einrichtungen
  • Landrechte indigener Völker und lokaler Gemeinschaften
  • Datenschutz und Schutz der Privatsphäre
  • Recht auf Nahrung und Getränke sowie und Zugang zu einer nahrhaften, erschwinglichen und angemessenen Ernährung

Aktionspläne zu den wichtigsten Themen

Wir haben Aktionspläne für unsere zehn wichtigsten Themen entwickelt. In diesen Plänen wird unsere Strategie für die Einbindung, Bewertung, Behandlung und Berichterstattung zu jedem Thema dargelegt und definiert, was wir in unserer Wertschöpfungskette tun müssen und welche kollektiven Massnahmen ergriffen werden können.

Wir haben diese Aktionspläne umgesetzt und in unsere globalen Programme und Beschaffungsstrategien integriert, darunter den Nestlé Cocoa Plan, den Nescafé Plan 2030 und das Nespresso AAA Sustainable Quality™ Program.

Einbindung der Stakeholder vor Ort

Wir sind uns bewusst, wie wichtig es ist, den Stakeholdern zuzuhören und sie bei Themen, die sie betreffen, zu konsultieren, einschliesslich der am meisten gefährdeten Gruppen.

Bei der Umsetzung unserer Aktionspläne legen wir grossen Wert auf einen echten Dialog entlang unserer Lieferkette. Dazu gehören Lieferanten, Geschäftspartner, Arbeiter:innen und Landwirt:innen ebenso wie lokale Gemeinschaften und unsere Konsument:innen.

Wir richten unsere Aufmerksamkeit besonders auf vulnerable Personen und Gruppen, die durch Ausgrenzung oder andere Benachteiligungen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, darunter Wanderarbeiter:innen, Kinder, Frauen und Mädchen, Geschlechter- und sexuelle Minderheiten, ethnische Gruppen sowie indigene Völker und lokale Gemeinschaften.

  • Landwirt:innen in unserer Lieferkette und ihre Familien
  • Arbeitende in unserer Lieferkette, auch auf der Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe
  • Gemeinden in und um unsere Betriebe und Lieferketten, einschliesslich Frauen und Kinder
  • Unsere Mitarbeitenden und Auftragnehmer:innen vor Ort
  • Verbraucher:innen

Fünf wichtige Faktoren für die Einhaltung von Menschenrechten

Die Achtung und Förderung der Menschenrechte muss sorgfältig in die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, integriert werden. Um unseren Ansatz der Sorgfaltsprüfung zu verbessern, haben wir fünf wichtige Faktoren identifiziert, die dazu beitragen werden, die Art und Weise, wie wir unsere Sorgfaltsprüfung durchführen, weiter zu verbessern und die Achtung der Menschenrechte vor Ort zu fördern.

1 Governance und Anreize
Wir integrieren die Menschenrechte auf allen Ebenen unserer Führungsstruktur.

2 Richtlinien und Kontrollsysteme
Wir setzen unsere Richtlinien und Kontrollsysteme ein, um die Menschenrechte in der gesamten Organisation zu verankern.

3 Engagement und Advocacy
Wir arbeiten mit den wichtigsten Interessengruppen zusammen und setzen uns für eine intelligente Sorgfaltspflichtgesetzgebung und kollektive Massnahmen vor Ort ein.

4 Strategische Partnerschaften
Wir gehen Partnerschaften mit führenden Organisationen und mit Organisationen, die vor Ort tätig sind, ein.

5 Transparenz und Berichterstattung
Wir bieten ein hohes Mass an Transparenz in Bezug auf unsere Fortschritte und die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen.

Bedenken äussern

Im Einklang mit unserem Code of Business Conduct ermutigen wir alle Mitarbeitenden, offen über jedes Anliegen zu sprechen – auch über Bedenken oder den Verdacht auf unrechtmässiges Verhalten. Dazu gehören etwa Korruption und Bestechung, Belästigung, Diskriminierung, Betrug, Interessenkonflikte oder andere mögliche Verstösse. Ebenso zählen dazu Vorfälle oder Verhaltensweisen, die unseren Werten, den Corporate Business Principles (PDF in englischer Sprache 1,2 MB), dem Code of Business Conduct (PDF in englischer Sprache, 7 MB) oder den geltenden Gesetzen und Vorschriften widersprechen.

Speak Up ist unsere globale Plattform für Mitarbeitende und externe Stakeholder. Sie ermöglicht es, Anliegen vertraulich und auf Wunsch anonym zu melden, und stellt sicher, dass diese professionell bearbeitet werden. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, auf mögliche Verstösse aufmerksam zu machen.

Im Jahr 2024 haben wir auf dieser Grundlage ein Beschwerdemanagementverfahren für die Lieferkette eingeführt. Damit stärken wir unsere bestehenden Prozesse und schaffen ein wirksames Verfahren, um Beschwerden im Zusammenhang mit allen Lieferanten zu bearbeiten, von denen Nestlé direkt oder indirekt bezieht.