Unsere Massnahmen gegen die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll

Workers sorting recyclables at processing plant

Plastikabfälle, die sich auf Mülldeponien und in der Umwelt ansammeln, sind eines der drängendsten Probleme unserer Zeit.

Plastikabfälle gefährden die Tierwelt und bedrohen die Ökosysteme sowie die Nahrungskette. Wir betrachten die Bekämpfung der Plastikverschmutzung als dringende Priorität.

 

Weniger und bessere Kunststoffverpackungen auf den Markt bringen (Weniger Verpackung, Bessere Verpackung)

Wir wollen den Einsatz von neuem Kunststoff in unseren Verpackungen reduzieren. Dazu vermeiden wir unnötige und problematische Kunststoffe, führen wiederverwendbare und nachfüllbare Lösungen ein und prüfen alternative Materialien, wo es sinnvoll ist. Wenn möglich und geeignet, setzen wir recycelten Kunststoff für unsere Verpackungen ein. Damit schaffen wir Nachfrage nach recycelten Materialien und tragen dazu bei, ihren wirtschaftlichen Wert zu erhalten. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Verpackungen kontinuierlich weiter und vereinfachen ihr Design, damit sie besser mit bestehenden Systemen zur Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung kompatibel sind. So tragen wir gemeinsam dazu bei, Kunststoffverpackungen im Kreislauf zu halten und zu verhindern, dass sie in die Umwelt gelangen.

Unser Ziel

12–17 % 

Bis 2030 wollen wir den Einsatz von neuem Kunststoff gegenüber dem Ausgangswert von 2018 um 12–17 % reduzieren.*

* Nestlé misst die Reduktion des Einsatzes von neuem Kunststoff gegenüber dem Ausgangswert von 2018 (611 kt). Aufgrund der angekündigten künftigen Veräusserung werden Nestlé Waters und Premium Beverages bei diesem Ziel nicht berücksichtigt. Das Ziel kann nach Abschluss der Veräusserung angepasst werden, abhängig davon, wie sich diese auf das Verpackungsportfolio auswirkt.

Dieses Ziel spiegelt unsere Bemühungen wider, unnötige Verpackungen zu vermeiden, das Verpackungsdesign zu verbessern, wo sinnvoll mehr recycelte Materialien einzusetzen und alternative Verpackungslösungen dort auszuweiten, wo dies möglich ist.

Das Volumen an neuem Kunststoff wird berechnet, indem das Volumen des recycelten Kunststoffs vom gesamten Kunststoffverpackungsvolumen des jeweiligen Zeitraums abgezogen wird. Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackungen werden bei der Berechnung berücksichtigt.

Veränderungen im Geschäftsportfolio und in der Berichterstattungsmethodik von Nestlé können die Vergleichbarkeit bestimmter historischer Leistungsdaten beeinflussen.

Fortschritte auf dem Weg zu diesem Ziel werden durch Massnahmen vorangetrieben, mit denen wir unnötige Verpackungen vermeiden, den Rezyklatanteil erhöhen und auf alternative Materialien und Liefersysteme wie Wiederverwendung und Nachfüllung umstellen.

Wichtige Begriffe erklärt

Neuer Kunststoff: Kunststoff, der zuvor noch nicht verwendet oder über seine ursprüngliche Herstellung hinaus verarbeitet wurde. Dazu gehören sowohl Kunststoffe auf fossiler als auch auf biobasierter Grundlage.

Innovation, Wissenschaft, digitale Technologien und KI für eine schnellere Transformation von Verpackungen

Um unsere Bemühungen für weniger und bessere Verpackungen zu beschleunigen, setzen wir auf Wissenschaft, digitale Technologien und künstliche Intelligenz (KI). Diese Ansätze unterstützen uns bei der Auswahl von Materialien, bei Entscheidungen rund um das Verpackungsdesign und bei der Beurteilung der Recyclingfähigkeit. So können unsere Teams bei der Entwicklung, Prüfung und Einführung von Lösungen konsistentere und datenbasierte Entscheidungen treffen.

Unser Institute of Packaging Sciences wurde 2019 in Lausanne, Schweiz, gegründet und prüft die Sicherheit, Funktionalität und Leistungsfähigkeit von Verpackungsmaterialien. Das Team arbeitet eng mit Fachleuten an unseren verschiedenen Standorten sowie mit Lieferanten, Forschungseinrichtungen und Start-ups zusammen. So helfen wir dabei, innovative Ideen in praktische Lösungen umzusetzen.

Die Entwicklung effizienter Systeme für Sammlung, Sortierung und Recycling unterstützen (Bessere Systeme)

Wir wissen, dass es für eine grundlegende Veränderung nicht ausreicht, Verpackungen allein zu reduzieren oder zu verbessern. Die Lücke bei der weltweiten Abfallbewirtschaftungsinfrastruktur ist gross und liegt nicht unmittelbar in unserem Einflussbereich. Wir engagieren uns jedoch in Projekten und freiwilligen Initiativen auf der ganzen Welt, um diese Lücke zu schliessen. Dabei arbeiten wir mit Partnern, Regierungen und weiteren Akteuren entlang der Wertschöpfungskette zusammen, um die Infrastruktur für die Bewirtschaftung von Verpackungsabfällen weiterzuentwickeln. Gleichzeitig ermutigen wir Konsumentinnen und Konsumenten, ihre Abfälle zu trennen.

In Ländern mit gut ausgebauter Abfallbewirtschaftungsinfrastruktur und entsprechenden gesetzlichen Regelungen beteiligen wir uns über Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) an der Abfallbewirtschaftung.

In mehr als 20 Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika, in denen sich die Infrastruktur und gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Abfallbewirtschaftung noch entwickeln, unterstützen wir deren Ausbau aktiv durch unseren Plastic Recovery and Recycling Plan (PRRP). Dazu gehören die Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung auf Systemebene sowie unser Einsatz für die Einführung gut funktionierender und kosteneffizienter EPR-Systeme für Verpackungen.

Nestlé und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette haben am 30. November 2023 RecyPac in der Schweiz gegründet.

Gemeinsam gegen die Verschmutzung durch Plastik

Um Veränderungen über unsere eigenen Geschäftsbereiche hinaus zu erreichen, braucht es eine enge Abstimmung. Deshalb arbeiten wir weltweit mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette, anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Regierungen zusammen. Gemeinsam suchen wir nach Möglichkeiten, Plastikabfälle in der Umwelt zu reduzieren.

Wir sind Teil der Plastic Waste Coalition for Action des Consumer Goods Forum, der Global Plastic Action Partnership (GPAP) des World Economic Forum sowie verschiedener Plastic Pacts auf der ganzen Welt.

2019 sind wir der Initiative New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation beigetreten. Wir haben uns dazu verpflichtet, branchenübergreifend an einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoff zu arbeiten – zunächst mit einem Fokus auf Verpackungen.

Einsatz für bessere gesetzliche Rahmenbedingungen

Wirksame gesetzliche Rahmenbedingungen sind entscheidend, um den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffverpackungen zu beschleunigen. Wir unterstützen Regierungen weiterhin, indem wir uns aktiv für harmonisierte und bessere Regelungen einsetzen, die den Ausbau der notwendigen Infrastruktur in den Märkten, in denen wir tätig sind, vorantreiben.

Wir setzen uns für einen rechtsverbindlichen UN-Vertrag zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung ein und sind aktives Mitglied der Business Coalition for a Global Plastics Treaty.

Lesen Sie mehr über die Nachhaltigkeitsstrategie von Nestlé für Verpackungen (PDF, 12 MB) und über unsere Verpackungsstrategie.

Nestlé Cares – jeder packt mit an

nestle cares

Wir sind seit über 150 Jahren in der Schweiz ansässig und fühlen uns den Kommunen, in denen wir arbeiten, sehr verbunden. Mit Nestlé Cares, unserem Freiwilligenprogramm für Mitarbeitende in der Schweiz, bieten wir allen Beteiligten konkrete Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren und einen Beitrag zu leisten, der mit unseren Zielen und Werten übereinstimmt.