Beschaffung von Fleisch, Geflügel und Eiern
Wir beziehen Fleisch, Geflügel und Eier von Lieferanten weltweit.
Wir arbeiten mit unseren Lieferanten für Fleisch, Geflügel und Eier zusammen, um zur Verringerung der ökologischen und sonstigen Auswirkungen dieser Produktionsprozesse beizutragen. Alle unsere Lieferanten sind verpflichtet, unsere Responsible Sourcing Core Requirements einzuhalten.
Verantwortungsvolle Beschaffung
Für Nestlé bedeutet verantwortungsvolle Beschaffung, die Rückverfolgbarkeit unserer Zutaten zu verbessern und zu überwachen, wie sie produziert werden. Dazu wenden wir unsere Umwelt- und Menschenrechtsanforderungen auf den verschiedenen Stufen unserer Lieferkette an. Ausführlich beschrieben in unseren Responsible Sourcing Core Requirements (PDF, 2 MB). Zu diesen Anforderungen gehört beispielsweise, dass die Landrechte und Ressourcen indigener Völker und lokaler Gemeinschaften respektiert werden und dass es in unserer Lieferkette weder zu Entwaldung noch zur Umwandlung von Wäldern und anderen Ökosystemen kommt. Erfahren Sie mehr über verantwortungsvolle Beschaffung.
Entwaldungsfrei
Entwaldungsfrei bedeutet, dass die betreffenden Rohstoffe nachweislich auf Flächen produziert wurden, auf denen nach einem für den jeweiligen Rohstoff geltenden Stichtag, spätestens jedoch seit dem 31. Dezember 2020, keine Entwaldung oder Umwandlung von Ökosystemen stattgefunden hat. Zu den als entwaldungsfrei eingestuften Rohstoffen gehören teilweise auch Rohstoffe, die den Anforderungen der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Produkte unterliegen. Der Umfang der ausgewiesenen Kennzahl geht jedoch über diese rechtlich vorgeschriebenen, länderspezifischen Anforderungen hinaus und ist Teil unseres globalen Ansatzes zur Bekämpfung der Entwaldung. Erfahren Sie mehr über Entwaldung.
Unsere Fortschritte
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Environmental Disclosures unseres 2025 Non-Financial Statement (PDF, 18 MB).
Unser Ansatz bei der Beschaffung von Fleisch, Geflügel und Eiern
Unsere wichtigsten Bezugsquellen für Fleisch, Geflügel und Eier liegen in Nordamerika (USA) und Europa (Frankreich, Deutschland, Spanien und Polen). Unsere Responsible Sourcing Core Requirements (PDF, 2 MB) legen Mindestanforderungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung für unsere Lieferketten fest. Die Einhaltung überprüfen wir unter anderem durch Bewertungen auf landwirtschaftlichen Betrieben.
Wir wissen, dass manche Verbesserungen auf landwirtschaftlicher Ebene Zeit, Investitionen und einen umfassenderen Wandel der Branche erfordern. So ist beispielsweise die Umstellung von herkömmlichen Haltungssystemen auf eine käfigfreie Haltung oft mit erheblichen Veränderungen der Infrastruktur und finanziellen Investitionen auf den Betrieben verbunden. Diese müssen mit dem Ziel abgewogen werden, die Produkte erschwinglich zu halten.
Deshalb arbeiten wir eng mit Lieferanten und Akteuren der Branche an gemeinsamen Initiativen, die das Tierwohl verbessern und die Umweltauswirkungen der Nutztierhaltung reduzieren sollen. So haben wir 2025 mit 81,7 % käfigfrei bezogenen Eiern weltweit eines der besten Ergebnisse der Branche erzielt (*).
In Nordamerika und Europa (**), die zu unseren grössten Märkten gehören, haben wir 100 % unserer Eier käfigfrei bezogen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, diesen Anteil beizubehalten. In anderen Regionen hängt der Fortschritt von Faktoren wie der Verfügbarkeit des Angebots, der Erschwinglichkeit und den allgemeinen regulatorischen Rahmenbedingungen ab.
Da die Marktbedingungen weltweit sehr unterschiedlich sind, wird der weitere Fortschritt bei der Beschaffung käfigfreier Eier bei Nestlé auf lokaler Ebene bestimmt. Vorschriften zum Tierwohl sind der wirksamste Weg, um die breite Einführung käfigfreier Haltung voranzutreiben und die Voraussetzungen für einen langfristigen, branchenweiten Wandel zu schaffen.
Wir werden jedoch weiterhin durch die Zusammenarbeit mit Lieferanten und innerhalb der Branche Verbesserungen beim Tierwohl unterstützen. Gleichzeitig fördern wir weitere Fortschritte dort, wo die Beschaffung käfigfreier Eier bereits etabliert ist und die Rahmenbedingungen dies zulassen.
(*) Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Environmental Disclosures unseres 2025 Non-Financial Statement (PDF, 18 MB).
(**) Europäische Union, Schweiz und Serbien

Wir arbeiten daran, die Entwaldung bei der Fleischproduktion zu bekämpfen
Seit mehr als 10 Jahren arbeiten wir vor Ort daran, die Rückverfolgbarkeit unserer Rohstoffe zu verbessern, um Entwaldungsrisiken in unseren Lieferketten zu bewerten und zu reduzieren. 2025 wurden 100 % unserer primären Lieferkette für Fleisch als entwaldungsfrei eingestuft. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Environmental Disclosures unseres 2025 Non-Financial Statement (PDF, 18 MB).
Für uns ist der Tierschutz ein wesentlicher Bestandteil unseres Geschäfts und wir wollen unseren BBFAW-Wert von Jahr zu Jahr verbessern.
Auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen
Wir wollen spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen. Unser integrierter Klima- und Naturübergangsplan Roots of Net Zero treibt uns kontinuierlich dazu an, neue Ansätze zur Reduzierung unserer Emissionen zu entwickeln. Zu den Aktivitäten im Zusammenhang mit der Produktion von Fleisch, Geflügel und Eiern gehören die Wiederherstellung und der Schutz von Landflächen, die Beweidung und die Herkunft von Futtermitteln sowie Innovationen zur Reduzierung von Kohlendioxid- und Methanemissionen.
Wir arbeiten eng mit Landwirt:innen in unserer Lieferkette zusammen, um künftig Futtermittel für Nutztiere von Betrieben zu beziehen, die regenerative Landwirtschaft anwenden. Damit wollen wir Entwaldung vermeiden und die damit verbundenen Kohlenstoffemissionen reduzieren. Zudem unterstützen wir sie bei Investitionen in innovative Technologien, um die betriebliche Effizienz auf den Höfen zu verbessern.
Netto-Null
2019 haben wir unser Ziel bekannt gegeben, spätestens 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. 2026 haben wir unseren zeitgebundenen Plan The Roots of Net Zero (PDF, 14 MB) aktualisiert. Er bildet die Grundlage für die Klima- und Naturstrategie unseres Konzerns und ist unser Übergangsplan, der auf einen von der Science Based Targets initiative (SBTi) validierten 1,5-°C-Pfad ausgerichtet ist. Verbleibende Emissionen werden wir mithilfe naturbasierter Lösungen ausgleichen, darunter Agroforstwirtschaft, silvopastorale Systeme sowie die Wiederherstellung von Wäldern und Torfgebieten.
Regenerative Landwirtschaft
Im Einklang mit der Sustainable Agriculture Initiative Platform definiert Nestlé regenerative Landwirtschaft als einen Ansatz für die Landwirtschaft, der darauf abzielt, natürliche Ressourcen – insbesondere Böden, aber auch Wasser und Biodiversität – zu erhalten und wiederherzustellen, Kohlenstoff in Böden und pflanzlicher Biomasse zu binden und die Lebensgrundlagen von Landwirt:innen zu unterstützen. Zu den Praktiken der regenerativen Landwirtschaft gehören beispielsweise reduzierte Bodenbearbeitung und Agroforstwirtschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Nestlé Agriculture Framework (PDF, 19 MB). Erfahren Sie mehr über regenerative Landwirtschaft.
Zusammenarbeit für Netto-Null-Emissionen
Gemeinsam mit der National Fish and Wildlife Federation in den USA unterstützt Nestlé die Einführung von Praktiken, die dazu beitragen, die Produktivität von Weideflächen zu verbessern, mehr Kohlenstoff zu binden und Lebensräume für Wildtiere wiederherzustellen. Im Rahmen der Partnerschaft werden Landwirt:innen individuell dabei unterstützt, für ihren jeweiligen Standort geeignete Lösungen zu ermitteln und zu finanzieren. Dazu gehören unter anderem gezielte Beweidung, die Bekämpfung invasiver Unkräuter sowie Vereinbarungen zur Wiederherstellung und Bewirtschaftung.
Darüber hinaus arbeitet Nestlé mit dem National Pork Board in den USA zusammen, um die Umsetzung regenerativer Landwirtschaftspraktiken auf den Feldern zu unterstützen, auf denen Futtermittel für unsere Schweineproduktion angebaut werden. Im Rahmen dieser Partnerschaft stellt das National Pork Board landwirtschaftlichen Betrieben, die Futtermittel für die Schweineproduktion anbauen, Fachwissen zur Verfügung. So können sie den Kohlenstoffgehalt ihrer Böden messen und ermitteln, wie sich die Kohlenstoffspeicherung im Laufe der Zeit erhöhen lässt.


