Unser Weg zur „Netto-Null“
Der Klimawandel gehört zu den grössten Herausforderungen für die Gesellschaft und für unser Unternehmen. Wir wollen unsere Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2018 um 50 % senken und spätestens bis 2050 Netto-Null erreichen.
Im Einklang mit den Vereinten Nationen1 bedeutet Netto-Null, den Ausstoss von Kohlendioxid stark zu reduzieren. Übrig bleiben nur geringe Restemissionen, die von der Natur oder durch andere Massnahmen zur CO2-Entnahme aufgenommen und dauerhaft gespeichert werden können. So gelangt durch menschliche Aktivitäten am Ende kein zusätzliches CO2 mehr in die Atmosphäre.
Nestlé hat sich verpflichtet, spätestens bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Bereits 2020 haben wir mit der Net Zero Roadmap (PDF in englischer Sprache, 16 MB) einen zeitlich klar definierten Fahrplan veröffentlicht. Sie unterstützt unsere Klimastrategie und dient als Übergangsplan, der auf einen 1,5-°C-Pfad ausgerichtet und von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurde.
Unsere Ziele umfassen spezifische Vorgaben für den Sektor Wald, Land und Landwirtschaft (kurz: FLAG, für Forest, Land and Agriculture) für die Jahre 2030 und 2050.
Der Plan deckt die Emissionen aus Scope 1, 2 und 3 ab. Also direkte Emissionen aus eigenen Quellen, indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie sowie weitere indirekte Emissionen entlang der gesamten Lieferkette. Daraus leiten wir konkrete Massnahmen ab: Wir wollen zum Beispiel den CO₂-Ausstoss beim Einkauf unserer Rohstoffe senken, mehr umweltschonende Landwirtschaft fördern und schrittweise auf erneuerbaren Strom umsteigen.
Ein Teil unseres Ansatzes baut auf neuen Technologien und politischen Rahmenbedingungen auf, die die Dekarbonisierung der Wirtschaft vorantreiben. Verbleibende Emissionen gleichen wir durch hochwertige, naturbasierte Klimaschutzlösungen aus.
Fast alle unsere Treibhausgasemissionen (rund 95 %) entfallen auf Scope 3. Milchprodukte und tierische Rohstoffe sind dabei die grösste Einzelquelle und machen etwa 30 % der gesamten Emissionen von Nestlé aus.
Regenerative Landwirtschaft
In Übereinstimmung mit der Sustainable Agriculture Initiative Platform definiert Nestlé regenerative Landwirtschaft als einen landwirtschaftlichen Ansatz, der darauf abzielt, natürliche Ressourcen zu erhalten und wiederherzustellen. In erster Linie geht es dabei um den Boden, das Wasser und die Biodiversität. Gleichzeitig soll Kohlenstoff im Boden und in der pflanzlichen Biomasse gebunden und die Lebensgrundlagen der Landwirt:innen gestärkt werden.
Zu den typischen Massnahmen zählen zum Beispiel eine reduzierte Bodenbearbeitung oder Agroforstwirtschaft. Weitere Informationen finden sich in unserem Nestlé Agriculture Framework (PDF in englischer Sprache, 19 MB).
Lösungen für die Klimakrise und eine kohlenstoffarme Zukunft müssen gerecht sein, die Menschenrechte berücksichtigen und den Gemeinschaften zugutekommen. Der Grossteil unserer Treibhausgasemissionen (THG) stammt aus unserer Wertschöpfungskette (95 %), aus Aktivitäten wie Landnutzung und Landwirtschaft. Deshalb arbeiten wir mit Partner:innen in unserer gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um Aktivitäten wie die regenerative Landwirtschaft auszubauen. Wir arbeiten daran, unsere Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren, auch wenn unser Unternehmen weiter wächst.
Im Jahr 2020 haben wir die Nestlé Net Zero Roadmap veröffentlicht. Seitdem haben wir unser Geschäft so umgestaltet, dass wir in allen drei Tätigkeitsbereichen von Nestlé eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen erreichen. Wir haben zwei strategische Ansätze entwickelt, die uns helfen werden, unsere Scope-3-Emissionen zu reduzieren. Unsere Forest Positive Strategie zielt darauf ab, Wälder und natürliche Lebensräume zu erhalten und wiederherzustellen. Das Nestlé Agriculture Framework legt unsere Vision für ein regenerativeres Nahrungsmittel- und Landwirtschaftssystem dar.
Netto-Null bis 2050
Wie wir Emissionen verringern
Kohlenstoff reduzieren und abbauen
Um Netto-Null-Emissionen zu erreichen, müssen wir die Emissionen in unserem gesamten Unternehmen und in unseren Lieferketten reduzieren.
Unsere Net Zero Roadmap zeigt, wie wir gemeinsam mit Lieferanten, Landwirt:innen und lokalen Gemeinschaften regenerative Landwirtschaft voranbringen. So stärken wir die Gesundheit der Böden und tragen dazu bei, Kohlenstoff langfristig zu binden. Für Emissionen aus Scope 1 und 2 liegt unser Fokus darauf, den Energieverbrauch konsequent zu senken und unsere Produktionsstandorte Schritt für Schritt auf 100 % erneuerbare Energie umzustellen. Gleichzeitig investieren wir gezielt in Massnahmen, die Emissionen entlang von Logistik, Produktion und Verpackung weiter reduzieren.
Wir gehen das Risiko von Entwaldung gezielt an, indem wir unsere wichtigsten Rohstoffe sorgfältig prüfen und sicherstellen, dass sie aus entwaldungsfreien Quellen stammen. Gleichzeitig setzen wir auf natürliche Wege, um CO₂ aus der Atmosphäre zu binden. Dazu gehören Ansätze wie Agroforstwirtschaft, die Kombination von Bäumen und Viehhaltung sowie die Wiederherstellung von Wäldern und Moorlandschaften. Unsere Projekte setzen genau dort an, wo wir unsere Rohstoffe beziehen. So entstehen vor Ort neue Wälder, Feuchtgebiete werden revitalisiert und Moore langfristig geschützt. Das fördert nicht nur die Biodiversität, sondern auch die Menschen in den Regionen. Gleichzeitig schaffen wir messbare Fortschritte für den Klimaschutz.
Entwaldungsfrei
Entwaldungsfrei bedeutet, dass die betroffenen Rohstoffe auf Flächen produziert bewertet wurden, die nach einem bestimmten Stichtag weder entwaldet noch umgewandelt wurden. Dieser Stichtag variiert je nach Rohstoff, liegt jedoch spätestens am 31. Dezember 2020. Mehr über entwaldungsfreie Lieferketten erfahren.

