Beschaffung von Kakao
Kakao ist ein wichtiger Bestandteil unserer Süsswaren und Snackprodukte.
Wir möchten den Kakaoanbaufamilien und ihrem Lebensumfeld dabei helfen, die Herausforderungen zu bewältigen, die der Kakaoanbau mit sich bringen kann. Dazu zählen die Gefahr von Kinderarbeit und Entwaldung sowie niedrige Einkommen der Haushalte.
Unsere Fortschritte
1 Der Anteil des im Rahmen des Nestlé Cocoa Plan bezogenen Kakaos umfasst Mengen an Rainforest-Alliance-zertifiziertem Mass-Balance-Kakao. Er umfasst zudem verifizierte Mengen aus dem Nestlé Cocoa Plan sowie von Lieferanten bereitgestellte Daten zu den Kakaofarmen.
Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt «Environmental Disclosures» unseres Non-Financial Statements 2025 (PDF in englischer Sprache, 16 MB).
So wollen wir Kakao verantwortungsvoll beschaffen
Im Rahmen des Nestlé Cocoa Plan arbeiten wir mit Farmer:innen, Gemeinschaften sowie lokalen und internationalen Organisationen zusammen, um Lösungen für die Herausforderungen in Kakaoanbaugemeinden zu entwickeln und umzusetzen.
Zusätzlich zu unserer Arbeit mit den Anbaugemeinden müssen unsere Kakaolieferanten unsere Responsible Sourcing Core Requirements (PDF in englischer Sprache, 2 MB) erfüllen. Unsere Erfüllungsquote von 96,2 % bis Ende 2025 spiegelt die Massnahmen wider, die wir zur Stärkung unserer Prozesse ergriffen haben. Dies geschah vor dem Hintergrund von Herausforderungen in der globalen Kakaolieferkette (verursacht durch erhöhte Marktvolatilität), Lieferengpässen und der Notwendigkeit, eine kontinuierliche Kakaoversorgung für unsere Produkte sicherzustellen. Wir lassen die aus den oben genannten Herausforderungen gewonnenen Erkenntnisse in unsere Pläne für die kommenden Jahre einfliessen. Erfahren Sie mehr im Abschnitt «Environmental Disclosures» in unserem Non-Financial Statement 2025 (PDF in englischer Sprache, 16 MB).
Verantwortungsvolle Beschaffung
Für Nestlé bedeutet verantwortungsvolle Beschaffung, die Rückverfolgbarkeit unserer Zutaten zu verbessern und zu überwachen, wie sie produziert werden. Dazu gehört, unsere Umwelt- und Menschenrechtsanforderungen anzuwenden, die in unseren Responsible Sourcing Core Requirements (PDF in englischer Sprache, 2 MB) festgehalten sind, und zwar entlang aller Stufen unserer Lieferkette. Beispiele für diese Anforderungen sind, dass die Land- und Ressourcenrechte indigener Völker und lokaler Gemeinschaften respektiert werden und dass es in unserer Lieferkette weder zu Abholzung noch zur Umwandlung von Wäldern oder anderen Ökosystemen kommt. Mehr zu unseren Rohstoffen lesen Sie hier.
Unser Income Accelerator Programm
Das im Januar 2022 gestartete Nestlé Income Accelerator Programm wurde zunächst in Côte d’Ivoire eingeführt und wird nun auch in Ghana umgesetzt.
Dieser innovative, familienzentrierte Ansatz zielt darauf ab, die Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen zu schliessen und das Risiko von Kinderarbeit zu verringern. Das Programm ist so konzipiert, dass es Verhaltensänderungen fördert und vorbildliche Praktiken belohnt – sowohl im Haushalt als auch auf der Farm. Der Schwerpunkt liegt auf vier Schlüsselbereichen: Produktivität der Kakaofarmen, Einschulungsquote, Agroforstwirtschaft und zusätzliche Einkommensquellen.
Das Programm belohnt Kakaobauernfamilien für Praktiken, die der Umwelt und der lokalen Gemeinschaft zugutekommen. Diese Belohnungen werden in Form von Anreizen in Höhe von bis zu 500 EUR direkt an die beiden Haushaltsvorstände über registrierte «Mobile-Money»-Konten ausgezahlt, die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit gewährleisten. Durch die Priorisierung eines familienzentrierten Ansatzes unterstreicht das Programm die Bedeutung von Frauen als Katalysatoren für positiven Wandel.
Heute umfasst der Nestlé Income Accelerator mehr als 30 000 Kakaoanbaufamilien in Côte d’Ivoire und Ghana, mit dem Ziel, schätzungsweise 160 000 Familien zu erreichen.
Laut einem vom KIT Institute im Jahr 2025 veröffentlichten Fortschrittsbericht macht das Programm gute Fortschritte mit einem ermutigenden Anstieg des gesamten Nettoeinkommens der Haushalte um +15 % (im Vergleich zu 2024) und der Kakaoproduktion (kg/ha) um +18 % (im Vergleich zu 2024).
Die drei Säulen des Nestlé Cocoa Plan
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Bessere Bewirtschaftung Mit dem Ziel, die Lebensgrundlagen in den Gemeinden zu verbessern.
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Besseres Leben Mit dem Ziel, die sozialen Bedingungen für Familien zu verbessern.
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Besserer Kakao Mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit des Produkts zu verbessern.
Bessere Bewirtschaftung für bessere Lebensgrundlagen in den Gemeinden
Wir schulen Landwirt:innen zu guten landwirtschaftlichen Praktiken (good agriculture practices, kurz GAPs), um ihre Lebensgrundlagen zu verbessern. Dazu gehören integrierte Schädlings- und Unkrautbekämpfung, Baumschnitt sowie das Pflanzen von Schattenbäumen, um die Erträge zu steigern und die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.
Die Landwirt:innen werden auf den Feldern und durch individuelles Coaching in GAPs geschult, wobei die Umsetzung der GAPs im Einklang mit Nestlés Förderung regenerativer Landwirtschaftsmethoden unterstützt wird. Die GAP-Schulungen sollen den Landwirt:innen helfen, die Krankheitsrate bei ihren Kulturen zu senken, die Bohnenqualität zu verbessern, Plantagen zu verjüngen und ihre Flächen nachhaltiger zu bewirtschaften.
Um die Einkommensquellen der Landwirt:innen zu diversifizieren, bieten wir darüber hinaus Schulungen und Materialien für den Anbau oder die Verarbeitung von Pflanzen wie Maniok, die Haltung von Nutztieren wie Hühnern und die Bienenzucht zur Honigproduktion an.
Das Nestlé Team kümmert sich direkt um einige Aspekte, darunter die Betreuung von Baumschulen für Schattenbäume, Gender-Schulungen für Genossenschaften und die Entwicklung von Schulungsvideos. Wir unterstützen das Beschneiden von Pflanzen finanziell, um die Produktivität zu steigern, und testen neue Ideen, die unsere Lieferanten in grösserem Massstab umsetzen können. Unser Ziel ist es, langfristige Beziehungen zu Genossenschaften aufzubauen, und einige arbeiten bereits seit über acht Jahren mit uns zusammen.
Regenerative Landwirtschaft
In Übereinstimmung mit der Sustainable Agriculture Initiative Platform definiert Nestlé regenerative Landwirtschaft als einen landwirtschaftlichen Ansatz, der darauf abzielt, natürliche Ressourcen zu erhalten und wiederherzustellen. In erster Linie geht es dabei um den Boden, das Wasser und die Biodiversität. Gleichzeitig soll Kohlenstoff im Boden und in der pflanzlichen Biomasse gebunden und die Lebensgrundlagen der Landwirt:innen gestärkt werden. Beispiele für Praktiken der regenerativen Landwirtschaft sind reduzierte Bodenbearbeitung und Agroforstwirtschaft. Weitere Informationen finden sich in unserem Nestlé Agriculture Framework (PDF in englischer Sprache, 19 MB). Hier erfahren Sie mehr über das Thema regenerative Landwirtschaft.
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Wir sind sehr zufrieden mit den Fortschritten, vor allem mit der Umstellung des Kakaoanbaus und der Beschneidung der Pflanzen. Die Stärkung der Geschlechter ist der Schlüssel zu dem Programm, und es ist grossartig zu sehen, welchen Einfluss Frauen in vielen Haushalten bei Entscheidungen haben.
Besseres Leben und bessere soziale Bedingungen für Familien
Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir Frauen in Kakaoanbaugemeinden durch dörfliche Spar- und Kreditvereinigungen (VSLAs), stärken ihre Eigenständigkeit und verbessern ihren Zugang zu Finanzmitteln. Zudem gehen wir gegen das Risiko von Kinderarbeit vor mithilfe des Child Labor Monitoring Remediation System (CLMRS), das wir 2012 gemeinsam mit der International Cocoa Initiative (ICI) ins Leben gerufen haben und das heute als Branchenstandard gilt.
Besserer Kakao für mehr Nachhaltigkeit des Produkts
Wir streben eine transparentere und besser rückverfolgbare Lieferkette an und bauen unsere Zertifizierungs- und Verifizierungsmassnahmen weiter aus. Bei Nestlé setzen wir verschiedene Rückverfolgbarkeitssysteme ein, darunter Massenbilanz, getrennte Lagerung und identitätsgeschützte Mischungen. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Stufen der Rückverfolgbarkeit.
Verbesserte Rückverfolgbarkeit in einer komplexen Kakaolieferkette
Bei bestimmten Kakaoherkunftsländern wie Brasilien, Ecuador oder Venezuela sowie für den lokalen Verbrauch verfolgen wir einen nach dem Nestlé Cocoa Plan verifizierten Ansatz (überprüft durch unabhängige Dritte).
Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Rückverfolgbarkeitssysteme zu verbessern. Dies ermöglicht es uns, unser Verständnis für Risiken in der Kakaoproduktion – wie beispielsweise Kinderarbeit oder Entwaldung – zu vertiefen und kontinuierlich daran zu arbeiten, diesen Risiken wirksam entgegenzuwirken.
Unsere Kakaolieferanten (PDF in englischer Sprache, 200 KB) verwalten die Geschäftsbeziehungen zu den Genossenschaften und den Grossteil ihrer Nachhaltigkeitsmassnahmen, einschliesslich der Rainforest-Alliance-Zertifizierung, sofern relevant.
Erfahren Sie mehr über die Rainforest-Alliance-Kakaozertifizierung und die verschiedenen Stufen der Rückverfolgbarkeit.
Nestlé Cocoa Plan – jährlicher Fortschrittsbericht
Kakaoanbau zwischen Bäumen
Kakaopflanzen wachsen besser und bringen gesündere Ernten hervor, wenn sie unter den Baumkronen grösserer Bäume wachsen, die Schatten auf den Kakao werfen.
Im Rahmen unserer Net Zero Roadmap und unseres Income Accelerator Programms ermutigen wir die Farmer:innen, in Côte d’Ivoire einheimische Schatten- und Obstbäume (wie Fraké, Irvingia, Akpi, Framiré, Bété und Pfeffer) zu pflanzen, um ihre Ernten vor Hitzestress und übermässigen Regenfällen zu schützen. Die Bäume tragen auch zur Verbesserung des Wassermanagements, der lokalen Artenvielfalt, der organischen Substanz des Bodens und der Kohlenstoffbindung bei. Ausserdem können Obstbäume eine zusätzliche Einkommensquellen für die Farmer:innen sein.
Im Rahmen des Nestlé Cocoa Plan haben wir weltweit 2,07 Millionen Schatten- und Obstbäume verteilt. Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt «Environmental Disclosures» unseres Non-Financial Statements 2025 (PDF in englischer Sprache, 16 MB).
Netto-Null
Nestlé hat sich verpflichtet, spätestens bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Bereits 2020 haben wir mit der Net Zero Roadmap (PDF in englischer Sprache, 16 MB) einen zeitlich klar definierten Fahrplan veröffentlicht. Sie bildet die Grundlage unserer Klimastrategie und zeigt, wie wir unseren Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel leisten. Dieser Ansatz wurde von der Science Based Targets initiative (SBTi) bestätigt. Verbleibende Emissionen gleichen wir durch hochwertige naturbasierte Klimaschutzlösungen aus. Mehr zum Thema Netto-Null lesen Sie hier.
Mit Transparenz gegen Entwaldung
Seit 2020 berichten wir jährlich darüber, wie wir die Entwaldung bekämpfen und regenerative Praktiken bei Kakaobauern in Côte d'Ivoire und Ghana fördern.
Unser CFI Fortschrittsbericht (PDF in englischer Sprache, 12 MB) zeigt unsere Verpflichtung gegenüber der Cocoa & Forests Initiative (CFI). Die CFI ist ein Zusammenschluss von 35 führenden Kakao- und Schokoladenunternehmen, die 85 % des weltweiten Kakaoverbrauchs repräsentieren und von den Regierungen von Côte d'Ivoire und Ghana angeführt werden. Das Ziel: Abholzung beenden und Waldgebiete wiederherstellen.
Wir wissen, dass wir durch kollektives Handeln und Co-Investitionen in wichtigen Landschaften sowie durch Investitionen in die Lieferkette den Prozess beschleunigen und ausbauen müssen.
Wachsende Wälder und engagierte Gemeinden
Das Cavally-Waldschutzgebiet ist eines der wichtigsten geschützten Ökosysteme in Côte d'Ivoire, Heimat von Elefanten und einer reichen Artenvielfalt, doch es ist durch illegalen Bergbau, Holzeinschlag und Kakaoanbau von Zerstörung bedroht. Heute erholt sich der Wald dank staatlich geleiteter Patrouillen, Partnerschaften mit lokalen Gemeinschaften und Satellitenüberwachung stetig – sowohl auf natürliche Weise als auch durch gezielte Massnahmen.
Wir konnten beobachten, dass die Waldbedeckung im Cavally-Reservat seit 2018 um 10 % zugenommen hat, wobei sich bis 2024 über 7000 Hektar auf natürliche Weise regenerieren werden. Diese bessere Vernetzung unterstützt die Lebensräume der Wildtiere und kommt insbesondere den rund 250 Waldelefanten zugute. Ausserdem haben wir 972 Hektar Wald angelegt und 26 092 einheimische Bäume im Cavally-Waldschutzgebiet gepflanzt.
Da nun eine Verwaltungsstruktur vorhanden ist, gehen einige der dynamischsten Fortschritte von den lokalen Gemeinschaften aus. Im Jahr 2024 nahmen über 2300 Landwirte an Schulungen zu guten landwirtschaftlichen Praktiken teil, die oft von Genossenschaften in Kleingruppensitzungen organisiert wurden, um den Wissensaustausch und die lokale Widerstandsfähigkeit zu fördern.
Es motiviert mich, wenn ich sehe, dass die Bäuerinnen und Bauern von den Vorteilen überzeugt sind: Über 90 % wollen den Beschnitt ihrer Pflanzen fortsetzen und einige haben bereits ihre gesamte Parzelle zurückgeschnitten.

