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Ob wir uns ein schnelles Abendessen zubereiten oder monatelang die Wohnung renovieren: Bei fast allem, was wir tun, fällt heute Müll an. Und nun denken Sie einmal in grösseren Dimensionen – an die Produktion von Haustierfutter zum Beispiel.

Stellen Sie sich vor, Sie würden Futter und Streu für die Millionen Hunde und Katzen herstellen, die Jahr für Jahr versorgt werden möchten. Das ohne Fabrikmüll schaffen zu wollen klingt fast utopisch. Doch genau dieses Kunststück ist der Nestlé-Heimtiermarke Purina mit ihrer Zero-Waste-Strategie gelungen.

Zero Waste – Kampf gegen den Müll

James Julian ist Mitglied des Teams, das nach neuen Recycling-Lösungen sucht.

Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat sich dazu verpflichtet, ab 2020 keinen Fabrikmüll mehr zu produzieren. Ein ehrgeiziges Ziel – aber nicht unmöglich. Tatsächlich haben sieben von 20 Purina Fabriken in Nordamerika dieses Vorhaben bereits umgesetzt. Ihr Müll wird an Abfallentsorgungsbetriebe geliefert, die sich auf die ökonomisch und ökologisch sinnvolle Rückgewinnung von Rohstoffen spezialisiert haben. Der Abfall wird je nach Eignung wiederverwendet, recycelt oder verbrannt und energetisch genutzt. Hauptsache, er wandert nicht auf die Deponie.

Nachhaltigkeit

Purina tut alles dafür, die Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten. Müllreduzierung ist ein wichtiger Teil dieser Strategie, zu der auch der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien und die Einsparung von Wasser gehören. Seit 2007 ist der Wasserverbrauch in Nestlés nordamerikanischen Purina-Werken um 28 % zurückgegangen.

„Wir arbeiten ständig daran, die gesamte Wertschöpfungskette so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Damit machen wir die Welt für Haustiere und ihre Halter ein kleines bisschen besser“, so John Bear, Vice President Manufacturing Purina Nordamerika.

In drei Schritten zum Erfolg

Das Unternehmen setzt auf verschiedenen Ebenen an:

Erstens will man die Mitarbeiter mit ins Boot holen. „Überzeugungstäter“ achten von sich aus darauf, Abfall zu vermeiden. Zweitens nimmt Purina jeden einzelnen Prozess genau unter die Lupe, immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, die Entstehung von Müll im gesamten Unternehmen auf ein Minimum zu reduzieren. Und drittens arbeitet die Heimtiermarke mit Entsorgungsbetrieben zusammen, die den Fabrikmüll kompostieren, recyceln, wiederverwerten oder zur Energiegewinnung nutzen. So konnte das Unternehmen seit 2014 die Menge an Deponieabfällen in seinen nordamerikanischen Niederlassungen um 34 % zurückschrauben.

Seit 2014 landet
1/3
weniger Abfall auf Müllhalden.

Mit demselben dreistufigen Ansatz hat der Mutterkonzern Nestlé den Deponiemüll in 23 Nahrungsmittelwerken in den USA auf Null gesenkt. Dazu gehören Fabrikationsstätten für Süssigkeiten, Milchprodukte, Tiefkühlgerichte, Eis und Getränke.

Auch die restlichen Purina Werke sind auf einem guten Weg zu „Zero Waste“. Ein starkes Zeichen für Nestlés anhaltendes Engagement für unternehmensweite Nachhaltigkeit.