Was sagt Nestlé zum Aufruf der WHO, UNICEF und anderer Organisationen?

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Muttermilch ist die beste Ernährung für Säuglinge. Deshalb unterstützt Nestlé ausdrücklich die Empfehlung des WHO-Kodex, in den ersten sechs Lebensmonaten ausschliesslich zu stillen und bis zum Alter von zwei Jahren, zusammen mit geeigneter Familienkost.

Nestlé ist in der Vergangenheit eine Reihe von Verpflichtungen eingegangen und begrüsst den so genannten „Call to Action“, der sich für strengere Marketingrichtlinien bei Muttermilchersatznahrungen einsetzt.

Bereits heute beschränkt die interne Nestlé Richtlinie zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten Werbemassnahmen für diese Produkte für Babys im Alter von 0-12 Monaten in Ländern in denen Unterernährung häufig vorkommt. Dies betrifft 82 % der Länder weltweit.

In der Antwort an den „Call to Action“ hat sich Nestlé unter anderem hierzu verpflichtet:

  • Weltweit: Keine Bewerbung von Muttermilchersatznahrung für Babys im Alter von 0-6
  • Die interne Richtlinie auch in den restlichen 18 % der Länder zu stärken. Bis Ende 2022 wird Nestlé auch in allen Ländern, in denen die Richtlinie bisher noch nicht angewendet wird, Muttermilchersatznahrung für Babys im Alter von 0-6 Monaten nicht mehr bewerben, einschliesslich den Vereinigten Staaten, Kanada und Japan, wo entsprechende Regulierungen derzeit noch nicht existieren.
  • Dialog mit Interessengruppen zur Förderung der Umsetzung des WHO-Kodex
  • Aktiv den Dialog mit Interessenvertretern wie der WHO, UNICEF und den anderen Unterzeichnern des „Call to Action“ zu suchen, um Wege zu finden, die Verpflichtungen der Branche bezüglich der Werbung für Muttermilchersatznahrung für Babys im Alter von 0-12 Monaten voranzubringen, unter Einhaltung der Kartellgesetze.
  • Aktiv den Dialog mit weiteren Interessensgruppen zu suchen, um die Umsetzung des WHO-Kodex und die daraus resultierenden relevanten Resolutionen in nationale Gesetzgebung zu fördern. Nestlé unterstützt die Regulierung der Werbung für Muttermilchersatznahrung für Babys im Alter von 0-12 Monaten weltweit. Der effektivste Weg, die Einhaltung des Kodex zu gewährleisten, ist eine gut ausgearbeitete und gut umgesetzte Gesetzgebung.
  • Interessengruppen in ihren Anstrengungen zu unterstützen:
    • Ein elternfreundliches Umfeld zu schaffen – beispielsweise durch Richtlinien und Programme zur Unterstützung von Eltern.
    • Für eine Bewusstseinsbildung und Vermeidung ungeeigneter Muttermilchersatzprodukte.

 

Um die Ziele des „Call to Action“ zu erreichen, erfordert es weitere Schritte von Regierungen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.