Zu welchen Massnahmen hat sich Nestlé im Hinblick auf nachhaltige Verpackungen verpflichtet?
Unsere Vision ist klar: Keine unserer Verpackungen, unabhängig davon, ob sie aus Plastik besteht, soll auf Mülldeponien oder als Abfall in Meeren, Seen oder Flüssen landen. Wir arbeiten hart daran, dieses Ziel zu erreichen und eine Kreislaufwirtschaft zu fördern, in der Verpackungen so gestaltet sind, dass sie sich recyceln, wiederverwenden oder am Ursprung reduzieren lassen.
Unsere Strategie basiert auf drei Säulen:
- Weniger Verpackungen einsetzen, indem wir den Gebrauch von neuem Plastik reduzieren und unnötige Verpackungen abschaffen.
- Materialien verbessern, indem wir auf recycelbare, wiederverwendbare oder kompostierbar Verpackungen setzen.
- Sammel- und Recyclingsysteme unterstützen, indem wir mit Behörden und unseren Partnern zusammenarbeiten, um die Abfallwirtschaftsinfrastruktur zu optimieren. Wir haben gemeinsam mit anderen Akteuren zudem die Branchenorganisation RecyPac mitgegründet, die ein harmonisiertes Sammel- und Recyclingsystem für Kunststoffverpackungen und Getränkekartons in der Schweiz aufbaut.
- Im Rahmen des Global Commitment der Ellen MacArthur Foundation haben wir mehrere Verpflichtungen übernommen und veröffentlichen regelmässig unsere Fortschritte.
Unsere konkreten Massnahmen auf globaler Ebene
1. Nachhaltigere und innovativere Verpackungen
- Im Jahr 2024 waren auf weltweiter Ebene 86,4 % unserer Kunststoffverpackungen für das Recycling entworfen.
- Unser Ziel sind mehr als 95 % recycelbar gestaltete Kunststoffverpackungen bis 2025, und wir bleiben entschlossen, langfristig 100 % zu erreichen.
- Wir entwickeln alternative Materialien, wie papierbasierte Verpackungen für bestimmte Produkte (z. B. NEO, KitKat).
2. Reduktion und Wiederverwendung von Plastik
- Wir haben unseren Einsatz von neuem Plastik 2024 um 21,3 % im Vergleich zu unserem Referenzjahr 2018 reduziert.
- Wir entfernen schrittweise nicht oder schwer recycelbare Kunststoffe.
- Wir testen Nachfüll- und Wiederverwendungslösungen in mehr als zwölf Ländern, z. B. Distributoren für Nescafé, Milo oder Purina.
- Unsere Plastikflaschen enthalten weltweit bereits 9,3 % Recyclingplastik und wir arbeiten daran, bis 2025 30 % zu erreichen.
3. Ausbau der Recycling-Infrastrukturen
- Wir kooperieren mit Regierungen und Partnern, um die Sammlung und das Recycling von Plastik zu optimieren.
- In der Schweiz haben wir die Branchenorganisation RecyPac mitgegründet, die ein harmonisiertes Sammel- und Recyclingsystem aufbaut.
- Mit einer Investition von 2 Milliarden CHF beschleunigen wir die Entwicklung von hochwertigem Recyclingplastik für Lebensmittelverpackungen.
- Wir unterstützen Projekte in zwölf Schwerpunktländern, in denen das Abfallmanagement noch verbessert werden muss (z. B. Indonesien, Philippinen, Indien).
Für das Recycling entworfen vs. tatsächliche Recycelbarkeit
Wir haben unseren Ansatz angepasst, um die Realität der Recycling-Infrastrukturen besser widerzuspiegeln. Ab sofort unterscheiden wir zwischen:
- Für das Recycling entworfen: Verpackung, die für die Annahme in standardisierten Recyclingsystemen konzipiert wurde.
- Recycelbar: Verpackung, die tatsächlich recycelbar ist, je nach den verfügbaren lokalen Infrastrukturen.
- Recycelt: Verpackung, die von den Konsument:innen tatsächlich gesammelt und recycelt wurde.
Im Jahr 2024 waren weltweit 86,4 % unserer Kunststoffverpackungen für das Recycling entworfen.

Warum verwendet Nestlé noch Plastik?
Plastik spielt eine entscheidende Rolle für die Lebensmittelsicherheit und schützt z. B. Gemüse vor dem Verderben, ermöglicht eine längere Lagerung und reduziert somit Lebensmittelverschwendung. Dennoch setzen wir uns dafür ein, den Einsatz zu optimieren:
- Weniger Plastik: Unnötige Verpackungen beseitigen (z. B. Abschaffung von Plastikstrohhalmen und Abreissbändern).
- Mehr Recycling: Anteil von Recyclingplastik in unseren Verpackungen erhöhen.
- Bessere Verwaltung: Sammel- und Recyclingsysteme unterstützen.
Setzt Nestlé auf Plastic Credits, um Plastikneutralität zu erreichen?
Nein, Nestlé setzt nicht auf Plastic Credits, ein Ausgleichsmodell, bei dem Unternehmen für das Sammeln oder Recyceln von Plastik zahlen, sondern auf direkte Verantwortung in der eigenen Wertschöpfungskette. So soll Plastik bestenfalls gar nicht erst zum Problem werden.
Was passiert als Nächstes?
Wir bleiben weiterhin dran, unsere Ziele bis Ende 2025 und darüber hinaus zu erreichen. Was wir dafür tun:
- Die Verwendung von Neuplastik reduzieren.
- Neue, nachhaltigere Verpackungsmaterialien entwickeln.
- Die Entwicklung effizienter Systeme für Sammlung und Recycling unterstützen.
- Die Konsument:innen dazu ermutigen, bessere Sortierpraktiken anzuwenden.
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