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Schweizer Landwirtschaft beschleunigt mit Unterstützung von Nestlé die Reduzierung ihres CO2-Fussabdrucks

AgroImpact

Übergabe von Bescheinigungen an Landwirtschaftsbetriebe, die sich zu einem Klimaaktionsplan verpflichtet haben. Büros von AgroImpact in Lausanne, Juni 2024. (v.l.n.r) Marc Benoît, Präsident von PROLAIT, Claude Baehler, Präsident von AgroImpact, Yann Morel, Landwirt und Winzer, Aude Jarabo, Direktorin von AgroImpact, Daniel Imhof, Leiter Landwirtschaftliche Angelegenheiten von Nestlé Schweiz. © Pablo Bovy - AgroImpact

Am 10. Januar gaben die Gründungsmitglieder von AgroImpact, darunter die Westschweizer Landwirtschaftskammern, der WWF Schweiz, Nestlé, sowie der Kanton Waadt den Start der Pionierallianz bekannt. Das Ziel des branchenübergreifenden Zusammenschlusses ist es, die Schweizer Landwirtschaft bei der klimafreundlichen Transformation zu unterstützen. Inzwischen ist das Projekt in vollem Gange, und ein System zur Auszahlung von Prämien an teilnehmende Betriebe, die sich zur Reduktion ihres CO₂-Fussabdrucks verpflichten, wurde eingeführt. Es haben sich bereits 183 landwirtschaftliche Betriebe zur Teilnahme angemeldet. Darüber hinaus konnte das Projekt 12 neue Mitglieder gewinnen.

AgroImpact bietet interessierten Landwirtschaftsbetrieben die Erstellung einer umfassenden CO2-Bilanz an und unterstützt sie anschliessend bei der Umsetzung individueller Massnahmen zur effektiven und nachhaltigen Reduktion ihres CO2-Fussabdrucks. Die wissenschaftlich fundierte Methodik basiert auf den Standards des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und den Anforderungen der Science Based Target Initiative (SBTi). Mit der Einführung eines Systems zur Auszahlung von Klimaprämien an die teilnehmenden Betriebe ist AgroImpact nun voll einsatzfähig.

Nestlés Beitrag zum Start des Projekts

Als Gründungsmitglied von AgroImpact sowie als Vertreterin von Industrie und Handel im Vorstand von AgroImpact hat Nestlé einen wichtigen Beitrag zum Start des Projekts geleistet, indem sie die Teilnahme für die Landwirtschaftsbetriebe entlang ihrer Wertschöpfungskette ermöglicht hat. Das Unternehmen wird den jeweiligen Landwirt:innen eine Klimaprämie zahlen, deren Höhe sich nach der erreichten CO2-Reduktion und der Art der gelieferten Produkte bemisst. Nestlé wird fast alle Rohstoffe, die das Unternehmen jährlich in der Schweiz einkauft, ins Projekt integrieren: etwa 95 Millionen Liter Milch, 35.000 Tonnen Zuckerrüben, 10.000 Tonnen Weizen und fast 1.300 Tonnen Sonnenblumen. In Summe werden die teilnehmenden Betriebe von Nestlé mit über 2,3 Millionen Franken pro Jahr für ihre Bestrebungen entlohnt.

Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe werden Teil von AgroImpact

Aktuell haben sich 183 Betriebe für eine Analyse ihrer CO2-Bilanz angemeldet. Von diesen haben 20 Betriebe individuelle Klimaschutzpläne für sechs Jahre aufgesetzt, was insgesamt einer Reduktion von 2756 Tonnen CO2-Äquivalenten (etwa 556 Weltumrundungen mit dem Auto), einer Fläche von etwa 1215 Hektar (etwa 2250 Fussballfelder) und Prämien in Höhe von rund 800.000 Franken entspricht. Es zeigt sich, dass die Aktionspläne wirken, denn sie führen zu einer CO2-Reduktion von bis zu 103 Prozent. Das bedeutet, dass durch die Umsetzung der Massnahmen zur Emissionsreduktion und zur Erhöhung der Kohlenstoffspeicherung im Boden die Landwirtschaftsbetriebe in manchen Fällen sogar mehr Kohlenstoff absorbieren, als sie in die Atmosphäre ausstossen.

Neue Mitglieder stärken den Verein 

Überzeugt von den wissenschaftlichen Methoden und der positiven Wirkung von AgroImpact haben sich in den letzten Monaten zwölf neue Mitglieder dem Verein angeschlossen, darunter: Schweizer Zucker, Groupe Minoteries, die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) und der Schweizer Bauernverband (SBV). Diese Verstärkung vergrössert die Reichweite und die Handlungsfähigkeit von AgroImpact auf nationaler Ebene, wodurch die Initiative noch repräsentativer wird.

Nur wenige Monate nach der Gründung verzeichnet AgroImpact bereits weitreichende Erfolge. Aude Jarabo, Direktorin von AgroImpact, meint dazu: „AgroImpact ist auf dem besten Weg, die führende Plattform zur Reduktion des CO2-Fussabdrucks der Schweizer Landwirtschaft zu werden. Die Aussichten sind sehr gut. Nun wünschen wir uns, dass sich noch mehr Unternehmen, die Agrar-Rohstoffe kaufen, anschliessen, um möglichst viele Landwirt:innen bei ihren Bemühungen zur CO2-Reduktion zu unterstützen. Es zeigt sich, dass die Zahlung von Prämien der Schlüssel ist, um die Landwirtschaft bei der Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen.“

Siehe dazu die Pressemitteilung von AgroImpact vom 26. Juni 2024.

Unterwegs zu einer nachhaltigeren Zukunft der Schweizer Landwirtschaft

Das Engagement von Nestlé für die Reduzierung des CO2-Fussabdrucks der Schweizer Landwirtschaft steht im Einklang mit den Zielen des Klimaschutzplans des Unternehmens. Nestlé strebt an, ihre Treibhausgasemissionen bis Ende 2025 um 20 % und bis 2030 um die Hälfte im Vergleich zum Referenzjahr 2018 zu reduzieren, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Dazu handelt das Unternehmen entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette, einschliesslich der Produktion der landwirtschaftlichen Rohstoffe, die zwei Drittel seiner Emissionen ausmachen. Nestlé investiert weltweit 3,2 Milliarden CHF bis 2025, wovon 1,2 Milliarden CHF in die Förderung regenerativer Landwirtschaft fliessen.

Nestlé hat sich aktiv an der Entwicklung des Projekts AgroImpact beteiligt und dabei von seinem Know-how in Forschung und Entwicklung, seiner langjährigen Erfahrung in nachhaltiger Landwirtschaftspraktiken und seiner direkten finanziellen Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe entlang seiner Wertschöpfungskette profitiert. Daniel Imhof, Leiter der landwirtschaftlichen Angelegenheiten von Nestlé Schweiz und Mitglied des Vorstands von AgroImpact, erklärt: "Die grosse Stärke des Projekts liegt darin, dass es das Ergebnis kollektiver Intelligenz ist. Es vereint eine grosse Anzahl sich ergänzender Akteure entlang der gesamten Lebensmittelkette. Die Begeisterung, die es innerhalb weniger Monate geweckt hat, ist ein Beleg dafür. Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit zwischen Nestlé und den Bäuerinnen und Bauern des Landes, die vor über 155 Jahren begann, in eine nachhaltigere Zukunft weitergeführt wird."

Nestlé macht jeden Tag Fortschritte bei ihren Bemühungen, Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Ende 2023 lagen die weltweiten Treibhausgasemissionen des Unternehmens um fast 14 % unter dem Referenzniveau von 2018, obwohl seine Aktivitäten weiterhin wachsen.

Medienkontakte 

Medienstelle Nestlé Schweiz

Tel: 021 924 59 50

[email protected]