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2019: Cailler feiert 200. Geburtstag

Schweizer Traditionsmarke Cailler feiert 200. Geburtstag

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Dec 14, 2018

Vevey, 14. Dezember 2018 – Cailler, die älteste noch existierende Schokoladenmarke der Schweiz, feiert 2019 ihren 200. Geburtstag. Mit ihrem zwei Jahrhunderte alten Know-how in der Schokoladenkunst ist Cailler fest verankert im kulinarischen Erbe der Schweiz. Klassiker wie Fémina, Frigor oder die berühmte Branche Cailler rufen unbeschwerte Kindheitserinnerungen und süsse Genussmomente wach und verkörpern pure Schweizer Schokoladenexzellenz. Cailler, deren Geburtsstunde auf das Jahr 1819 zurückgeht, steht seit jeher für ein authentisches und erstklassiges Schweizer Produkt, das Nachhaltigkeit grossschreibt. «Dieses Jubiläum zeigt, wie nahe Cailler den Schweizer Konsumenten steht. Diese Verbundenheit mit der Marke ist von unschätzbarem Wert», sagt Muriel Lienau, CEO von Nestlé Schweiz.

 

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum stellt Cailler unter das Motto «200 Jahre gemeinsame Glücksmomente». Denn wer die Geschichte der Traditionsmarke kennt, der weiss: damit die einen Glücksmomente geniessen können, braucht es die anderen, die, zum Teil seit mehreren Generationen, mit viel Engagement und Herzblut eine Schokoladentradition geschaffen haben, die ihresgleichen sucht. Im Zentrum der Feierlichkeiten stehen dann auch die Maison Cailler in Broc im Greyerzerland – der Ort, wo Cailler seit 1898 hergestellt wird – sowie die Liebhaber der Marke, die sich auf eine innovative Produktpalette und besondere Jubiläumsaktivitäten freuen dürfen.

Milch aus dem Greyerzerland und zertifizierter Kakao
Cailler ist tief verwurzelt in Broc. «Wir sind stolz darauf, den gesamten Herstellungsprozess ‘from bean to bar’, das heisst, von der Kakaobohne bis hin zum fertig verpackten Produkt unter einem Dach zu vereinen. So rösten wir nicht nur die Bohnen, sondern auch die Haselnüsse und Mandeln vor Ort», ergänzt Olivier Quillet, verantwortlich für die Division Schokolade von Nestlé Schweiz. Die Milch liefern seit jeher Kühe aus der Region, die in einem Umkreis von 30 Kilometern von der Schokoladenfabrik weiden. Die 47 Bauernbetriebe sind IP-SUISSE-zertifiziert und fördern mit ihrer naturnahen und umweltschonenden Produktion die Biodiversität. Ausserdem sind die Kakaobohnen, die im Werk in Broc verarbeitet werden, zu 100 % UTZ-zertifiziert und werden aus dem Nestlé Cocoa Plan bezogen. Dieser zielt darauf ab, das Leben der Bauern und ihrer Gemeinschaften zu verbessern. Ergänzt wird der nachhaltige Ansatz dadurch, dass Cailler seit 2013 vollständig auf Palmöl verzichtet.

Das Maison Cailler

 

So wie Cailler den Ruf der Schweizer Schokolade mitbegründet hat, hat die Marke 2010 mit der Eröffnung des Maison Cailler in Broc einen weiteren Meilenstein geschaffen. Das Maison Cailler ist heute eines der beliebtesten Reiseziele der Schweiz. "Wir begrüssen jedes Jahr rund 400‘000 Besucher. Aber der Erfolg des Hauses beruht auch auf einer einzigartigen Kulisse: dem Greyerzerland, das alle Elemente der Schweizer Identität vereint: Schokolade, Käse, Alpen, Kühe und ein Schloss", unterstreicht Fleur Helmig, Direktorin des Maison Cailler.

200-jährige Geschichte

 

 

Eine notariell beglaubigte Urkunde und die älteste Preisliste der Maison François Louis Cailler datieren die Geburtsstunde der ältesten noch existierenden Marke für Lebensmittel und Schokolade der Schweiz auf das Jahr 1819. Cailler ist zu jener Zeit nicht die einzige Chocolaterie in Vevey, das schmucke Städtchen am Genfersee ist damals ein Zentrum der Schokoladeherstellung.

Die starke Frau an Caillers Seite
Schon bald mietet Cailler zusätzliche Fabrikräume und kauft Maschinen, die mit Wasserkraft angetrieben werden, um Schokolade im grossen Stil herzustellen. Das geht nicht ohne Rückschläge: 1826 geht die Firma in Konkurs, und seine Frau Louise-Albertine führt die Geschäfte weiter, bis es François-Louis Cailler wieder erlaubt ist, das Unternehmen selber zu leiten. Er expandiert und kauft im Raum Vevey mehrere Fabriken. Seine Gemahlin steht ihm stets mit Rat und Tat zur Seite, und als der Firmengründer 1852 mit 56 Jahren stirbt, übernimmt Louise-Albertine das Geschäft zusammen mit den beiden Söhnen Auguste und Alexandre.

Cailler und Peter – Begründer der weltweit berühmten Schweizer Schokoladenexzellenz

 

1867 betritt der Metzgerssohn Daniel Peter die Bühne: Verheiratet mit der Tochter von François-Louis Cailler, beginnt er – ebenfalls in Vevey – unter dem Namen Peter-Cailler Schokolade herzustellen. 1875 beginnt er die Erfindung der Milchschokolade, die später zu einem Grosserfolg werden sollte. Gekonnt setzt Peter in der Vermarktung auf ein Bild der Schweiz als Land der Milch produzierenden Kühe und stolzen Berge – was bei ausländischen Touristen sehr gut ankam. Schokolade wird zu dieser Zeit nicht so sehr als Genuss-, sondern als Stärkungsmittel konsumiert.

 

Cailler blüht parallel zu den Erfolgen von Peter weiter auf: Erstmals werden Pralinen produziert, und 1898 eröffnet Alexandre-Louis Cailler, ein Enkel des Firmengründers, eine neue Fabrik in Broc im Greyerzerland – da, wo Cailler noch heute ihre Schokolade von der Kakaobohne bis hin zum fertig verpackten Produkt herstellt. Um die Jahrhundertwende gehören Cailler und Peter-Cailler zu den Unternehmen, die mit ihrer erfolgreichen Tätigkeit den bald weltweiten Ruf der Schweizer Schokolade begründen.

Kooperationen und Fusionen schaffen Weltmarkt für Schweizer Schokolade

 

1904 gründet Peter mit Chocolat Kohler aus Lausanne die Société Générale Suisse de Chocolats Peter et Kohler réunis; Kohler bringt das Rezept für die Branches, die noch heute produzierten Schoggistängeli, in das Bündnis ein. Im Jahr darauf erhält die Firma von Nestlé den Auftrag, eine Milchschokolade zu produzieren. Im Gegenzug vermarktet Nestlé die Marken von Peter und Kohler in ihrem internationalen Vertriebsnetz.

 

Cailler baut derweil mit den extra feinen Pralinen von Fémina das Sortiment aus; diese kommen noch vor dem ersten Weltkrieg als Spezialmischung in einer Geschenkverpackung auf den Markt. Die Schweizer Schokoladenindustrie wächst rasant, und 1911 fusioniert Peter et Kohler mit Cailler zur Firma Peter, Cailler, Kohler Chocolats Suisses. Ziel dieses Zusammenschlusses: die schweizerische Qualitätsschokolade, deren Ruf auf der Erfindung der Milch- und der Fondantschokolade gründet, weltweit zugänglich zu machen.

 

Zart schmelzende Schokolade dank neuem Verfahren mit Kondensmilch
In dieser Zeit entwickelt Alexandre-Louis Cailler ein eigenes Verfahren zur Herstellung von Milchschokolade. Die Kondensmilch verwendet er in viel flüssigerer Form. Heute ist Cailler die einzige Schweizer Schokoladenmarke, die dieses Rezept anwendet und damit eine cremige, zart schmelzende Schokolade mit intensivem Milchgeschmack herstellt. Nach dem ersten Weltkrieg werden noch heute bekannte Marken lanciert – so Frigor. 1929 fusioniert Peter, Cailler, Kohler mit Nestlé, weitere Innovationen folgen. Etwa die Air-Technologie für die Tafelschokolade mit Luftbläschen, die noch heute unter dem Namen Rayon bekannt ist.

Einzigartige Schokolade-Erlebniswelt

 

2010 wird das Maison Cailler – La Chocolaterie Suisse eingeweiht: ein Erlebnisort, an dem Besucher mit allen Sinnen in die Geheimnisse rund um den Ursprung und die Herstellung von Schokolade eintauchen. Im Atelier du Chocolat kreieren Gross und Klein zusammen mit den firmeneigenen Chocolatiers süsse Kunstwerke. Heute ist das Maison Cailler Publikumsmagnet: Mit rund 400'000 Eintritten pro Jahr ist die Erlebniswelt die bedeutendste Touristenattraktion der Romandie. Schokoladenliebhaber kommen aber auch ausserhalb von Broc auf ihre Kosten: 2018 eröffnete der erste Pop-up-Store des Maison Cailler in Vevey seine Tore.

 

Cailler und Chaplin – eine naheliegende Liaison
Seit dem Sommer 2018 führt Cailler eine eigene Boutique in Chaplin’s World by Grévin, dem Museum in Corsier-sur-Vevey, das dem Leben und Werk von Charlie Chaplin gewidmet ist. Im wunderschönen Herrenhaus Manoir de Ban, dem früheren Wohnsitz des Künstlers, finden die Besucherinnen und Besucher aus aller Welt eine Auswahl feinster Cailler-Schokoladen. Chaplins berühmte Filmfigur des Tramps ziert das eigens für das Museum kreierte Design der Produktlinien Fémina, Ambassador und Frigor.

Bildmaterial: Flickr.com

cailler.ch

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