Zunächst möchten wir allen Eltern und Betreuungspersonen versichern, dass die Sicherheit unserer Produkte und die Gesundheit von Säuglingen für uns oberste Priorität haben.
Ende letzten Jahres haben wir dank unserer strengen Qualitätsprotokolle in einigen Chargen von Säuglingsnahrungsprodukten in einer unserer Fabriken in Europa geringe Mengen Cereulid festgestellt. Wir konnten schliesslich bestätigen, dass dies auf verunreinigtes ARA-Öl eines globalen Branchenzulieferers zurückzuführen war.
In enger Abstimmung mit den zuständigen Schweizer Behörden hat Nestlé vorsorglich bestimmte Chargen von verschiedenen BEBA- und Alfamino-Säuglingsnahrungsprodukten zurückgenommen, die in der Schweiz verkauft wurden.
Dieser Rückruf ist eine reine Vorsichtsmassnahme aufgrund eines möglichen Vorhandenseins von Cereulid - welches durch den Mikroorganismus Bacillus cereus produziert wird - in den betroffenen Produktchargen.Bis heute haben wir keine medizinischen Befunde erhalten, die einen Zusammenhang zwischen unseren Produkten und Krankheitsfällen bestätigen.
Aktualisierung vom 3. Februar 2026 : Im Einklang mit unseren strengen internen Vorgaben nehmen wir die Charge Nr. 53420346AA von BEBA OPTIPRO 1 (800 g), mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 31.12.2027, in das Rückrufverfahren in der Schweiz auf. Wir führen diesen Rückruf durch, obwohl die Cereulid-Menge in dieser Charge unter der neuen Empfehlung der EFSA liegt.
Wir bestätigen, dass alle anderen Nestlé-Produkte, die nicht von diesem Rückruf betroffen sind, sicher verzehrt werden können.
Wir verstehen, dass diese Nachricht bei Eltern Besorgnis auslösen kann und entschuldigen uns aufrichtig für jede Sorge oder Unannehmlichkeiten, die dadurch entstehen. Wir unternehmen alle notwendigen Schritte, um Eltern und Betreuungspersonen während dieses Prozesses bestmöglich zu unterstützen.
Wir bitten alle Konsument:innen, die eines oder mehrere der betreffenden Produkte gekauft haben, diese ihren Kindern nicht mehr zu geben und sich für einen Umtausch oder eine Rückerstattung mit dem Nestlé Consumer Services in Verbindung zu setzen (Info Line 0800 55 44 66 oder www.nestle.ch/de/info) – oder falls nicht möglich, die Produkte an die Verkaufsstelle zurückzubringen, bei der sie sie gekauft haben.
Weitere Informationen und die Liste der betroffenen Produkte sind hier zu finden.
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1.Auf welche Symptome sollten Eltern und Betreuungspersonen achten?
Sollten Eltern ihre Kinder mit einem der betroffenen Produkte gefüttert haben, sollten sie aufmerksam sein, wenn ihr Kind stark oder anhaltend erbricht, Durchfall hat oder ungewöhnlich schläfrig wirkt. Diese Symptome treten in der Regel innerhalb von 30 Minuten bis 6 Stunden nach einer möglichen Aufnahme auf.
Zeigt das Kind keine dieser Symptome, besteht kein Grund zur Sorge hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen.
Wenn Sie sich unsicher fühlen oder Fragen zur Gesundheit oder Ernährung Ihres Kindes haben, empfehlen wir Ihnen, sich an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt bzw. Ihre medizinische Fachkraft zu wenden.
Unabhängig davon, ob Symptome auftreten oder nicht, empfehlen wir Eltern und Betreuerinnen und Betreuern, ihre Kinder nicht mehr mit den betroffenen Produkten zu füttern.
2. Haben Sie die Produktion von Säuglingsnahrung wieder aufgenommen? Wie können wir sicher sein, dass diese Produkte gesundheitlich unbedenklich sind?
Wir haben die Produktion von Säuglingsnahrung wieder aufgenommen, und wir sind vollständig von der gesundheitlichen Unbedenklichkeit und Sicherheit unserer Produkte überzeugt. Wir haben den Einkauf beim betroffenen Lieferanten eingestellt. Alle Öl-Chargen unserer anderen Lieferanten werden nun systematisch getestet, um sicherzustellen, dass kein Cereulid vorhanden ist.
Wir führen weiterhin umfangreiche Tests während und nach der Produktion durch und bestätigen, dass all unsere Produkte auf dem Markt sicher konsumiert werden können.
Wir arbeiten nun daran, die Lagerbestände so schnell wie möglich wieder aufzufüllen, um Eltern und Familien weiterhin sichere Produkte anbieten zu können, denen sie vertrauen.
3. Gibt es eine Regelung über einen akzeptierten Grenzwert für Cereulid in Säuglingsnahrung? Hat die neue EFSA (European Food Safety Authority) Leitlinie den Grenzwert für Cereulid in Säuglingsnahrung gesenkt?
Lebensmittelsicherheit und Qualität haben für Nestlé höchste Priorität, und wir sind der Ansicht, dass Cereulid in Säuglingsnahrung keinen Platz hat. Am 2. Februar 2026 hat die EFSA eine neue Leitlinie zur Risikobewertung von Cereulid in Säuglingsnahrung veröffentlicht.
Der neue Referenzgrenzwert der EFSA entspricht einem Produktgehalt von 0,43 ng/g. Nestlé wendet seit jeher einen strengeren internen Grenzwert von 0,2 ng/g an, und hält an diesem Ansatz fest.
Wir begrüssen die EFSALeitlinie, da sie mehr Klarheit und Harmonisierung im Umgang mit dem Cereulid-Risiko innerhalb der Branche schafft.
4. Gab es Mängel in Ihren Qualitäts- und Sicherheitsprotokollen?
Nein. Wir haben volles Vertrauen in unsere Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsprotokolle und wenden international anerkannte ISO-Standards sowie die neuesten analytischen Methoden an. Wir nehmen unsere Verantwortung als Lebensmittelhersteller sehr ernst und halten weiterhin die hohen Standards in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und Qualität ein, die Konsument:innen erwarten.
Nestlé war das erste Unternehmen, das das Problem identifiziert und mehrere Wochen vor anderen Herstellern gehandelt hat. Am 30. Dezember 2025 haben wir die gesamte Branche proaktiv informiert, nachdem wir das Öl eines globalen Branchenzulieferers als Ursache des Problems identifiziert hatten.
5. Wie erhalte ich eine Rückerstattung?
Damit wir Ihre Rückerstattung schnell und unkompliziert bearbeiten können, senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Titel BEBA & ALFAMINO Rückruf an [email protected] mit folgenden Angaben:
- Je ein Foto des Produktes sowie der Chargennummer (auf dem Boden) der Dose
- Ihre vollständigen Kontaktdaten:
- Vorname und Name
- Strasse, PLZ und Ort
- Telefonnummer
- Ihre IBAN-Nummer, Ihre BIC/Swift Nummer, sowie die vollständige Adresse
Ihrer Bank, damit wir die Rückerstattung vornehmen können.
Sie können anschliessend das Produkt entsorgen.
6. Wie kommentieren Sie die Untersuchungen zu den gemeldeten Krankheitsfällen bei Säuglingen nach dem Verzehr Ihres Produkts?
Wir sind über die laufenden Ermittlungen der Behörden in mehreren Ländern informiert, die auf Berichte von Eltern über Erkrankungen zurückzuführen sind, bei denen ein möglicher Zusammenhang mit bestimmten Säuglingsnahrungsprodukten geprüft wird.
Wir freuen uns zu hören, dass es den betroffenen Babys gut geht oder sie sich erholen, wie in den Medien berichtet wurde. Bislang haben wir von den zuständigen Behörden keine offiziellen Informationen erhalten und stehen ihnen für jegliche Rückfragen oder Klärungen jederzeit zur Verfügung.
7. Einige NGOs behaupten, Nestlé habe zu lange gebraucht, um den Rückruf umzusetzen. Wie reagieren Sie darauf?
Sie finden die chronologische Ereigniskette unter dem nachfolgenden Link (auf Englisch) : Sequence of events – infant formula recall
Offener Antwortbrief an Foodwatch (auf Englisch) : Open letter to Foodwatch (30. Januar 2026)
Video von Philipp Navratil, CEO Nestlé, vom 13. Januar 2026 zu diesem Thema: